Homeoffice, Bewegungsmangel

Homeoffice: Bewegungsmangel und schlechte Ergonomie gefährden Gesundheit

11.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Aktuelle Daten zeigen, dass die Schrittzahl im Homeoffice halbiert wird, während neue Gesetze Arbeitgeber in die Pflicht nehmen und steuerliche Anreize schaffen.

Homeoffice: Bewegungsmangel und schlechte Ergonomie gefährden Gesundheit - Foto: über boerse-global.de
Homeoffice: Bewegungsmangel und schlechte Ergonomie gefährden Gesundheit - Foto: über boerse-global.de

Die Arbeit von zu Hause aus führt zu massivem Bewegungsmangel und körperlichen Beschwerden. Das zeigen aktuelle Studien, während gleichzeitig neue Gesetze die Verantwortung der Arbeitgeber in den Fokus rücken.

Bewegungsmangel halbiert Schrittzahl

Die Zahlen sind alarmierend: Im Homeoffice gehen Beschäftigte nur noch halb so viele Schritte wie im Büro. Während es an Präsenztagen durchschnittlich 3.000 Schritte sind, sind es zu Hause lediglich 1.300. Das belegt die aktuelle SITFLEX-Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

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Gleichzeitig sitzen die Menschen zu Hause 40 bis 50 Minuten länger am Stück. Der Grund: Es fehlen die natürlichen Bewegungsanlässe wie der Gang zum Kollegen oder der Weg in die Kantine. Doch was macht dieser Bewegungsmangel mit dem Körper?

Provisorische Lösungen verursachen Schmerzen

Das Problem wird durch schlechte Ausstattung verschärft. Nur jeder zweite mobile Beschäftigte erhält eine Unterweisung zur ergonomischen Gestaltung seines Heimarbeitsplatzes. Themen wie richtige Beleuchtung oder Bewegungspausen werden oft ganz vergessen.

Die Folge ist ein deutlicher Anstieg von Nackenverspannungen, Rückenproblemen und Augenbelastungen. Arbeitsmediziner und Unfallkassen führen dies direkt auf unzureichende Möbel und provisorische Lösungen am Küchentisch zurück.

Neues Gesetz schafft steuerliche Anreize

Die Gesetzgebung reagiert auf die neue Realität. In Österreich wurde der Begriff "Homeoffice" durch "Telearbeit" ersetzt. Diese umfasst nun auch das Arbeiten im Café oder Coworking-Space.

Für Beschäftigte bringt das steuerliche Vorteile: Sie können bis zu 600 Euro für ergonomische Möbel wie höhenverstellbare Tische absetzen. Voraussetzung sind mindestens 26 Telearbeitstage im Jahr. Doch welche Verantwortung trägt der Arbeitgeber in dieser neuen, grenzenlosen Arbeitswelt?

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Unternehmen in der Pflicht

Arbeitsrechtsexperten betonen: Die Fürsorgepflicht der Unternehmen endet nicht am Firmengelände. Sie müssen Strategien entwickeln, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter auch an jedem anderen Arbeitsort zu gewährleisten. Das stellt viele Betriebe vor komplett neue Herausforderungen.

Gleichzeitig investieren Unternehmen massiv in ihre Büros, um sie attraktiver zu machen. Höhenverstellbare Tische und eine optimierte Akustik sollen Angestellte zurück an den Standort locken. Schließlich gilt Lärm in offenen Büros als einer der größten Stressfaktoren.

Digitale Hilfe und Gefahr der Zweiklassengesellschaft

Wirtschaftsexperten warnen vor den Folgen: Wer die Gesundheit mobiler Teams vernachlässigt, riskiert langfristig höhere Ausfallzeiten. Die Diskrepanz zwischen High-Tech-Büro und Küchentisch könnte eine gesundheitliche Zweiklassengesellschaft schaffen.

Die Lösung liegt in digitalen Tools. Künftig könnten KI-gestützte Apps Beschäftigte an Pausen und Haltungswechsel erinnern. Standardisierte, digitale Gefährdungsbeurteilungen sollen den Aufwand für Unternehmen reduzieren. So wird Ergonomie vom lästigen Pflichtprogramm zum strategischen Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.

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