Humanoid-Roboter: Der globale Wettlauf um die Fabrik der Zukunft
25.01.2026 - 08:43:12Die Ära der menschenähnlichen Roboter in der Industrie beginnt früher als erwartet. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos konkretisierte Tesla-Chef Elon Musk den Zeitplan für seinen Optimus-Roboter, während weltweit Pilotprojekte starten. Der Markt könnte sich bis 2030 verfünffachen.
Tesla setzt mit Optimus neue Tempo-Marken
Elon Musk sorgte in Davos für eine klare Ansage: Tesla könnte seinen humanoiden Optimus bereits Ende 2027 an externe Kunden verkaufen. Voraussetzung sind ausreichende Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards. Aktuell erledigen Prototypen bereits einfache Aufgaben in Teslas eigenen Fabriken. Bis Ende 2026 sollen sie komplexere Operationen übernehmen können.
Die langfristige Vision des Konzerns ist ehrgeizig. Interne Ziele sehen eine Produktion von bis zu einer Million Einheiten pro Jahr vor. Allerdings räumte Musk ein, dass der Produktionshochlauf für Optimus und das geplante Robotaxi Cybercab anfangs langsam und herausfordernd sein wird.
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Airbus testet chinesische Roboter in der Flugzeugfertigung
Die Industrie geht in die Praxisphase. Der europäische Luftfahrtriese Airbus gab am 22. Januar eine Kooperation mit dem chinesischen Roboterhersteller UBTech bekannt. Gemeinsam will man den Einsatz humanoider Roboter in der Flugzeugmontage erforschen. Getestet wird UBTechs Industrieroboter Walker S2.
Diese Partnerschaft zeigt den strategischen Ansatz: Humanoide werden nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu bestehenden Automationslösungen gesehen. Ihr Vorteil liegt in der Flexibilität. Sie können in Umgebungen arbeiten, die für Menschen konzipiert sind, und so Lücken in komplexen Montagelinien schließen.
Wettbewerb um Produktionszahlen eskaliert
Das Rennen um Marktanteile und Skalierung hat begonnen – besonders in China. Das Unternehmen Unitree Robotics behauptete am 22. Januar, im Jahr 2025 über 5.500 seiner Humanoide ausgeliefert zu haben. Diese Ankündigung wirkte wie eine direkte Antwort auf den Rivalen Agibot, der sich selbst mit über 5.100 Auslieferungen als Marktführer bezeichnet hatte.
China dominiert die Produktion bereits heute. Schätzungen zufolge stammte die überwiegende Mehrheit der weltweit etwa 16.000 installierten Humanoid-Roboter im Jahr 2025 aus dem Land. Der Wettbewerb verlagert sich damit von der Forschung hin zu Volumen und Verlässlichkeit.
Boston Dynamics startet mit Atlas durch
Auch etablierte Player legen vor. Boston Dynamics, mehrheitlich im Besitz von Hyundai, stellte auf der CES 2026 die Serienversion seines vollelektrischen Atlas-Roboters vor. Die Nachfrage ist enorm: Die komplette Produktion für 2026 ist bereits an strategische Partner wie Hyundai und Google DeepMind vergeben. Weitere Kunden sollen ab 2027 beliefert werden.
Getrieben wird der Boom von mehreren Faktoren: akutem Fachkräftemangel, dem Streben nach Effizienz und Fortschritten in der „Physical AI“. Diese ermöglicht es Robotern, unstrukturierte Umgebungen zu verstehen und sich anzupassen. Kooperationen, wie die von Microsoft mit Hexagon Robotics, bringen die Technologie aus dem Labor in die Fabrikhalle.
2026 wird zum Schicksalsjahr für die Branche
Die Entwicklung hat eine kritische Schwelle überschritten. Analysten sehen die Phase von 2026 bis 2028 als entscheidend für den breiten Durchbruch. Es geht nicht mehr um spektakuläre Prototypen, sondern um Zuverlässigkeit, Skalierung und Rentabilität für industrielle Kunden.
Trotz verbleibender Hürden bei Sicherheit, Greiffähigkeit und Kosten ist das Innovations-Tempo atemberaubend. Das „ChatGPT-Moment für die Robotik“ ist eingeläutet. Die menschenähnlichen Kollegen sind keine Science-Fiction mehr, sondern eine greifbare Realität, die die Automatisierung grundlegend verändern wird.
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