Immobilienmarkt, Preise

Immobilienmarkt: Preise steigen nach Baugenehmigungs-Boom

19.02.2026 - 03:49:12 | boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt erlebt eine Trendwende mit deutlich mehr Baugenehmigungen und steigenden Kaufpreisen, getrieben durch stabile Zinsen und eine Rückkehr der Nachfrage in Metropolen.

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt überraschende Dynamik. Neue Daten belegen einen deutlichen Anstieg der Baugenehmigungen und prognostizieren steigende Kaufpreise für 2026.

Baugenehmigungen legen zweistellig zu

Das Statistische Bundesamt meldet eine Trendwende: 2025 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 10,8 Prozent auf 238.500. Dieser erste signifikante Zuwachs seit 2021 markiert das Ende einer dreijährigen Talfahrt.

Analysten sehen darin ein Signal, dass Bauherren das aktuelle Zinsniveau akzeptieren. Doch Vorsicht ist geboten: Die Zahlen liegen noch weit unter dem politischen Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr. Bis die genehmigten Projekte fertig sind, dürften Jahre vergehen – das Angebot bleibt knapp.

Metropolen treiben Preise an

Die Preiskorrektur ist vorbei. Laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken stiegen die Immobilienpreise 2025 bereits um 4,0 Prozent. Dieser Trend setzt sich fort.

Besonders in den Top-7-Metropolen – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – kehrt die Nachfrage zurück. Daten von ImmoScout24 zeigen: Im vierten Quartal 2025 stiegen die Kaufpreise in allen untersuchten Metropolregionen gleichzeitig. Berlin und Leipzig verzeichneten bei Neubauwohnungen die stärksten Zuwächse.

Getrieben wird der Trend vom „Lock-in-Effekt“ am Mietmarkt. Weil Mieten knapp und teuer sind, wagen mehr Haushalte den Schritt ins Eigentum – sofern sie das Eigenkapital aufbringen können. Die Nachfrage konzentriert sich dabei wieder stärker auf Städte.

Anzeige

Steigende Nachfrage bedeutet für Vermieter Chancen – aber auch Fragen: Welche Miete dürfen Sie rechtssicher verlangen? Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten, rechtssichere Begründungshilfen und praktische Vorlagen für Mieterhöhungen – in wenigen Minuten verständlich aufbereitet. Jetzt kostenlosen Mietspiegel-Report sichern

Zinsen stabilisieren sich bei 3,75 Prozent

Ein Schlüsselfaktor für die Rückkehr der Käufer sind stabile Finanzierungskonditionen. Nach den Turbulenzen der Vorjahre pendeln sich die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen derzeit bei durchschnittlich 3,75 Prozent ein.

Finanzexperten rechnen 2026 mit einem leichten Anstieg auf etwa 4 Prozent. Die größere Planungssicherheit ermutigt viele, jetzt zuzuschlagen – bevor die Preise weiter klettern. Käufer gehen heute realistischer an die Finanzierung heran und bringen mehr Eigenkapital mit als in der Niedrigzinsphase.

Verkäufer gewinnen wieder Oberhand

Der Markt dreht sich: Die Phase, in der Käufer große Preisnachlässe aushandeln konnten (2023/2024), geht zu Ende. Besonders bei energieeffizienten Neubauten und sanierten Bestandsimmobilien übersteigt die Nachfrage vielerorts schon wieder das Angebot.

Für Zögernde könnte sich das Zeitfenster schließen. Der durch mehr Genehmigungen angekündigte Neubau wird erst in zwei bis drei Jahren spürbar. Solange das Angebot knapp bleibt, dürften die Preise weiter steigen. Marktbeobachter erwarten einen beschleunigten Anstieg im Laufe des Jahres 2026.

Anzeige

Rätst du noch bei deiner Aktienauswahl oder investierst du schon nach einem profitablen System?

Ein Depot ohne klare Strategie ist im aktuellen Börsenumfeld ein unkalkulierbares Risiko. Überlass deine finanzielle Zukunft nicht länger dem Zufall oder einem vagen Bauchgefühl. Der Börsenbrief 'trading-notes' nimmt dir die komplexe Analysearbeit ab und liefert dir konkrete, überprüfte Top-Chancen. Mach Schluss mit dem Rätselraten und melde dich jetzt für 100% kostenloses Expertenwissen an.
Jetzt abonnieren .