HomePod 2, Apple Smartspeaker

HomePod 2 im ausführlichen Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker wirklich?

03.04.2026 - 06:33:02 | ad-hoc-news.de

Der HomePod 2 will mehr sein als ein smarter Lautsprecher: raumfüllender Sound, tiefes Bassfundament, 3D Audio und nahtlose Siri-Steuerung fürs Apple-Ökosystem. Lohnt sich das Upgrade für audiophile Apple-Fans?

HomePod 2 im ausführlichen Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker wirklich? - Foto: über ad-hoc-news.de

Wenn der Bass einsetzt und der Raum fast unmerklich größer wirkt, zeigt sich, was der Apple HomePod 2 wirklich kann. Der kompakte Smartspeaker zeichnet Klangräume mit einer Selbstverständlichkeit, die man in dieser Größe selten hört. Der HomePod 2 will nicht nur Musik abspielen, er will eine Bühne aufbauen – mitten im Wohnzimmer, in der Küche oder neben dem Fernseher.

Genau hier setzt die Frage an: Ist der Apple HomePod 2 das Upgrade wert – gegenüber älteren Modellen, kleineren Speakern wie dem HomePod mini oder klassischen Bluetooth-Lautsprechern? Vor allem dann, wenn man bereits tief im Apple-Universum steckt und mehr erwartet als einen netten Hintergrundbeschaller.

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Der Apple HomePod 2 knüpft optisch fast nahtlos an den ersten großen HomePod an: zylindrische Form, stoffummanteltes Gehäuse, oben das leuchtende Touchfeld. Unter der Haube hat Apple allerdings einiges neu sortiert. Der Smartspeaker setzt auf eine Kombination aus leistungsstarkem High-Excursion-Woofer, fünf Hochtönern in Ringanordnung und einem S7-Chip, der mancher Apple Watch vertraut ist. Diese Mischung sorgt dafür, dass der HomePod 2 nicht nur laut, sondern vor allem kontrolliert und räumlich klingt.

Der High-Excursion-Woofer arbeitet mit einer erstaunlich großen Membranauslenkung für diese Gehäusegröße. Die Folge: Tieffrequente Inhalte wirken druckvoll und körperhaft, ohne in wummernde Unschärfe abzurutschen – vorausgesetzt, der HomePod 2 hat etwas Luft um sich herum. Gerade bei elektronischer Musik, Hip-Hop oder orchestralen Scores liefert er ein Fundament, das eher an deutlich größere Lautsprecher erinnert. Der Bass drückt nicht stumpf, er atmet. Ein Kickdrum-Schlag kommt schnell, bleibt nicht stehen, fällt wieder ab – genau das, was man sich von einem modernen Smartspeaker in dieser Preisklasse wünscht.

Um diesen Bass sauber zu kontrollieren, setzt Apple auf eine fortschrittliche Echtzeit-Raumerkennung. Mithilfe von integrierten Mikrofonen horcht der Apple HomePod 2 in den Raum, erkennt Reflexionen von Wänden, Möbeln oder Nischen und passt seinen Klang laufend an. Stellst du ihn auf ein Sideboard nah an der Wand, zieht er die tiefsten Frequenzen etwas zurück, um Dröhnen zu vermeiden. Steht er freier, lässt er mehr Fundament zu. Dieses adaptive Tuning passiert im Hintergrund – unhörbar, aber mit hörbarem Effekt.

Die fünf Hochtöner sitzen ringförmig im unteren Bereich und feuern leicht angewinkelt nach außen. Dadurch entsteht eine 360-Grad-Abstrahlung, die vor allem in kleineren bis mittelgroßen Räumen ihren Charme ausspielt. Statt einen sweet spot zu erzwingen, füllt der HomePod 2 den Raum gleichmäßiger, ohne dass man exakt mittig sitzen muss. Stimmen bleiben zentriert und klar, während Instrumente sich angenehm um sie herum verteilen. Der Smartspeaker klingt also nicht nur laut, sondern auch breit und körperlich.

