HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker-Update wirklich?

07.02.2026 - 23:26:05

Der HomePod 2 will als Apple Smartspeaker mit sattem 3D-Sound, cleverem Smart-Home und Matter-Support punkten. Reicht das Upgrade, um sich den Apple HomePod ins Wohnzimmer zu stellen?

Wenn der HomePod 2 das erste Mal den Raum füllt, wirkt er größer, als es seine kompakte Silhouette vermuten lässt. Der neue Apple HomePod wirft Stimmen in den Raum, platziert Streicher körperlich und lässt Bassläufe spürbar, aber kontrolliert vibrieren. Die Frage ist nur: Reicht dieses Update, um den Smartspeaker-Thron im Apple-Kosmos zurückzuerobern?

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Apple positioniert den Apple HomePod traditionell weniger als simplen Bluetooth-Speaker, sondern als akustisches Kontrollzentrum für das vernetzte Zuhause. In der zweiten Generation hat Apple am Innenleben geschraubt: ein hoher, nach oben gerichteter Tieftöner, fünf statt sieben Hornlautsprecher (Tweeter) im Ring, dazu Raumerkennung und 3D-Audio. Gesteuert wird das Ganze vom S7-Chip, den man aus der Apple Watch kennt – ein deutlicher Sprung gegenüber dem ersten HomePod.

Akustisch setzt der HomePod 2 auf eine klare Architektur: Der große High-Excursion-Woofer arbeitet nach oben, während die fünf Hochtöner im Kreis nach außen abstrahlen. Unterstützt von Beamforming-Mikrofonen analysiert das System fortlaufend Wände, Abstände und Reflexionen. So passt der Smartspeaker seinen Klang an, egal ob er frei steht oder halb in ein Regal gezwängt wurde. Im Alltag bedeutet das: deutlich weniger dröhnender Bass und ein stabileres Stereobild, selbst in akustisch schwierigen Räumen.

Der Bass wirkt kräftig, aber nicht „Subwoofer-prollig“. Gerade bei elektronischer Musik drückt er tief, ohne die Mitten zuzukleistern. Stimmen bleiben auch dann noch präsent, wenn der Pegel steigt. Im Vergleich zum ersten Apple HomePod klingt der HomePod 2 etwas weniger aggressiv in den Höhen, dafür erwachsener und ausgeglichener. Die Bühne wirkt breiter, und bei Dolby-Atmos-Tracks entsteht ein überzeugender Schwebe-Effekt – natürlich nie so präzise wie bei einem echten 5.1.2-System, aber erstaunlich immersiv für einen einzelnen Smartspeaker.

Spannend wird es, wenn ein zweiter HomePod 2 dazukommt. Im Stereo-Paar vor dem Fernseher ersetzt das Duo in vielen Wohnzimmern problemlos eine klassische Soundbar. In Kombination mit einem Apple TV 4K verwandelt sich der Apple Smartspeaker in ein fest zugewiesenes TV-Soundsystem: Der Ton bleibt stabil auf den HomePods, selbst wenn du die Quelle am Fernseher wechselst. Dialoge wirken klarer, Effekte haben mehr Raum – und Musik profitiert ebenfalls von der sauber getrennten Stereobasis.

Ein Kernversprechen des Apple HomePod ist die tiefe Einbindung ins Apple-Ökosystem. Der HomePod 2 dient als Home-Hub für HomeKit und unterstützt dank Matter nun auch viele plattformübergreifende Smart-Home-Geräte. Lampen, Steckdosen, Thermostate oder Türschlösser verschiedener Hersteller lassen sich damit in einer einzigen Szene bündeln. In der Praxis heißt das: „Hey Siri, Filmabend“ dimmt das Licht, schließt die Rollos und schaltet den Fernseher ein – ohne App-Hopping.

