IBM, Aktie

IBM Aktie: Absturz nach KI-Schock

26.02.2026 - 03:21:01 | boerse-global.de

Die IBM-Aktie verzeichnete ihren größten Tagesverlust seit 2000, nachdem ein KI-Tool von Anthropic Teile des Mainframe-Geschäfts bedrohte. Analysten sehen den Kursrutsch jedoch als überzogen an.

Die IBM-Aktie hat am 23. Februar den schwersten Tagesverlust seit dem Jahr 2000 verzeichnet. Auslöser: Das KI-Startup Anthropic präsentierte ein Tool, das einen zentralen Teil von IBMs Geschäftsmodell bedroht. Rund 30 Milliarden Dollar Börsenwert lösten sich binnen Stunden in Luft auf. Ist das der Anfang vom Ende für Big Blue – oder nur eine Panikreaktion?

Was Anthropic ankündigte

In einem Blogpost stellte Anthropic neue Funktionen seines Claude Code AI-Tools vor. Die entscheidende Neuerung: Die Plattform kann große Teile der Modernisierung von COBOL automatisieren – jene Programmiersprache aus den 1960er-Jahren, auf der noch heute viele Mainframe-Systeme in Banken und Behörden basieren.

Genau hier liegt das Problem für IBM. Ein erheblicher Teil des hochmargigen Mainframe- und Beratungsgeschäfts dreht sich um die Wartung und Modernisierung dieser Legacy-Systeme. Wenn eine KI diese Arbeit künftig erledigt, steht eine wichtige Umsatzquelle auf dem Spiel. Die Anleger zogen sofort Konsequenzen: Minus 13,2 Prozent an einem einzigen Tag.

Analysten sprechen von Überreaktion

In den Folgetagen stabilisierte sich der Kurs. Mehrere Analysten bezeichneten den Ausverkauf als übertrieben. Ihre Argumentation: Mainframe-Modernisierung sei weit komplexer als simple Code-Übersetzung. Integration, Performance-Tuning und Sicherheitsanforderungen verlangten weiterhin menschliche Expertise.

Zudem setzen IBMs Großkunden seit Jahrzehnten auf die Plattform – nicht zuletzt wegen ihrer Zuverlässigkeit und Sicherheit. Ein Wechsel ist aufwendig und riskant. Außerdem entwickelt IBM selbst KI-gestützte Modernisierungstools. UBS stufte die Aktie nach dem Kursrutsch von "Sell" auf "Neutral" hoch und verwies auf ein nun ausgewogeneres Chance-Risiko-Profil.

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Zweite Front: Cybersicherheit

Am 25. Februar veröffentlichte IBMs Sicherheitsforschungsgruppe X-Force ihren Threat Intelligence Index 2026. Der Bericht zeigt: Cyberkriminelle nutzen zunehmend einfache Sicherheitslücken aus – beschleunigt durch KI-Tools. Für IBM als Anbieter von Security-Lösungen ergibt sich daraus zwar keine unmittelbare Geschäftsgefahr, doch der Zeitpunkt der Veröffentlichung unterstreicht die Ambivalenz des KI-Trends: Fluch und Segen zugleich.

Die IBM-Aktie notiert aktuell bei rund 201 Euro, etwa 26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 271,80 Euro. Entscheidend wird sein, wie schnell IBM seine eigenen KI-Lösungen für Mainframe-Modernisierung vorantreibt – und ob Kunden tatsächlich auf externe Tools wie Claude Code umsteigen.

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