Immobilienmarkt: Preise steigen, Wohnungen fehlen
15.02.2026 - 04:41:12 | boerse-global.deDer deutsche Immobilienmarkt sendet widersprüchliche Signale aus. Während Kaufpreise und Mieten erneut klettern, kehrt das Vertrauen internationaler Investoren zurück – doch für Wohnungssuchende wird die Lage immer angespannter.
Preise beschleunigen sich deutlich
Wohnimmobilien in Deutschland haben sich 2025 im Schnitt um 4,0 bis 4,2 Prozent verteuert – eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. In den sieben größten Metropolen fiel der Anstieg noch stärker aus: Hier zogen die Preise um durchschnittlich 4,7 Prozent an. Frankfurt führt mit 5,7 Prozent Wachstum die Bilanz an.
Parallel explodierten auch die Mieten. Ende 2025 lagen sie bundesweit 3,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Experten rechnen für 2026 mit einem weiteren Anstieg um drei bis vier Prozent – Tendenz steigend.
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Das Kernproblem: Wohnungen bleiben Mangelware
Die Ursache ist simpel: Es werden zu wenig Häuser gebaut. Während die Bundesregierung ursprünglich 400.000 neue Wohnungen pro Jahr anstrebte, liegt die Realität weit darunter. Für 2026 erwarten Experten zwischen 175.000 und 215.000 fertiggestellte Wohneinheiten.
Schuld daran sind hohe Baukosten, gestiegene Finanzierungszinsen und komplexe Genehmigungsverfahren. Viele Projekte sind deshalb unrentabel oder verzögern sich erheblich. Die Neubauflaute verschärft das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zusehends.
Investoren sehen grünes Licht
Trotz aller Probleme: Der deutsche Immobilienmarkt lockt wieder Anleger an. Eine aktuelle Umfrage des Immobiliendienstleisters CBRE zeigt, dass Wohnimmobilien zum zweiten Mal in Folge die begehrteste Anlageklasse in Europa sind. Fast neun von zehn befragten Investoren wollen ihre Ankaufsaktivitäten 2026 steigern oder halten.
Deutschland bleibt dabei Top-Zielmarkt. Berlin profitiert besonders vom starken Bevölkerungswachstum und dem eklatanten Wohnungsmangel. Für Anleger ist das attraktiv: Deutsche Wohnimmobilien gelten als stabiler, inflationsgeschützter und sicherer Hafen in unsicheren Zeiten.
Der Markt in der Zwickmühle
Das aktuelle Paradoxon ist deutlich: Steigende Preise basieren nicht mehr auf Spekulationen, sondern auf echter Knappheit. Für Käufer und Mieter ist das ein Albtraum. Für Investoren bietet es sichere Cashflows.
Die Politik steht unter Druck, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Forderungen nach schnelleren Genehmigungen, vereinfachten Baustandards und neuen Förderimpulsen werden lauter. Maßnahmen wie der „Bau-Turbo“ der Bundesregierung werden als notwendig, aber noch nicht ausreichend angesehen.
Keine Entwarnung absehbar
Für den Rest des Jahres 2026 zeichnet sich kein Richtungswechsel ab. Der Mangel an verfügbarem Wohnraum wird Preise und Mieten voraussichtlich weiter treiben. Eine spürbare Entspannung braucht strukturelle Änderungen – und die lassen auf sich warten.
Der deutsche Immobilienmarkt bleibt damit gespalten: sichere Renditen für Investoren, wachsende Sorgen für alle, die eine bezahlbare Wohnung suchen.
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