Siri selbst bleibt Geschmackssache. Sprachbefehle versteht sie auf dem HomePod 2 spürbar zuverlässiger als auf älteren Geräten – auch bei laufender Musik. Timer, Erinnerungen, Nachrichten, Intercom durchs Haus: Das klappt flüssig. Im Vergleich zu Alexa ist Siri im Smart-Home-Bereich durch HomeKit und Matter solide aufgestellt, bei Skills und Drittanbieter-Diensten aber weniger verspielt. Wer bereits tief im Apple-Kosmos steckt, empfindet das eher als wohltuend aufgeräumt als als Einschränkung.

Für Musikfans, die Apple Music nutzen, spielt der Apple HomePod seine größte Stärke aus. Lossless- und 3D-Audio werden nativ unterstützt, Playlists lassen sich per Stimme starten, und über Handoff kannst du den laufenden Song vom iPhone einfach an den HomePod 2 übergeben, indem du das Smartphone kurz in seine Nähe hältst. AirPlay 2 macht den Smartspeaker zum Multiroom-Baustein: In der Küche läuft Podcast, im Wohnzimmer Jazz – synchron und ohne merkliche Latenz.

Im Vergleich zur Konkurrenz wirkt der HomePod 2 fast kompromisslos auf Apple-User zugeschnitten. Ein Echo Studio bietet ähnliche 3D-Audio-Ambitionen und eine offenere Sprachassistenten-Welt, klingt aber weniger balanciert und edel. Googles Nest Audio ist deutlich günstiger, spielt klanglich jedoch in einer anderen Liga. Wer bereit ist, den Preis des HomePod 2 zu zahlen, bekommt dafür einen Smartspeaker, der im Zusammenspiel mit iPhone, iPad, Mac und Apple TV organischer wirkt als jeder Fremdling im System.

Äußerlich geht Apple bewusst auf Nummer sicher: Zylinderform, Stoff-Mesh, dezente Touch-Oberfläche mit farbiger Wellenanimation. Innen sind neue Sensoren hinzugekommen: Ein Temperatursensor und ein Luftfeuchtigkeitssensor, die sich für Automationen nutzen lassen. So wird der Apple HomePod zur stillen Steuerzentrale: Ist es zu warm, fährt die Jalousie herunter oder der Ventilator springt an – ohne, dass du dein iPhone überhaupt in die Hand nimmst.

Natürlich gibt es auch Grenzen. Ohne iPhone oder iPad wirkt der HomePod 2 wie ein Sportwagen ohne Schlüssel. Spotify lässt sich zwar via AirPlay streamen, aber nicht so tief integrieren wie Apple Music. Wer auf Android setzt, sollte eher nicht zum Apple Smartspeaker greifen. Und wer sein Smart Home bisher primär mit Alexa aufgezogen hat, wird einiges neu denken müssen, um den vollen Mehrwert mitzunehmen.

Für Nutzer, die noch den ersten HomePod besitzen, stellt sich die Upgrade-Frage. Klanglich ist der Schritt vom ursprünglichen Modell zum HomePod 2 kein Quantensprung, aber spürbar: homogener, weniger scharf, bessere Raumkorrektur. Wichtiger sind aber die inneren Werte – aktueller Chip, Matter-Support, zusätzliche Sensoren und eine Zukunftsperspektive, die der alte HomePod schlicht nicht mehr bieten kann.

Wer hingegen bisher nur auf kleinere HomePod mini gesetzt hat, erlebt beim großen HomePod 2 ein massives Klang-Upgrade. Wo der Mini charmant ist, wirkt der große Bruder souverän. Mehr Druck untenrum, mehr Luft obenrum, stabilere Bühne – gerade in mittelgroßen bis größeren Räumen lohnt sich der Sprung deutlich.

Unterm Strich zeigt sich: Der HomePod 2 ist kein experimentelles Gadget, sondern ein sehr bewusst geschärftes Werkzeug für Menschen, die ihr Zuhause mit Apple planen. Als TV-Soundlösung zusammen mit Apple TV, als Multiroom-Nabe für Musikliebhaber und als unaufdringliche Smart-Home-Zentrale spielt er seine Stärken voll aus. Wer sich darin wiederfindet, bekommt einen der klangstärksten Smartspeaker seiner Klasse – vorausgesetzt, das eigene digitale Leben dreht sich bereits um Apple.

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