Homeoffice-Studie, Doppelbelastung

Homeoffice-Studie zeigt gefährliche Doppelbelastung

16.02.2026 - 08:20:11

Eine neue Studie zeigt, dass Heimarbeit zwar die Balance verbessert, aber zu längeren Arbeitszeiten und erhöhten Burnout-Risiken führt, besonders bei jüngeren Beschäftigten.

Eine neue Studie enthüllt die Schattenseiten der Heimarbeit. Zwar schätzen viele die bessere Work-Life-Balance, doch längere Arbeitszeiten und Burnout-Risiken nehmen zu.

Mehr Balance, aber längere Arbeitstage

Der „2026 Remote Work Well-Being Survey“ zeichnet ein widersprüchliches Bild. Fast 70 Prozent der Befragten sehen ihre Work-Life-Balance verbessert. Gleichzeitig arbeitet fast die Hälfte von zu Hause aus länger.

Die Folgen sind alarmierend: Jeder dritte Befragte erlebte im vergangenen Jahr ein Burnout. Besonders betroffen ist die Generation Z. Erfahrenere Arbeitnehmer der Generation X kommen hingegen besser mit der Distanzarbeit zurecht und schalten nach Feierabend leichter ab.

Die Falle der „Entgrenzung“

Experten warnen vor dem Verschwimmen der Grenzen. Das Zuhause wird zum Dauerbüro, klassische Trennrituale wie der Arbeitsweg fallen weg. Die ständige Erreichbarkeit durch Smartphone und Laptop macht echtes Abschalten fast unmöglich.

Diese „Entgrenzung“ der Arbeit führt zu innerem Druck, auch nach Dienstschluss erreichbar zu sein. Die gefeierte Flexibilität wird so zur psychischen Belastung und erhöht das Risiko für stressbedingte Erkrankungen.

So schützen Sie sich vor dem Dauerstress

Die Kontrolle zurückgewinnen – das ist die zentrale Herausforderung. Arbeitspsychologen empfehlen konkrete Schritte:
* Feste Zeiten: Legen Sie klare Arbeitsbeginn- und Endzeiten fest und halten Sie sie ein.
* Technik aus: Deaktivieren Sie berufliche Benachrichtigungen auf dem Smartphone nach Feierabend.
* Räume trennen: Schaffen Sie, wenn möglich, einen räumlich getrennten Arbeitsplatz.
* Pausen planen: Bauen Sie feste Auszeiten und soziale Aktivitäten ein, die nichts mit der Arbeit zu tun haben.

Es geht darum, die Flexibilität aktiv zu gestalten, statt sich von ihr treiben zu lassen.

Unternehmen in der Pflicht

Die Verantwortung liegt nicht allein bei den Mitarbeitern. Eine Unternehmenskultur, die ständige Erreichbarkeit belohnt, gefährdet die Gesundheit der Belegschaft – und langfristig die eigene Produktivität.

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Investitionen in mentale Gesundheit zahlen sich aus. Wirksame Maßnahmen sind:
* Klare Regelungen zur Nichterreichbarkeit nach Feierabend.
* Schulungen für Führungskräfte zu gesundheitsförderndem Management.
* Niedrigschwellige psychologische Unterstützungsangebote für Mitarbeiter.

In einer Zeit des Fachkräftemangels wird eine gesunde Balance zum entscheidenden Faktor für die Arbeitgeberattraktivität.

Wohin entwickelt sich die Arbeitswelt?

Die Studie unterstreicht einen Megatrend: Die Phase des Experimentierens mit Homeoffice ist vorbei. Jetzt geht es um die Professionalisierung flexibler Modelle.

Die Debatte verschiebt sich von reiner Anwesenheit hin zu ergebnisorientiertem Arbeiten. Dies erfordert mehr Autonomie für die Mitarbeiter, aber auch klare Rahmen zum Schutz ihres Wohlbefindens. Die Fähigkeit, hybrid geführte Teams gesund zu führen, wird zum Wettbewerbsvorteil.

@ boerse-global.de

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