Besonders spannend wird es, wenn Inhalte mit Dolby Atmos oder 3D Audio ins Spiel kommen. In Verbindung mit Apple Music lassen sich auf dem Apple HomePod 2 zahlreiche Alben in 3D Audio wiedergeben. Das Ergebnis ist nicht immer „echtes“ Surround-Feeling, aber oft eine beeindruckende akustische Bühne. Gitarren erscheinen plötzlich etwas weiter außen, Hallräume öffnen sich, und Vocals scheinen sich leicht vom Lautsprecher zu lösen. Bei gelungen abgemischten Atmos-Tracks kommt zeitweise das Gefühl auf, die Musik stünde wie ein akustischer Halo im Raum.

Das Herz dieser Kunststücke ist der Apple S7 Chip. Er ermöglicht komplexe Signalverarbeitung in Echtzeit: die Auswertung der Rauminformationen, das Beamforming der Hochtöner, die Basskontrolle, sowie das dynamische Anpassen an Lautstärke und Inhalt. Bei leiser Hintergrundmusik hält der HomePod 2 Stimmen cremig und präsent. Drehst du auf, baut er mehr Breite und Punch auf, ohne in harsche Höhen zu kippen. Die Elektronik denkt mit – und das spürt man bei längeren Hörsessions sehr deutlich.

Im Vergleich zum ersten großen HomePod ist die generelle Klangsignatur vertraut, aber geschliffener. Der ursprüngliche HomePod war für viele Ohren potent im Bass, manchmal grenzwertig im Oberbassbereich, je nach Raum und Aufstellung. Der Apple HomePod 2 wirkt kontrollierter, etwas aufgeräumter in den unteren Mitten und besser balanciert in der oberen Präsenz. Das führt dazu, dass Stimmen ein Stück natürlicher klingen und länger ermüdungsfrei gehört werden können, gerade bei Podcasts oder Hörbüchern.

Auch gegen den HomePod mini setzt sich der HomePod 2 klar ab. Der mini ist praktisch, kompakt, und für Küche oder Schlafzimmer absolut ausreichend. Wer aber Wert auf ernsthafte Musikwiedergabe legt, kommt an der größeren Membranfläche und der anspruchsvolleren Architektur des Apple HomePod 2 nicht vorbei. Der Unterschied im Bassbereich ist drastisch, aber auch darüber hinaus hört man mehr Detail, mehr Luft, mehr Raumtiefe. Der Smartspeaker spielt schlicht eine Liga höher.

Im Marktumfeld trifft der Apple HomePod 2 auf Konkurrenten wie Sonos One, Sonos Era 100 oder diverse Premium-Modelle von Amazon Echo und Google Nest. Gegenüber einem Sonos One überzeugt der Apple HomePod 2 mit stärker integriertem 3D Audio im Apple-Ökosystem und einer besonders einfachen Einrichtung, sofern iPhone oder iPad im Spiel sind. Sonos punktet wiederum bei plattformübergreifenden Streamingdiensten und einem sehr ausgereiften Multiroom-System. Amazon Echo-Modelle bieten häufig mehr offene Skills und Drittanbieter-Integrationen, wirken aber nicht so nahtlos in das Apple-Universum eingebunden. Am Ende spricht der HomePod 2 vor allem eine Zielgruppe an: Menschen, die ohnehin zwischen iPhone, iPad, Mac und Apple TV pendeln.

Siri ist auf dem Apple HomePod 2 die zentrale Schaltstelle. Sprachbefehle wie „Hey Siri, spiel die neue Playlist von …“ werden in den meisten Fällen schnell und korrekt umgesetzt – vorausgesetzt, man spricht halbwegs deutlich und hat einen stabilen Internetzugang. Der Befehl „Hey Siri, lauter“ oder „Hey Siri, leiser“ regelt die Lautstärke musikalisch nachvollziehbar. Praktisch: Über Siri lassen sich auch Intercom-Nachrichten in andere Räume schicken, in denen ein weiterer HomePod oder ein HomePod mini steht – ein Hausdurchsagesystem für den Alltag.

