Metall, Stellenabbau

IG Metall warnt vor massivem Stellenabbau in Bayerns Industrie

20.02.2026 - 18:01:12 | boerse-global.de

Eine aktuelle Erhebung der IG Metall zeigt massive Stellenabbaupläne in Bayerns Industrie, vor allem in der Automobilbranche. Die Gewerkschaft fordert eine gemeinsame Initiative von Politik und Wirtschaft.

Die IG Metall Bayern schlägt Alarm: 32.000 Jobs in der Metall- und Elektroindustrie sind bedroht. Die Gewerkschaft fordert eine gemeinsame Initiative von Politik und Wirtschaft, um den Negativtrend zu stoppen.

Dramatische Zahlen für den Industriestandort

Eine aktuelle Erhebung der IG Metall zeichnet ein düsteres Bild für Bayerns Wirtschaft. In 547 erfassten Betrieben sind rund 32.000 Arbeitsplätze von Stellenabbau betroffen. Besonders hart trifft es die Automobil- und Zulieferindustrie: 54 Prozent der Betriebe bauen Stellen ab – das sind 18.000 der gefährdeten Jobs.

„Die tatsächlichen Zahlen liegen noch höher“, warnt der bayerische IG-Metall-Chef Horst Ott. Nicht alle Unternehmen seien erfasst, Leiharbeitsplätze nicht eingerechnet. Der Trend bestätigt Befürchtungen vom Herbst 2025, als drei Viertel der Autozulieferer mit Beschäftigungsabbau rechneten.

Gewerkschaft fordert „Initiative für Arbeit und Aufschwung“

Als Reaktion auf die alarmierenden Zahlen kündigt die IG Metall eine Offensive an. „Wir gehen zeitnah auf die Staatsregierung und Arbeitgeberverbände zu“, erklärt Ott. Ziel sei eine gemeinsame Initiative für den Industriestandort Bayern.

Kernforderung: Öffentliche Fördergelder müssen verbindlich an Arbeitsplatz- und Standortsicherung geknüpft werden. Ott kritisiert die Debatte über längere Arbeitszeiten als „absurd“: „Die Menschen wollen arbeiten, werden aber entlassen oder gedrängt.“

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Transformation und Abwanderung als Hauptursachen

Die Gründe für den Stellenabbau sind vielfältig. Die Umstellung auf Elektromobilität, Produktionsverlagerungen ins Ausland und konjunkturelle Schwäche setzen die Betriebe unter Druck. Besonders besorgniserregend: Auch Forschung und Entwicklung wandern ab.

Eine Betriebsräte-Befragung zeigte, dass 57 Prozent der Zulieferer Produktionsverlagerungen planen. Dieser Trend untergräbt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Der befürchtete Dominoeffekt droht: Weniger Zulieferung macht Bayern auch für große Automobilhersteller unattraktiver.

Schulterschluss als letzte Chance?

Die Zahlen sind ein Weckruf für Bayerns Wirtschaftspolitik. Der massive Stellenabbau gefährdet nicht nur Zehntausende Existenzen, sondern den Wohlstand der gesamten Region. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die geplante Initiative den Negativtrend stoppen kann.

Ohne entschlossenes Gegensteuern droht der bayerischen Industrie ein historischer Aderlass. Die Konsequenzen sind bereits spürbar: Die IG Metall verlor im vergangenen Jahr 2,9 Prozent ihrer Mitglieder in Bayern.

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