HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker der zweiten Generation wirklich?
19.02.2026 - 06:33:09Der erste Schlag der Bassdrum füllt den Raum, Stimmen schweben klar in der Mitte, nichts dröhnt, nichts zischelt. Genau hier will der Apple HomePod 2 hin: ein Smartspeaker, der nicht nur Musik abspielt, sondern dich akustisch in die Mitte des Geschehens setzt. Die Frage ist: Reicht das Upgrade, um Klangfans und Smart-Home-Nerds gleichermaßen abzuholen?
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Optisch bleibt Apple beim Apple HomePod zurückhaltend: ein kompakter Zylinder mit Stoff-Mesh, wahlweise in Weiß oder Mitternacht. Die leuchtende Touch-Oberfläche oben setzt dezente Akzente, wenn Siri zuhört oder du per Tipp Geste steuerst. Der eigentliche Star sitzt innen: ein großer High-Excursion-Woofer, der nach oben feuert, und ein Ring aus fünf Hochtönern, die den Sound präzise in den Raum streuen. Unterstützt wird das Ganze vom S7-Chip, der nicht nur an die Apple Watch erinnert, sondern für die gesamte Audio-Berechnung zuständig ist.
Während viele Smartspeaker einfach „laut“ können, versucht der Apple HomePod 2, den Raum wirklich zu verstehen. Eingebaute Mikrofone messen permanent die Raumakustik, also Reflexionen von Wänden, Möbeln und Ecken. Auf Basis dieser Daten passt der S7-Chip die Abstrahlung der fünf Tweeter und des Woofers ständig an. Ergebnis: Der Bass drückt überraschend präzise, bleibt kontrolliert und neigt weniger zum Wummern, selbst wenn der HomePod 2 näher an der Wand steht.
Im Vergleich zum ersten HomePod hat Apple die Architektur leicht gestrafft – statt sieben Hochtönern gibt es jetzt fünf. Auf dem Papier klingt das nach einem Downgrade, in der Praxis sorgt die geschicktere Ausrichtung und die Rechenleistung des S7 für eine sehr stabile Stereo-Bühne aus einem einzigen Gerät. Mit Dolby Atmos und 3D Audio spielt der Smartspeaker seine Stärken aus, vor allem mit Apple Music: Atmos-Produktionen bauen eine bemerkenswert breite Bühne, Stimmen stehen sauber im Zentrum, Synth-Flächen schieben sich hörbar in den Raum.
Wer zwei Apple HomePod 2 im Stereo-Paar nutzt, bekommt ein deutlich erwachseneres Setup: Links und rechts entsteht ein echtes Stereobild, der Raum wirkt größer, und der Bass gewinnt an Fundament, ohne an Kontrolle zu verlieren. Für den Fernseher mit Apple TV 4K wird das Duo zum fast schon heimlichen Soundbar-Killer – Dialoge sind klar, Effekte wandern hörbar über den Bildschirm hinaus. Für Heimkino-Freaks ist das kein Ersatz für ein ausgewachsenes Surround-Set, aber als elegante Wohnzimmer-Lösung sehr nah dran.
Spannend ist die Rolle des Apple HomePod 2 als Smart-Home-Zentrale. Er dient als Thread-Border-Router und unterstützt Matter, den neuen Standard, der Geräte verschiedener Hersteller und Plattformen vereinen soll. In der Praxis bedeutet das: kompatible Lampen, Steckdosen oder Sensoren kannst du über die Home-App steuern, auch wenn sie nicht direkt von Apple stammen. Der Lautsprecher fungiert als Home-Hub, hält dein Zuhause erreichbar, wenn du unterwegs bist, und vernetzt smarte Geräte stabil über Thread oder Wi-Fi.
Siri ist natürlich der Dreh- und Angelpunkt. Sprachbefehle wie „Hey Siri, dimm das Licht im Wohnzimmer auf 30 Prozent“ oder „Stell die Temperatur im Schlafzimmer auf 20 Grad“ gehören zum Alltag. Apple hat an der Spracherkennung gefeilt: Die Mikrofone hören dich auch bei mittlerer Lautstärke zuverlässig, und endlich versteht Siri häufiger komplexere Formulierungen – solange du im Apple-Kosmos bleibst. Spotify wirst du weiterhin eher per AirPlay 2 streamen als per nativer Sprachsteuerung bedienen.