Die Spracherkennung hat Apple im Laufe der Zeit verfeinert. Der Apple HomePod 2 versteht Befehle nun zuverlässiger auch dann, wenn Musik bereits in gehobener Lautstärke läuft. Die Mikrofone separieren die Stimme bemerkenswert gut vom Hintergrundgeschehen. Natürlich gibt es Aussetzer – stark hallende Räume, mehrere Personen, die durcheinander sprechen. Doch insgesamt wirkt Siri auf dem HomePod 2 erwachsener als noch zur Zeit des ersten Modells. Sprachdialoge fühlen sich natürlicher an, auch wenn der Assistent bei komplexen Wissensfragen weiterhin nicht an Googles Informationsbreite heranreicht.

Ein großer Pluspunkt ist die Smart-Home-Integration, allen voran durch Matter-Support und Thread-Unterstützung. Der Apple HomePod 2 kann als Matter-Controller dienen und damit Geräte verschiedener Hersteller in ein gemeinsames System einbinden – unabhängig davon, ob sie ursprünglich eher für Alexa, Google Assistant oder HomeKit konzipiert waren. In der Praxis funktioniert das besonders gut mit Lampen, Steckdosen, Sensoren und Thermostaten, die das Matter-Logo tragen. Die Steuerung läuft dann zentral über die Apple Home App, wobei der HomePod 2 als intelligenter Knotenpunkt fungiert.

Dank Thread kann der Apple HomePod 2 auch als Router in einem energieeffizienten Mesh-Netzwerk für kompatible Smart-Home-Geräte dienen. Das sorgt für schnellere Reaktionen und stabilere Verbindungen, vor allem wenn viele Geräte in verschiedenen Räumen verteilt sind. In der Realität heißt das: Das Flurlicht geht ohne Verzögerung an, der Heizkörperregler reagiert zügig, und Sensorwerte werden flott aktualisiert. Der Smartspeaker ist damit nicht nur Klangquelle, sondern auch Infrastrukturgerät für das Zuhause.

Wer bereits ein Apple TV 4K besitzt, kann den Apple HomePod 2 noch enger einbinden – als Lautsprecher fürs Heimkino. Ein einzelner HomePod 2 vor dem Fernseher verbessert den Klang gegenüber TV-internen Speakern deutlich: Stimmen werden klar verständlich, Film-Scores entfalten mehr Tiefe und Effekte wirken prägnanter. Richtig interessant wird es aber, wenn zwei Apple HomePod 2 als Stereo-Paar zum Einsatz kommen.

Im Stereobetrieb baut das Duo eine breite, verblüffend stabile Bühne rund um den Bildschirm. Die Abstimmung von Dialogen, Effekten und Musik wirkt aus einem Guss, insbesondere wenn Inhalte in Dolby Atmos vorliegen. Natürlich ersetzt das keine dedizierte Surround-Anlage mit Rear-Speakern und Subwoofer, doch für viele Wohnzimmer dürfte diese Konstellation der Sweet Spot aus Einfachheit, Design und Klang sein. Das Koppeln der beiden HomePod 2 erfolgt komfortabel über das iPhone – wenige Schritte, und das System steht.

Auch als Multiroom-Baustein macht der Apple HomePod 2 eine gute Figur. Über AirPlay 2 werden mehrere Lautsprecher synchron bespielt – egal ob es zwei HomePods im Wohnzimmer, ein HomePod mini in der Küche und ein kompatibler Lautsprecher im Bad sind. Die zeitliche Abstimmung der Streams klappt beeindruckend präzise, sodass man sich durch die Wohnung bewegen kann, ohne dass der Beat auseinanderläuft. Wer gerne Haushaltsarbeiten mit Soundtrack versieht, wird diese Funktion schnell nicht mehr missen wollen.

Bedient wird der Apple HomePod 2 in erster Linie per Sprache, aber auch das Touchfeld auf der Oberseite spielt eine wichtige Rolle. Ein Tipp in die Mitte startet oder stoppt die Wiedergabe, ein längerer Druck aktiviert Siri manuell. Plus- und Minus-Symbole regeln die Lautstärke Schritt für Schritt. Das Touchfeld leuchtet während der Wiedergabe dezent, bei Siri-Anfragen zeigt es die typische pulsierende Animation. Das ist nicht nur funktional, sondern setzt auch einen leichten futuristischen Akzent im Raum.

