HomePod 2 im Praxis-Check: Wie gut ist Apples smarter Smartspeaker wirklich?
08.02.2026 - 13:58:01Wenn der HomePod 2 zum ersten Mal startet, wirkt der Raum plötzlich größer, als er eigentlich ist. Stimmen schweben frei im Raum, Bässe rollen körperlich durch die Ecke, in der der Apple Smartspeaker steht – und man fragt sich automatisch: Reicht mein bisheriger Lautsprecher noch oder ist dieses Upgrade fällig?
Der Apple HomePod 2 will beides sein: ernstzunehmendes Audio-Tool für Musikfans und zentrale Schaltstelle fürs Smart Home. Ob er diesen Spagat schafft und ob sich der Wechsel vom ersten HomePod oder von günstigeren Smartspeakern lohnt, klärt dieser Test.
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Klangarchitektur: Was im Inneren des Apple HomePod 2 arbeitet
Im Inneren des Apple HomePod 2 sitzt ein großer, nach oben gerichteter High-Excursion-Woofer. Er wird von einem Ring aus fünf Hornhochtönern flankiert, die nach unten und zur Seite abstrahlen. Im Vergleich zum ersten HomePod hat Apple hier reduziert – damals waren es sieben Tweeter – und die Klangarchitektur stärker softwareseitig optimiert. Der neue S7-Chip (verwandt mit der Apple Watch) übernimmt das Echtzeit-Processing und passt den Klang permanent an Raum, Lautstärke und Content an.
Stellt man den HomePod 2 an eine Wand, registrieren seine Mikrofone die Reflexionen und formen das Stereobild so, dass Gesang klar aus der Mitte kommt und Effekte breiter wirken. Bei Filmen mit Dolby Atmos über Apple TV 4K entsteht eine kuppelartige Bühne, die man einem so kompakten Smartspeaker nicht sofort zutraut.
3D Audio & Dolby Atmos: Kino aus einem Zylinder
3D Audio ist für Apple längst kein Marketing-Begriff mehr, sondern fester Bestandteil der Plattform. Der HomePod 2 unterstützt Dolby Atmos bei Apple Music und in Verbindung mit einem Apple TV 4K auch bei Filmen und Serien. Gerade in Kombination mit einem zweiten HomePod 2 als Stereo-Paar entsteht eine bemerkenswerte Tiefenstaffelung.
Bei orchestralem Soundtrack trennt der Smartspeaker Streicher, Blech und Percussion sauber, während Bässe körperlich, aber nicht matschig drücken. Der Vorgänger HomePod legte bereits einen starken Fokus auf Räumlichkeit, der neue HomePod 2 wirkt dagegen kontrollierter und etwas neutraler abgestimmt. Wer vom ersten Apple HomePod kommt, bemerkt: weniger Show-Effekt im Oberbass, mehr Präzision im unteren Frequenzkeller.
Bass, Mitten, Höhen: Wie audiophil ist der Apple Smartspeaker?
Der Bass des Apple HomePod 2 kann tief, sehr tief. Bei elektronischer Musik oder Hip-Hop bleibt der Woofer auch bei höheren Pegeln erstaunlich verzerrungsarm. Entscheidend ist dabei das Echtzeit-Monitoring: Mikrofone im Inneren hören mit, registrieren Verzerrungstendenzen und begrenzen den Hub behutsam, statt plump zu limitieren. Ergebnis: kräftiger, aber kontrollierter Druck, der kleine Räume nicht sofort überfrachtet.
Die Mitten sind klar, Stimmen rücken angenehm nach vorne, ohne aggressiv zu werden. Podcasts klingen körperlich und präsenter als auf vielen günstigen Smartspeakern. Die Hochtöner liefern seidige, aber detailreiche Höhen, Becken rauschen nicht scharf, S-Laute fräsen sich nicht ins Ohr. Wer sonst mit klassischen Stereoanlagen hört, merkt natürlich den Unterschied zu guten Regallautsprechern – aber im Segment der Smartspeaker spielt der HomePod 2 akustisch in der Oberliga.
Smart Home & Siri: Wo der HomePod 2 wirklich glänzt
So gut der Klang ist: Ein moderner Apple HomePod 2 muss auch als Smarthome-Zentrale überzeugen. Hier holt Apple deutlich auf. Der HomePod 2 unterstützt Matter und Thread, kann also als Steuerzentrale für kompatible Geräte dienen – herstellerübergreifend, nicht mehr nur im Apple-Kosmos. In der Praxis heißt das: Lampen, Steckdosen, Thermostate und Sensoren lassen sich über den Smartspeaker steuern, auch wenn sie nicht aus dem Apple-Universum stammen, solange sie Matter-fähig sind.
Siri bleibt Geschmackssache, reagiert auf dem HomePod 2 aber spürbar schneller und zuverlässiger als auf älteren Geräten. Sprachbefehle zur Musiksteuerung funktionieren flüssig, Timer, Szenen oder Automationen werden in der Regel ohne Rückfragen umgesetzt. Aussagen wie "Endlich versteht Siri meine deutschen Befehle besser" hört man nicht selten von Nutzerinnen und Nutzern, die vom ersten HomePod oder einem älteren Apple Smartspeaker umsteigen.
