HR-Management: Der stille Bruch der Leistungsträger
01.01.2026 - 12:44:11Der neue HR-Trend Quiet Cracking beschreibt die stille Erschöpfung engagierter Leistungsträger. Experten fordern bessere Früherkennung und eine präventive Unternehmenskultur.
Die Personalbranche warnt vor einem neuen Phänomen: „Quiet Cracking“ bedroht die wertvollsten Mitarbeiter. Während „Quiet Quitting“ für Dienst nach Vorschrift stand, beschreibt der neue Trend den schleichenden Burnout bei Top-Performern.
Berlin/New York – Zu Jahresbeginn 2026 steht die globale HR-Branche vor einer besorgniserregenden Entwicklung. Nach dem viel diskutierten „Quiet Quitting“ etabliert sich nun der Begriff „Quiet Cracking“. Er beschreibt den stillen, fortschreitenden Erschöpfungsprozess bei hochmotivierten und leistungsstarken Mitarbeitern – lange bevor ein offensichtlicher Zusammenbruch oder Austritt erfolgt.
Vom leisen Rückzug zum stillen Bruch
Anders als beim „Quiet Quitting“, bei dem Mitarbeiter emotional distanziert nur noch ihre vertraglichen Pflichten erfüllen, sind die Betroffenen des „Quiet Cracking“ oft die engagiertesten Kräfte im Unternehmen. Sie arbeiten weiterhin mit hoher Intensität, zeigen aber subtile Anzeichen von Überlastung. Diese reichen von zunehmender Gereiztheit in Meetings über einen schleichenden Verlust der Kreativität bis hin zu körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen.
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Das Problem: Weil diese Mitarbeiter als unverwüstlich gelten, werden die Warnsignale häufig übersehen. „Man verlässt sich auf ihre vermeintliche Resilienz, bis es zu spät ist“, erklärt eine Personalexpertin aus Berlin. Der wirtschaftliche Schaden ist immens, denn gerade diese Leistungsträger sind für Innovation und Wachstum unersetzlich.
Früherkennung wird zur Management-Pflicht
Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, die neuen Warnzeichen zu erkennen. Dazu gehört, Veränderungen im Verhalten sensibel wahrzunehmen. Nimmt die Qualität der Arbeit bei gleichbleibendem Einsatz ab? Zieht sich ein bisher teamorientierter Kollege plötzlich zurück? Sind kleine Fehler oder Vergesslichkeit zu beobachten, wo früher alles perfekt lief?
HR-Experten fordern ein Umdenken in der Unternehmenskultur. Statt ständiger Verfügbarkeit und grenzenloser Flexibilität müsse die präventive Gesundheitsfürsorge in den Fokus rücken. Regelmäßige Check-ins, die nicht nur Leistung, sondern auch das Wohlbefinden thematisieren, werden ebenso wichtig wie klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit – auch in Homeoffice-Zeiten.
Deutsche Unternehmen in der Pflicht
In Deutschland, wo das Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zunehmend an Bedeutung gewinnt, könnte „Quiet Cracking“ zum nächsten großen betrieblichen Gesundheitsrisiko werden. Die fortschreitende Digitalisierung und der permanente Transformationsdruck heizen die Situation zusätzlich an.
Unternehmen sind gefordert, ihre Frühwarnsysteme zu verbessern. Das reicht von anonymisierten Mitarbeiterbefragungen bis hin zu Schulungen für Führungskräfte. Die entscheidende Frage lautet: Schafft es das Management, eine Kultur zu etablieren, in der Überlastung kein Tabu, sondern ein ernstzunehmendes betriebliches Risiko ist? Die Produktivität und Innovationskraft der deutschen Wirtschaft könnte künftig davon abhängen.
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