Honor zeigt auf der MWC tanzenden Roboter und „Robot Phone“
02.03.2026 - 11:01:14 | boerse-global.deDer chinesische Tech-Konzern Honor hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona seine Zukunftsvision präsentiert: einen agilen Humanoid-Roboter und ein Smartphone mit Roboterarm. Mit dieser spektakulären Doppelpremiere vollzieht das Unternehmen einen strategischen Schwenk weg vom reinen Smartphone-Geschäft hin zu verkörperter Künstlicher Intelligenz.
Humanoid-Roboter tanzt für das Publikum
Der unbestrittene Höhepunkt des Honor-Auftritts war ein tanzender Roboter. Die menschenähnliche Maschine führte zusammen mit menschlichen Tänzern eine Choreografie vor – inklusive Moonwalk und Rückwärtssalto. Damit betrat erstmals ein großer Smartphone-Hersteller die Bühne der Humanoid-Robotik.
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Wann der Roboter in den Verkauf kommt und was er genau kosten wird, verriet Honor nicht. Klar ist aber die strategische Ausrichtung: Anders als viele Konkurrenten, die mit Industrieanwendungen starten, zielt Honor direkt auf den Consumer-Markt. Die Roboter sollen als Einkaufsassistenten, für Arbeitsplatzinspektionen und als eine Form von unterstützender Gesellschaft dienen.
Das Smartphone mit Eigenleben
Parallel zum Roboter zeigte Honor einen funktionierenden Prototypen des „Robot Phone“. Die Innovation: Eine 200-Megapixel-Kamera sitzt auf einem artikulierenden Roboterarm, der aus dem Gehäuse ausfährt. Angetrieben von winzigen Mikromotoren agiert der Arm wie ein ausgeklügeltes Gimbal-System mit vier Freiheitsgraden.
Diese Mechanik verleiht der KI eine physische Präsenz. Die Kamera kann in Video-Calls Gesichtern folgen, auf Nutzerbefehle mit Gesten wie Nicken antworten oder sogar im Takt der Musik „tanzen“. Honor will so die Lücke zwischen Smartphone-Videografie und professioneller Filmkunst schließen. Das Gerät nutzt multimodale Wahrnehmung, verarbeitet also visuelle, akustische und Bewegungsdaten gleichzeitig. Die Markteinführung in China ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.
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Milliarden-Investition in verkörperte KI
Die Neuheiten sind die ersten greifbaren Ergebnisse von Honors „Alpha Plan“. Diese im vergangenen Jahr angekündigte Strategie wird von einer Fünf-Jahres-Investition in Höhe von umgerechnet rund 9,2 Milliarden Euro (10 Milliarden US-Dollar) in KI getragen. Das Ziel: Aus dem Smartphone-Hersteller soll ein führender Ökosystem-Anbieter für intelligente Geräte werden.
Indem Honor seinen Geräten „Hände und Füße“ gibt, setzt es auf eine Zukunft, in der Hardware physisch mit ihrer Umgebung interagiert. Damit positioniert sich das Unternehmen im Wachstumsfeld der „Embodied AI“, wo KI mit physischen Systemen verschmilzt. Diese Strategie könnte Honor einen Frühvorteil im Wettbewerb mit etablierten Smartphone-Rivalen und aufstrebenden Roboterfirmen verschaffen.
Zwischen Zukunftsvision und heutigem Geschäft
Neben den spektakulären Zukunftskonzepten präsentierte Honor in Barcelona auch konkrete Produkte für den heutigen Markt, darunter das besonders dünne Klapphandy Magic V6. Der Konzern verfolgt damit eine Doppelstrategie: Er erforscht radikale Zukunftstechnologien und treibt gleichzeitig die Innovation in seinem Kerngeschäft voran.
Die Einführung des Robot Phone wird zum Lackmustest für die Akzeptanz solch neuartiger Geräte. Der Erfolg wird davon abhängen, ob überzeugende Anwendungsfälle für den Roboterarm gefunden werden – und ob Kunden den voraussichtlich hohen Preis zahlen wollen. Für den Humanoid-Roboter ist der Weg zum Markt noch länger. Sein spektakulärer Auftritt in Barcelona war vor allem eine machtvoll in Szene gesetzte Absichtserklärung. Die Tech-Branche wird genau beobachten, wie sich Honors ambitionierte Vision einer KI-gesteuerten Roboter-Zukunft konkretisiert.
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