HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples neuer Smartspeaker wirklich?
07.02.2026 - 01:38:59Wenn der Apple HomePod 2 den Raum füllt, wirkt Musik plötzlich größer als das Gehäuse. Stimmen schweben frei im Raum, der Bass setzt kontrollierte Druckwellen, ohne die Nachbarn sofort zu verärgern. Der HomePod 2 ist Apples Versuch, den audiophilen Smartspeaker endlich alltagstauglich zu machen – und die Frage ist: Reicht das für ein echtes Upgrade?
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Optisch bleibt Apple beim vertrauten Zylinder-Design mit textiler Akustikbespannung. Der Apple HomePod wirkt weniger wie ein Gadget und mehr wie ein bewusst gesetztes Möbelstück. Die neue, halbtransparente Touch-Oberfläche leuchtet bei Siri-Anfragen großzügiger auf – ein kleines Detail, das dem Smartspeaker etwas mehr „magischen“ Apple-Charakter verleiht.
Spannend wird es im Inneren: Ein High-Excursion-Woofer sitzt zentral im Gehäuse, angetrieben von einem kräftigen Verstärker. Fünf Horn-Hochtöner sind im unteren Bereich kreisförmig angeordnet und feuern seitlich in den Raum. Apple hat beim HomePod 2 die Zahl der Tweeter zwar im Vergleich zum ersten Modell reduziert, setzt aber auf cleverere Signalverarbeitung. Der S7-Chip, bekannt aus der Apple Watch, übernimmt die Audio-Berechnung und passt den Klang in Echtzeit an.
Diese Kombination sorgt für eine erstaunlich breite Klangbühne: Der Woofer liefert ein tiefes, aber straffes Fundament, das vor allem bei elektronischer Musik und Film-Soundtracks Spaß macht. Der Bass drückt überraschend präzise, ohne den Rest zu verschmieren. Gleichzeitig zeichnen die Hochtöner filigrane Details – Becken, Hallfahnen, Atemgeräusche – gut hörbar nach. Gerade im Sweet Spot wirkt der Apple HomePod fast wie ein deutlich größeres Stereo-System.
Herzstück der Magie ist die Raumakustik-Erkennung. Über integrierte Mikrofone misst der HomePod 2, wie nah er an Wänden steht und wie der Raum reflektiert. Der Lautsprecher passt daraufhin seine Abstrahlung und den Frequenzgang an. In der Praxis heißt das: Selbst wenn der Smartspeaker recht nah an einer Wand oder in einer Ecke steht, bleibt der Bass kontrollierter als bei vielen Konkurrenz-Speakern. Wer einen zweiten Apple Smartspeaker derselben Generation hinzufügt, bekommt echtes Stereo-Pairing – mit deutlich besserer Ortung von Instrumenten und Stimmen.
Einen seiner größten Trümpfe spielt der HomePod 2 bei 3D Audio aus: Mit Apple Music und Dolby Atmos-Material entfaltet sich ein sehr immersiver Klangraum. Stimmen stehen klar im Zentrum, während Effekte oder Streicherflächen gefühlt um den Hörplatz herumwandern. Natürlich ist das kein Ersatz für ein vollständiges Surround-Setup, aber für ein einzelnes Gerät (oder ein Stereo-Paar) liefert der Apple HomePod hier ein hörbar dreidimensionaleres Erlebnis als klassische Mono-Soundbars.
Im Vergleich zum ersten HomePod ist der Unterschied subtil, aber spürbar: Der neue HomePod 2 klingt etwas ausgewogener, die Höhen sind weniger scharf, der Bass etwas trockener. Vor allem bei leiser bis mittlerer Lautstärke wirkt die Abstimmung reifer. Wer bereits zwei alte HomePods als Stereo-Paar besitzt, erlebt kein radikales Upgrade – aber wer vom Mini oder von Drittanbieter-Speakern kommt, hört den Qualitätssprung klar.