Design ist bei Apple nie Nebensache. Der Apple HomePod 2 fügt sich mit seinem textilummantelten Gehäuse in viele Wohnstile ein. Er wirkt nicht wie ein IT-Gerät, sondern eher wie ein kleines Objekt zwischen Interior-Accessoire und Technik. Die abgerundeten Kanten und die fein strukturierte Mesh-Oberfläche sorgen für eine zurückhaltende, aber hochwertige Präsenz. Farblich stehen üblicherweise Varianten wie Mitternacht (ein tiefes Dunkelblau/Schwarz) und Weiß zur Wahl. Die dunkle Version verschwindet visuell leichter, die helle setzt eher einen Akzent.

Neben der Optik spielen praktische Faktoren eine Rolle: Das Netzkabel ist in der jeweiligen Gehäusefarbe gehalten, was für ein homogenes Gesamtbild sorgt. Die Standfläche ist gummiert, sodass der Apple HomePod 2 sicher auf Möbeln steht und nicht verrutscht, auch wenn er bei höheren Pegeln ordentlich arbeitet. Auf sehr empfindlichen Holzoberflächen kann es je nach Finish zu leichten Abdrücken kommen – ein Thema, das schon beim Vorgänger diskutiert wurde. Eine dünne Unterlage oder ein kleines Pad kann hier vorbeugen, ohne das Klangbild nennenswert zu beeinflussen.

Die Einrichtung ist klassisch Apple: Netzstecker in die Steckdose, iPhone oder iPad in die Nähe halten, der Rest passiert fast von allein. Ein Popup-Fenster führt durch Sprachwahl, Raumzuordnung und die Verbindung zum eigenen Apple-Account. Innerhalb weniger Minuten ist der Apple HomePod 2 in der Apple Home App sichtbar, über die sich auch weitere Einstellungen vornehmen lassen – vom automatischen Software-Update bis zu den bevorzugten Streamingdiensten.

Der HomePod 2 ist klar auf das Apple-Ökosystem zugeschnitten. Apple Music ist logisch die erste Wahl, wenn es um nahtlose Integration, 3D Audio und Siri-Bedienung geht. Zwar lassen sich auch andere Dienste wie Spotify via AirPlay streamen, doch die tiefste Integration bleibt Apple Music vorbehalten. Wer ohnehin mit iPhone und Apple Watch lebt und vielleicht noch ein Apple TV im Wohnzimmer betreibt, findet im Apple HomePod 2 ein Gerät, das sich in diesen Alltag fast friktionslos einfügt.

Gegenüber der Konkurrenz von Sonos, Amazon oder Google bedeutet das: weniger Offenheit, dafür mehr Perfektion im eigenen Kosmos. Wer Android nutzt oder plattformunabhängig agieren möchte, wird an vielen Stellen an Grenzen stoßen. Ein Amazon Echo integriert sich zum Beispiel leichter mit Alexa-Skills, ein Google Nest Audio profitiert von der Google-Suche. Der Apple HomePod 2 dagegen überzeugt, wenn man HomeKit beziehungsweise die Home App als zentrales Smart-Home-Gehirn nutzt. Matter mildert die Insellage, hebt sie aber nicht vollständig auf.

In Sachen Performance punktet der Apple HomePod 2 mit schneller Reaktionszeit auf Sprachbefehle und stabiler Wiedergabe, selbst bei hochauflösenden Streams. Die WLAN-Verbindung sollte idealerweise über ein stabiles 5-GHz-Netz laufen, damit Atmos-Inhalte ohne Aussetzer ankommen. In normalen Haushalten mit halbwegs aktuellem Router stellt das selten ein Problem dar. Stromsparfunktionen sorgen dafür, dass der Smartspeaker im Leerlauf nicht exzessiv Energie verbraucht, aber immer „wach“ genug bleibt, um auf das Aktivierungswort zu reagieren.