Vergleich mit dem ersten HomePod: Upgrade oder Luxus?
Wer bereits einen ersten Apple HomePod besitzt, stellt sich die naheliegende Frage: Lohnt sich der Wechsel auf den HomePod 2? Klanglich fällt der Unterschied nicht wie Tag und Nacht aus, aber er ist da: Der neue Smartspeaker spielt im Bass etwas kontrollierter, wirkt in den Mitten aufgeräumter und baut mit Dolby Atmos Musik eine etwas glaubhaftere Bühne auf. Dazu kommen Matter-Support, der neue Temperatursensor und ein Feuchtigkeitssensor, die im Smart Home neue Automationen erlauben.
Gegenüber dem ursprünglichen Apple Smartspeaker verbessert der HomePod 2 auch die Zukunftssicherheit. Die Integration in die Home-App ist dank HomeKit, Thread und Matter breiter aufgestellt. Wer jedoch mit dem Klang des ersten HomePod zufrieden ist und nur Musik streamt, muss nicht zwangsläufig sofort upgraden. Für neue Nutzer im Apple-Ökosystem ist der HomePod 2 allerdings die klar bessere Wahl.
Alternativen: Sonos, Echo & Co. im Blick
Im direkten Vergleich mit Sonos oder Amazons Echo-Serie wird die strategische Ausrichtung deutlich. Ein Sonos One (oder dessen Nachfolger) klingt für seine Größe sehr gut, ist aber neutraler abgestimmt und stärker auf Multiroom und Plattformoffenheit getrimmt. Der HomePod 2 spielt einen Hauch voluminöser, räumlicher und ist perfekt in Apple Music, Apple TV 4K und AirPlay 2 integriert.
Gegenüber einem Echo Studio punktet der Apple HomePod 2 mit feinerer Hochtonauflösung und homogenerer Stimmwiedergabe, während Amazons Smartspeaker bei Features wie Skills und Drittanbieter-Services flexibler wirkt. Wer tief im Apple-Ökosystem steckt, wird diese Feature-Unterschiede aber selten vermissen – AirPlay, Handoff vom iPhone, Intercom zwischen Räumen und die enge Verzahnung mit Apple-Diensten wie Kalender und Nachrichten sind hier das schlagende Argument.
Bedienung, Design & Alltagstauglichkeit
Optisch bleibt Apple seiner Linie treu: Der HomePod 2 trägt ein dicht gewebtes 3D-Mesh, das den Zylinder nahtlos umspannt. Ob in Weiß oder Mitternacht – der Smartspeaker wirkt eher wie ein Möbelstück als wie Technik. Das Touch-Panel auf der Oberseite zeigt bei Interaktion eine farbige Wellenform, Lautstärke lässt sich intuitiv tippen. Wer einmal die Handoff-Funktion genutzt hat – iPhone kurz an den HomePod 2 halten, und der Song "springt" akustisch vom Telefon auf den Lautsprecher – möchte dieses Detail im Alltag nicht mehr missen.
Im Alltag macht sich die raumfüllende Abstrahlung bemerkbar: Der Sweet Spot ist groß, man muss nicht perfekt mittig sitzen. Für eine Küche oder ein mittelgroßes Wohnzimmer reicht ein einzelner Apple HomePod 2 locker, für Filmfans empfiehlt sich allerdings ein Stereo-Paar vor dem Fernseher in Kombination mit einem Apple TV 4K.
Stärken & Schwächen auf einen Blick
- Stärken: überraschend kräftiger, kontrollierter Bass; sehr weiträumige Wiedergabe mit 3D Audio; tiefe Integration in Apple Music, Apple TV und iOS; Matter- und Thread-Support fürs Smart Home; edles, wohnzimmertaugliches Design.
- Schwächen: optimal nur im Apple-Ökosystem nutzbar; keine klassische Hi-Res-Eingangswelt (kein optischer Eingang, kein Bluetooth-Audio); teurer als viele andere Smartspeaker.
Für wen lohnt sich der HomePod 2?
Wer ein iPhone, vielleicht ein Apple TV 4K und Apple Music nutzt und Wert auf guten Klang legt, ist die Zielgruppe, für die der HomePod 2 entwickelt wurde. In diesem Setup spielt er seine Stärken maximal aus: Musikstreaming per AirPlay, nahtloses Multiroom, Sprachsteuerung über Siri und ein Smart Home, das mit Matter nach vorne offen ist.
Als alleinstehender Smartspeaker macht der Apple HomePod 2 im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder der Küche eine starke Figur. Wer sich ein kompaktes, aber hochklassig klingendes Stereosystem wünscht, ist mit zwei HomePod 2 und einem Apple TV 4K für Filme und Serien sehr gut aufgestellt – gerade in kleineren Wohnungen ersetzt dieses Setup problemlos eine klassische Soundbar plus Subwoofer.
Wenn du bereits tief im Apple-Universum steckst, ist der HomePod 2 weniger ein nettes Gimmick als vielmehr eine logische Erweiterung deines Setups – sowohl klanglich als auch als smarter Knotenpunkt.
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