Immobilienmarkt, Preise

Immobilienmarkt: Preise schießen wieder nach oben

15.02.2026 - 14:40:12 | boerse-global.de

Nach Jahren der Stagnation verzeichnet der deutsche Wohnungsmarkt 2025 spürbare Preiszuwächse. Mieten und Immobilienwerte klettern überproportional, während das Angebot nicht mithalten kann.

Der deutsche Immobilienmarkt hat die Stagnation überwunden. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) vermeldete diese Woche einen Preisanstieg um 4,0 Prozent im Jahr 2025 – deutlich mehr als die mageren 1,8 Prozent im Jahr davor. Nach der Zinswende endlich wieder Bewegung – doch für Mieter ist das eher schlechte Nachricht.

Der Index spricht eine klare Sprache

Die Zahlen des vdp basieren auf echten Transaktionen von über 700 Banken und gelten daher als besonders verlässlich. Besonders beim Wohnen zeigt sich der Aufschwung: Mehrfamilienhäuser als Anlageobjekte verteuerten sich um 5,3 Prozent, Wohnimmobilien insgesamt um 4,2 Prozent. Selbst genutztes Wohneigentum wurde um 3,0 Prozent teurer.

Die Mieten zogen parallel mit: Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern stiegen bundesweit um 3,5 Prozent. Damit übersteigen die Wohnkosten die allgemeine Inflationsrate deutlich und belasten Haushalte überproportional.

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Metropolen versus B-Städte: Ein neues Muster

Die klassischen Top-7-Metropolen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) bleiben teuer – Wohnpreise stiegen hier um 4,7 Prozent. Doch die spannendere Geschichte spielt sich anderswo ab.

Der Preisdruck schwappt längst auf die zweite Reihe über. In Bochum zogen Mieten um 6,7 Prozent an, in Nürnberg um 5,9 Prozent. Dresden und Bonn erlebten Preissprünge bei Eigentumswohnungen von über 6 Prozent. Das ist kein Zufall: Wer sich die A-Städte nicht leisten kann, weicht aus – und treibt dort die Preise.

Besonders krass ist der Unterschied bei Neubauten: Diese verteuerten sich zwischen 2022 und 2025 um 21 Prozent in den Metropolen, während Bestandswohnungen nur um 16 Prozent zulegten. Neue Wohnungen müssen teuer sein, um Investoren zu rentieren.

Warum der Neubau-Turbo stottert

Der zentrale Grund ist simpel: Das Angebot hält mit der Nachfrage nicht Schritt. Trotz des propagierten „Bau-Turbos“ der Bundesregierung kommen zu wenige neue Wohnungen auf den Markt.

Die Bremsklötze:
* Hohe Baukosten machen Projekte unwirtschaftlich
* Strenge regulatorische Auflagen verzögern Genehmigungen
* Zu wenig Baugenehmigungen insgesamt

Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft bringt es auf den Punkt: Der Wohnungsmarkt befindet sich in einer „zähen Anpassungsphase“ – und solange nicht massiv gebaut wird, bleiben die Preise oben.

Für wen ist das gut, für wen schlecht?

Für Investoren: Der Markt hat seinen Boden gefunden und zieht wieder an. Mehrfamilienhäuser mit steigenden Mieteinnahmen werden wieder interessant.

Für Mieter: Das ist die Belastungsprobe. Ein Mietanstieg von 3,5 bis 5,0 Prozent liegt weit über der Inflationsrate und frisst massiv in die Kaufkraft.

Für Käufer von Selbstnutzwohnungen: Hier ist der Anstieg moderater (3,0 Prozent), doch die notwendige Finanzierung wird knapper, da die Zinsen nach wie vor auf hohem Niveau sind.

Was 2026 bringt

Der Trend wird sich fortsetzten. Experten rechnen damit, dass sich die „Ausweichbewegungen“ verstärken: Das Umland der Metropolen und B-Städte bleiben preisdynamisch – weil dort noch Platz ist.

Für die Politik wird 2026 zur Bewährungsprobe. Die Branchenverbände fordern Deregulierung und staatliche Bürgschaften für Neubau – bislang ohne großen Erfolg. Ohne eine massive Angebotsausweitung wird sich daran nichts ändern.

Fazit für Wohnungssuchende: 2026 braucht es Geduld und ein gut gefülltes Budget. Der Immobilienmarkt funktioniert wieder nach seinen Regeln – und in einem Mangel-Markt bedeutet das eine Richtung: nach oben.

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