HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples smarter Smartspeaker wirklich?

08.02.2026 - 16:07:50

Der HomePod 2 ist Apples Comeback im Wohnzimmer: kräftiger 3D-Sound, Matter-Support und tiefere Siri-Integration. Lohnt sich der Apple HomePod als Smartspeaker-Upgrade – oder bleibt man besser bei Alternativen?

Wenn der erste Takt eines Tracks den Raum füllt, zeigt der HomePod 2 sofort, wofür Apple ihn gebaut hat: ein kompakter Smartspeaker, der eher nach ausgewachsener HiFi-Anlage klingt. Der Apple HomePod 2 will nicht einfach nur Musik abspielen, sondern dein Wohnzimmer akustisch vermessen und daraus eine Bühne formen. Die Frage ist: Reicht das Update, um vom ersten HomePod oder von anderen Smartspeakern umzusteigen?

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Rein äußerlich bleibt sich der Apple HomePod treu: ein zylindrischer Körper mit nahtlosem Stoff-Mesh, oben die berührungsempfindliche Glasfläche mit animierter Siri-Wolke. Der HomePod 2 wirkt minimalistisch, fast wohnzimmertarnfähig. Unter der Hülle hat Apple aber spürbar nachjustiert – und an manchen Stellen bewusst abgespeckt.

Im Inneren arbeitet ein großer, nach oben gerichteter High-Excursion-Woofer, der für den spürbaren Tiefbass zuständig ist. Darunter sitzt eine Ring-Anordnung aus fünf Hochtönern, jeder mit eigenem Verstärker. Der erste HomePod hatte noch sieben Tweeter, doch der HomePod 2 kompensiert das mit deutlich ausgefeilterer Signalverarbeitung. Der S7-Chip – verwandt mit der Apple Watch – übernimmt die Echtzeit-Analyse des Signals: Er misst über interne Mikrofone den Raum, erkennt Reflektionen und passt die Abstrahlung dynamisch an. Das Ergebnis: erstaunlich präziser, klar umrissener Sound, der sich nicht einfach aus einem Punkt im Raum löst, sondern eine breite, luftige Bühne aufspannt.

Besonders spannend wird es mit 3D-Audio und Dolby Atmos, vor allem in Kombination mit Apple Music. Der HomePod 2 analysiert die Atmos-Spuren und verteilt sie so im Raum, dass Gesang klar zentriert bleibt, während Effekte und Instrumente seitlich und nach „oben“ wandern. Im Alltag bedeutet das: Eine gute Atmos-Produktion wirkt auf dem Apple Smartspeaker deutlich immersiver als auf vielen Stereo-Bluetooth-Boxen. Wer zwei HomePod 2 im Stereo-Verbund einrichtet, bekommt noch einmal eine völlig andere Größenordnung – gerade in mittleren Wohnzimmern entsteht ein Klangfeld, das klassischen Soundbars in der Preisklasse gefährlich nahekommt.

Der Bass ist dabei typisch Apple: kräftig, aber kontrolliert. Der HomePod 2 neigt nicht zum wummernden Loudness-Gewitter, sondern bleibt erstaunlich trocken. Kickdrums haben Punch, ohne das Wohnzimmer zu überfluten. Erst bei sehr hohen Pegeln ist hörbar, dass der DSP eingreift und den Bass zügelt, um Verzerrungen zu vermeiden. Im Vergleich zum ersten HomePod klingt die zweite Generation etwas erwachsener – weniger Show-Bass, mehr Präzision. Wer von einem billigen Kompakt-Speaker kommt, wird die Auflösung im Mittel- und Hochtonbereich ohnehin als massiven Sprung empfinden.

Gegenüber dem ursprünglichen Apple HomePod hat sich auch bei der Raumwahrnehmung etwas getan. Die automatische Raumanpassung arbeitet schneller und unauffälliger. Stellst du den HomePod 2 von einem offenen Sideboard in eine Ecke, braucht er nur wenige Sekunden, um den Klang anzupassen und dröhnige Bässe zu entschärfen. Im Alltag musst du nichts tun: kein Mikrofon-Gewedel, keine App-Kalibrierung – Apple erledigt das im Hintergrund.

Als Smartspeaker lebt der HomePod 2 von Siri – und da wurde tatsächlich nachgebessert. Die Mikrofon-Array-Konfiguration (fünf Mikrofone) hört dich auch bei mittlerer Lautstärke zuverlässig, Sprachbefehle werden spürbar flotter verarbeitet. „Endlich versteht Siri“ ist vielleicht zu viel gesagt, aber im Alltag fühlt sich die Interaktion weniger hakelig an als noch beim ersten HomePod oder frühen HomePod mini-Versionen. Timer, Nachrichten, Smart-Home-Szenen, Intercom-Funktion – das übliche Alltagspaket beherrscht der HomePod 2 souverän.

Der große Unterschied: Mit der zweiten Generation setzt Apple stärker auf das Home-Ökosystem als Schaltzentrale. Der HomePod 2 kann als Thread-Border-Router agieren und unterstützt Matter, den neuen herstellerübergreifenden Smarthome-Standard. Konkret heißt das: Er dient als Steuerzentrale für kompatible Geräte unterschiedlichster Marken – nicht mehr nur für klassische HomeKit-Gadgets. Lampen, Steckdosen, Sensoren, Schlösser: Sobald sie Matter sprechen, können sie über den Apple HomePod angesprochen und automatisiert werden.