Auf der Smart-Home-Seite setzt Apple stärker denn je auf Integration. Der Apple Smartspeaker dient als Thread-Border-Router und als Home-Hub für HomeKit – und dank Matter-Support öffnet er sich endlich auch stärker zu Geräten außerhalb der klassischen Apple-Blase. Lampen, Thermostate, Steckdosen: Wenn sie Matter unterstützen, lassen sie sich über den HomePod 2 zentral steuern, ohne wildes App-Chaos.
Siri bleibt Geschmackssache, hat aber aufgeholt. Sprachbefehle werden schneller verarbeitet, und der HomePod 2 versteht auch aus einigen Metern Entfernung noch klar gesprochene Kommandos – selbst bei mittlerer Lautstärke. Komplexe Routinen, etwa „Filmabend“ mit Lichtdimmung, TV-Steuerung und Musik, lassen sich über die Home-App definieren und dann mit einem einzigen Sprachbefehl starten. Endlich versteht Siri Szenarien im Smart Home besser, auch wenn der Assistent nicht an die Flexibilität von Alexa-Skills heranreicht.
Typisch Apple ist die enge Bindung ans Ökosystem. Wer ein iPhone, iPad, Apple TV 4K oder einen Mac nutzt, profitiert deutlich stärker: Handoff erlaubt es, Musik nahtlos vom iPhone auf den Apple HomePod zu schieben, indem du das Smartphone einfach an den Smartspeaker hältst. Apple TV 4K macht den HomePod 2 auf Wunsch zum zentralen TV-Speaker – ein Stereo-Paar ersetzt dann de facto eine schlanke Soundbar mit deutlicher Sprachverständlichkeit und kräftigem Bass.
Gleichzeitig ist diese Ökosystem-Strategie die größte Einschränkung. Wer primär Android nutzt oder Spotify als Hauptdienst verwendet, stößt schnell an Grenzen. Zwar lassen sich Inhalte via AirPlay 2 auch von anderen Geräten zuspielen, aber die tief integrierte Steuerung und der volle Komfort sind klar auf Apple Music und iOS-Welt zugeschnitten. In dieser Konstellation spielt der HomePod 2 seine Stärken aus, außerhalb davon wirkt er fast bewusst limitiert.
Im Marktumfeld positioniert sich der Apple Smartspeaker spannend: Gegen einen Sonos Era 100 oder Era 300 wirkt der HomePod 2 klanglich absolut konkurrenzfähig, teilweise sogar überlegen in der Basskontrolle und Räumlichkeit, wenn Atmos-Material läuft. Gegen Amazon Echo Studio punktet Apple mit feinerer Abstimmung und besserer Integration ins eigene Ökosystem, verzichtet aber bewusst auf den offenen Skill-Kosmos von Alexa. Wer vor allem Sound und Apple-Komfort will, findet hier ein sehr eigenständiges Angebot.
Der Energieverbrauch wurde ebenfalls optimiert. Im Standby zieht der HomePod 2 nur wenig Leistung, bei normaler Beschallung bleibt der Verbrauch für einen Smartspeaker dieser Größe im Rahmen. In Kombination mit dem robusten Gehäuse und der mittlerweile länger gepflegten Software-Plattform wirkt das Konzept auf Langlebigkeit ausgelegt – ein Punkt, der angesichts des Preises nicht unerheblich ist.
Unterm Strich ist der Apple HomePod in der zweiten Generation vor allem eines: ein bewusstes Statement für Nutzer, die Klangqualität und Smart-Home-Steuerung im Apple-Universum vereinen wollen. Der HomePod 2 klingt souverän, füllt Räume beeindruckend und wird mit einem zweiten Gerät zum ernstzunehmenden TV- und Musik-Setup. Wer komplett außerhalb von Apple unterwegs ist, findet anderswo flexiblere Lösungen – wer aber tief im Apple-Kosmos steckt, bekommt hier einen der klangstärksten Smartspeaker am Markt.
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