Eine häufige Frage ist, ob sich das Upgrade vom ersten großen HomePod auf den Apple HomePod 2 lohnt. Wer zwei alte HomePods bereits als Stereo-Paar betreibt und zufrieden ist, wird keinen Quantensprung erleben, aber durchaus eine Verfeinerung. Der neue Smartspeaker bietet ein etwas klareres Mittenbild, effizientere Signalverarbeitung, Matter-Support und generell die Perspektive längerer Software-Unterstützung. Wer nur einen alten HomePod besitzt und jetzt auf ein Paar wechseln will, sollte aus Gründen der Symmetrie aber eher zwei identische Modelle kombinieren, da Apple die Stereo-Kopplung nicht zwischen verschiedenen HomePod-Generationen vorsieht.

Im Vergleich zum HomePod mini fällt die Abgrenzung deutlicher aus. Der mini ist prädestiniert für Nebenräume, als Weckerersatz oder für kurze Hörsessions. Der Apple HomePod 2 ist dagegen das System für bewusstes Hören, für Abende auf dem Sofa, für Filme und Serien. Wer Musik liebt, wird den klanglichen Abstand zwischen den beiden Modellen sofort wahrnehmen. Der HomePod 2 spielt tiefer, breiter, differenzierter – und rechtfertigt damit seinen höheren Preis für alle, die Klangprioritäten setzen.

Aber wie audiophil ist der Apple HomePod 2 wirklich? In der Summe seiner Eigenschaften wirkt er wie ein durchdachter Kompromiss zwischen High-End-Ambition und Alltagspraktikabilität. Er erreicht nicht die analytische Präzision eines dedizierten HiFi-Setups mit separatem Verstärker und hochwertigen Regallautsprechern, dafür bietet er eine Kompaktheit und Intelligenz, die klassische HiFi-Ketten niemals hatten. Die Fähigkeit, sich an den Raum anzupassen, mehrere Rollen (Musik, Smart Home, TV-Sound) zu übernehmen und sich mit einem Fingerzeig oder einem Satz steuern zu lassen, macht seinen Reiz aus.

Bei akustischen Aufnahmen zeichnet der Apple HomePod 2 Stimmen mit angenehmer Wärme und guter Artikulation. Gitarren schimmern mit feinen Obertönen, ohne ins Scharfe zu driften. Jazz-Trios profitieren von der breiten Bühne: Schlagzeug verteilt sich nachvollziehbar, der Bass steht stabil, das Piano schwebt dazwischen. Rock und Pop kommen mit spürbarem Drive, elektronische Musik mit ordentlich Punch. Wer Dubstep oder moderne Club-Tracks bevorzugt, wird den Bassumfang zu schätzen wissen – gerade in kleineren Räumen macht sich das physisch bemerkbar.

Gleichzeitig wahrt der Apple HomePod 2 eine gewisse Zurückhaltung in den obersten Höhen. Er klingt nicht analytisch-brillant wie manch Studiomonitor, sondern eher musikalisch-rund. Für lange Sessions ist das ideal, wer aber knallharte Transparenz für das Abmischen von Tracks sucht, wird weiterhin auf dedizierte Studiohardware setzen. Der HomePod 2 ist ein Genuss-Hörer, kein Mikroskop.

Ein Punkt, der in der Praxis auffällt: Der Sweet Spot im Klang bleibt auch bei Raumkorrektur vorhanden, aber er ist deutlich breiter als bei typischen Stereolautsprechern, die frontal abstrahlen. Man kann sich im Raum bewegen, kochen, aufräumen, und die Musik bleibt stimmig, ohne dass sich das Klangbild dramatisch verschiebt. Das ist exakt der Alltag, den viele User haben – und genau hier spielt der Apple HomePod 2 seine Stärken aus.

Bei allem Lob gibt es auch Grenzen und Kritikpunkte. Der Apple HomePod 2 ist kein Alleskönner für jedes Ökosystem. Wer ausschließlich Spotify nutzt und keine Lust auf AirPlay hat, wird sich unter Umständen eingeschränkt fühlen, weil Siri mit Spotify nicht in dem Maß verzahnt ist wie mit Apple Music. Auch Nutzer, die intensiv auf Android setzen, finden in Sonos oder Alexa-Speakern oft die flexiblere Lösung.