Im Alltag macht das den HomePod 2 für Apple-Nutzer deutlich attraktiver: Szenen lassen sich per iPhone, iPad, Mac oder Apple Watch starten, der Smartspeaker macht den Rest. „Hey Siri, Filmabend“ und das Licht dimmt, die Jalousien fahren runter, der Fernseher schaltet auf Apple TV, während der HomePod 2 als Lautsprecher übernimmt. Wer bereits tief im Apple-Ökosystem steckt, bekommt einen sehr nahtlosen Flow, der sich angenehm selbstverständlich anfühlt.

Nüchtern betrachtet ist der HomePod 2 aber auch kompromissbehaftet. Ohne iPhone oder zumindest iPad verliert der Smartspeaker massiv an Reiz – die Einrichtung und viele Komfortfunktionen sind klar auf Apple-Hardware zugeschnitten. Ja, AirPlay 2 erlaubt Streaming auch von anderen Plattformen, und über Dienste wie Spotify (via AirPlay) oder andere Apps lässt sich natürlich Musik zuspielen. Aber die eleganteste Erfahrung bleibt Apple Music, gesteuert mit Apple-Geräten.

Verglichen mit Alternativen wie Sonos One/ Era 100 oder größeren Echo- und Google-Speakern positioniert sich der HomePod 2 sehr selbstbewusst. Klanglich spielt er in der Oberliga der Kompakt-Smartspeaker: Der Bass reicht tiefer als bei vielen Konkurrenten, die Mitten bleiben auch bei höheren Lautstärken stabil und Stimmen haben diese leicht seidige Färbung, die Apple-Produkte oft auszeichnet. Gegen ein ausgewachsenes Stereo-Set mit separatem Subwoofer kann der HomePod 2 naturgemäß nicht bestehen, doch in seiner Klasse wirkt er fast schon überqualifiziert.

Spannend ist der Vergleich zum ursprünglichen HomePod: Wer den ersten Apple Smartspeaker noch besitzt, wird nicht zwangsläufig vom Stuhl fallen, wenn er auf den HomePod 2 wechselt. Die grundsätzliche Klangsignatur bleibt ähnlich, doch Details wie der verbesserte Raumklang bei Atmos, die gesteigerte Effizienz und die Integration in aktuelle Standards wie Matter können das Upgrade rechtfertigen – vor allem, wenn der alte HomePod langsam technische Alterserscheinungen zeigt oder als Stereopaar ergänzt werden soll.

Ein wichtiger Aspekt: Der HomePod 2 dient auch als perfekte Erweiterung für Apple TV 4K. Im Stereo-Paar ersetzt er eine klassische Soundbar erstaunlich gut, solange das Wohnzimmer nicht zu groß ist. Dialoge werden klar aus der Mitte abgebildet, Effekte profitieren von der breiten Bühne, und 3D-Audio sorgt bei passenden Inhalten für ein deutlich eindringlicheres Film-Erlebnis als viele flache TV-Lautsprecher. Gleichzeitig bleibt der Apple HomePod immer auch Musiksystem – ein Knopfdruck, und aus dem Heimkino wird wieder eine audiophile Streaming-Station.

Natürlich gibt es auch Kritikpunkte: Apple erlaubt keine klassische Line-In-Verbindung, kein Bluetooth-Audio im herkömmlichen Sinn und keine tiefgehende manuelle Klangregelung. Wer gerne an Equalizern schraubt oder Geräte wild kombiniert, wird vom eher geschlossenen Ansatz irritiert sein. Hier betreibt Apple bewusst Kuratierung: weniger Optionen, dafür eine kontrollierte, aufeinander abgestimmte Erfahrung. Man muss dieses Konzept mögen.

Am Ende stellt sich die Frage: Für wen lohnt sich der HomePod 2 wirklich? Die ehrliche Antwort: für Menschen, die bereits im Apple-Kosmos leben – iPhone, vielleicht ein MacBook, Apple TV, idealerweise Apple Music. In diesem Umfeld spielt der Smartspeaker seine Stärken voll aus: exzellenter Klang für die Größe, reibungslose Multiroom-Funktion über AirPlay 2, tiefe Integration in Home und Matter für Smarthome-Fans. Wer dagegen überwiegend mit Android unterwegs ist, bekommt zwar weiterhin einen sehr guten Lautsprecher, verzichtet aber auf einen Großteil des Komforts.

Wer einen HomePod mini besitzt und sich fragt, ob der Sprung zum HomePod 2 gerechtfertigt ist: klanglich absolut. Der große Woofer, die differenziertere Höhenabstrahlung und die bessere Basskontrolle machen aus dem HomePod 2 eine ganz andere Liga. Der Mini eignet sich hervorragend für Küche, Bad oder Nebenräume; der HomePod 2 gehört ins Wohnzimmer, ins Arbeitszimmer oder überall dorthin, wo Musik nicht nur Hintergrundrauschen sein soll.

Unterm Strich ist der HomePod 2 ein sehr konsequentes Apple-Produkt: klangstark, elegant, technisch clever – aber mit klaren Grenzen für alle, die sich außerhalb des Ökosystems bewegen. Wer sich damit anfreunden kann, bekommt einen der musikalischsten Smartspeaker am Markt, der sich nicht wie ein Gadget, sondern wie ein ernstzunehmendes Audio-Produkt anfühlt.

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