Genau hier liegt einer der wichtigsten Punkte: Der HomePod 2 ist gnadenlos Apple-fokussiert. Wer iPhone, iPad, Mac, Apple TV und vielleicht sogar eine Apple Watch nutzt, fühlt sich sofort zu Hause. Handoff von Musik vom iPhone zum Apple HomePod funktioniert nahezu magisch: iPhone kurz an den Speaker halten, und der Track wechselt nahtlos auf den Smartspeaker. Mit HomePod 2 im Zusammenspiel mit Apple TV 4K bekommst du zudem ein sauber integriertes Entertainment-Ökosystem, inklusive ARC-Unterstützung für TV-Ton.
Nutzt du hingegen Android-Smartphones oder verlässt dich stark auf Google Assistant oder Alexa, fühlt sich der Apple HomePod 2 ziemlich abgeschlossen an. Ja, per AirPlay 2 kannst du ihn als hochwertigen Netzwerk-Lautsprecher nutzen, doch ohne tiefere Apple-Integration bleibt das Potenzial deutlich ungenutzt. Gegenüber Alternativen wie Sonos (mit breiter Streaming-Integration) oder Echo-Geräten (mit Alexa-Skills) wirkt der Apple Smartspeaker sehr kuratiert, fast schon hermetisch – für manche komfortabel, für andere einengend.
Klanglich spielt der Smartspeaker in seiner Größenklasse aber ganz vorne mit. Der Bass reicht tiefer, als man es dem kompakten Gehäuse zutrauen würde, und bleibt gleichzeitig straff. Mitten sind präsent, Stimmen wirken körperhaft und nicht „telefonig“. Die Höhen zeichnen Becken und S-Laute fein, ohne scharf zu wirken – ein typischer Apple-Sound, eher auf Langzeithören als auf spektakulären Erst-Eindruck getrimmt. Wer EDM oder Hip-Hop liebt, bekommt ausreichend Druck, wer Jazz, Singer-Songwriter oder Klassik hört, freut sich über eine stabile Bühne und saubere Staffelung.
Im direkten Vergleich zum ersten HomePod ist der Unterschied subtil, aber da. Der neue Apple HomePod 2 klingt etwas aufgeräumter, der Bass wirkt besser gezügelt, die Bühne breiter. Dazu kommen Zusatzfunktionen wie Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren, die sich in Automationen nutzen lassen – etwa: „Wenn die Temperatur im Wohnzimmer über 24 Grad steigt, Lüfter einschalten“. Es sind keine spektakulären Neuerungen, aber sie machen den Smartspeaker im Smart-Home-Alltag flexibler.
Beim Thema Datenschutz folgt Apple seiner bekannten Linie. Sprachaufnahmen werden laut Hersteller standardmäßig nicht mit deiner Apple-ID verknüpft, vieles geschieht direkt auf dem Gerät. Wer sensibel auf Always-On-Mikrofone reagiert, wird den physischen Ausschalter trotzdem vermissen, kann Siri aber in den Einstellungen deaktivieren. Das ist nicht perfekt, aber im Vergleich zu vielen anderen Smartspeakern wirkt der Ansatz etwas transparenter.
Unterm Strich zielt der HomePod 2 klar auf eine bestimmte Zielgruppe: Menschen, die tief im Apple-Ökosystem stecken, Wert auf guten Klang legen und ihr Smart Home über die Home-App organisieren wollen. Für genau diese Nutzer ist der Apple HomePod ein stimmiges Paket aus Design, Soundqualität und Smart-Home-Integration mit Matter- und Thread-Support. Wer vor allem einen günstigen Einstieg in die Smartspeaker-Welt sucht oder maximale Plattform-Offenheit braucht, findet bei Konkurrenzprodukten passendere Optionen.
Wenn du bereits ein iPhone nutzt, vielleicht ein Apple TV 4K am Fernseher hängen hast und Musik hauptsächlich über Apple Music hörst, ist der Apple HomePod 2 eine sehr konsequente Wahl. Als Einzelgerät liefert er erstaunlich erwachsenen Sound, als Stereo-Paar wird er zur wohnzimmertauglichen HiFi-Alternative. Die Mischung aus 3D Audio, kräftigem Woofer, intelligenter Raumkorrektur und Matter-fähigem Smart-Home-Hub macht ihn zu einem der spannendsten Smartspeaker für Apple-Fans – trotz aller bewussten Einschränkungen nach außen.
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