Imec, Europas

Imec eröffnet Europas Schlüsselprojekt für 2-Nanometer-Chips

10.02.2026 - 21:56:11

In Belgien eröffnet eine milliardenschwere Pilotfabrik für Chips unter zwei Nanometern. Sie soll Europas strategische Unabhängigkeit stärken und als offene Plattform für Forschung und Industrie dienen.

Leuven – Europas Halbleiterindustrie macht einen Technologiesprung: In Belgien hat das Forschungszentrum Imec eine Pilotlinie für Chips unter zwei Nanometern in Betrieb genommen. Die Anlage soll Europas Abhängigkeit von Asien und den USA verringern.

Das milliardenschwere Projekt ist ein Kernstück des europäischen Chips Act. Es wird von EU, nationalen Regierungen und Industriegrößen wie dem niederländischen Maschinenbauer ASML finanziert. Zur Eröffnung reisten EU-Vizepräsidentin Henna Virkkunen und Belgiens Premierminister Bart De Wever an.

Strategische Unabhängigkeit im Chip-Rennen

Mit 2,5 Milliarden Euro Investition ist die NanoIC-Pilotlinie die größte ihrer Art in Europa. Ihr Ziel: „Umgekehrte Abhängigkeiten“ schaffen. Europa soll für Spitzentechnologie unverzichtbar werden.

„Wir schließen die Lücke zwischen Labor und Fabrik“, erklärt ein Imec-Sprecher. Die offene Plattform steht Start-ups und Konzernen offen. Sie verkürzt den langen Weg von der Forschung zur Serienproduktion.

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High-Tech aus 12.000 Quadratmetern Reinraum

Herzstück ist eine 2.000 Quadratmeter große Reinraumerweiterung. Die gesamte Forschungsfläche wächst damit auf über 12.000 Quadratmeter. Hier entstehen die fortschrittlichsten Chips der Welt.

Im März trifft ein Schlüsselgerät ein: ASMLs neuer High-NA-EUV-Lithografiescanner. Diese revolutionäre Maschine kann Strukturen unter zwei Nanometern drucken. Die Pilotlinie wird damit zur ersten europäischen Anlage für diese Chip-Generation.

Treiber für KI und 6G

Die winzigen Chips sind essenziell für künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und 6G-Netze. Sie bieten enorme Leistungssteigerungen bei geringerem Energieverbrauch.

Bereits vor der Eröffnung lieferte das Projekt erste Werkzeuge für Chip-Designer. Diese sogenannten Process Design Kits ermöglichen die Arbeit mit 1,4-Nanometer-Technologien.

Europäisches Netzwerk gegen globale Konkurrenz

Im globalen Wettlauf mit den USA und Asien setzt Europa auf Zusammenarbeit. Die Pilotlinie baut auf eine jahrzehntelange Partnerschaft zwischen Imec und ASML.

Weitere Expansion ist geplant: Ein zusätzlicher 4.000-Quadratmeter-Reinraum soll folgen. Partner wie das deutsche Fraunhofer-Institut und das französische CEA-Leti werden eingebunden.

Experten erwarten den Serieneinsatz der High-NA-Technologie ab 2026. Die Arbeit in Leuven könnte damit die digitale Zukunft Europas maßgeblich prägen.

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