Dazu kommt: Der Preis positioniert den Apple HomePod 2 klar im Premiumsegment des Smartspeaker-Markts. Für ein ähnliches Budget lassen sich zwei bis drei kleinere Speaker anderer Hersteller kaufen oder erste Schritte in Richtung klassischer Stereoanlagen machen. Der Mehrwert des HomePod 2 entfaltet sich also nur dann, wenn man seine besonderen Stärken – Integration, Design, Smart-Home-Funktionalität und 3D Audio – auch wirklich nutzt.

Datenschutz ist ein weiterer Aspekt. Apple betont traditionell, dass Haushaltsdaten, Raumscans und Sprachbefehle möglichst datensparsam und verschlüsselt verarbeitet werden. Ein großer Teil der Intelligenz läuft lokal auf dem Gerät, sensible Informationen werden nicht ungebremst in die Cloud geschoben. Für viele Nutzer ist genau das ein Argument, einen Apple HomePod 2 einem anderen Smartspeaker vorzuziehen. Wer allerdings generell mit der Idee eines dauerhaft lauschenden Mikrofons im Raum fremdelt, wird auch hier nicht komplett beruhigt.

Spannend ist der Blick in die Zukunft: Der Apple HomePod 2 ist mit Blick auf Smart Home und Matter so konzipiert, dass er nicht nur ein Lautsprecher für heute, sondern eine Steuerzentrale für die nächsten Jahre ist. Mit jedem Firmware-Update kann Apple neue Funktionen freischalten, weitere Automationen erlauben oder die Klangabstimmung verfeinern. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Apple durchaus bereit ist, Smartspeaker nachträglich noch spürbar aufzuwerten – und genau davon dürfte der HomePod 2 profitieren.

Für wen lohnt sich der Apple HomePod 2 also konkret? Er ist ideal für Nutzerinnen und Nutzer, die:

  • bereits tief im Apple-Ökosystem verankert sind (iPhone, iPad, Mac, Apple TV, Apple Music),
  • einen Smartspeaker mit echter Klangqualität jenseits von Küchenradio-Niveau wollen,
  • ihr Zuhause mit HomeKit und Matter-Geräten steuern oder ausbauen möchten,
  • Wert auf dezentes, hochwertiges Design legen, das ins Wohnumfeld passt,
  • eine unkomplizierte Lösung für TV-Sound und Musik aus einem Guss suchen – idealerweise mit zwei HomePod 2 im Stereoverbund.

Wen spricht der Apple HomePod 2 weniger an? Wer überwiegend in der Android-Welt lebt, stark auf offene Voice-Assistenten mit vielen Skills setzt oder absolute Systemneutralität wünscht, trifft mit Alternativen von Sonos, Amazon oder Google möglicherweise die passendere Wahl. Und wer audiophil bis ins letzte Detail ist, sich mit Raumakustik beschäftigt und bereit ist, einzelne Komponenten zu kombinieren, wird eine klassische HiFi-Kette trotz aller Intelligenz des HomePod 2 weiterhin im Vorteil sehen – zumindest, was die maximale Klanggrenze angeht.

Im Alltag aber ist der Apple HomePod 2 ein erstaunlich souveräner Begleiter: Er weckt morgens mit warmem Sound, liest Nachrichten vor, schaltet das Licht, füllt den Abend mit Playlists und taugt gleichzeitig als solide Filmton-Lösung. Die Übergänge zwischen diesen Rollen sind fließend. Nichts wirkt gebastelt, alles greift sauber ineinander, solange man im Apple-Kosmos bleibt.

Unterm Strich ist der Apple HomePod 2 ein Smartspeaker für Menschen, die Klang ernst nehmen, aber keine Lust auf Technik-Baustellen haben. Er reduziert das komplexe Thema Audio und Smart Home auf wenige, intuitive Interaktionen – ein Satz zu Siri hier, ein Tap auf das Touchfeld dort. Der Rest verschwindet elegant im Hintergrund.

Wer bereit ist, den Preis zu zahlen und Apple ohnehin in der Tasche trägt, bekommt mit dem Apple HomePod 2 einen kompakten, designstarken Smartspeaker, der weit mehr kann, als nur Musik abzuspielen. Er wird zum akustischen Mittelpunkt des Hauses – und genau darauf ist er hörbar ausgelegt.

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