Hikma, Aktie

Hikma Aktie: Crash nach Gewinnwarnung

26.02.2026 - 17:54:39 | boerse-global.de

Der Generikahersteller Hikma Pharmaceuticals warnt vor drastisch sinkenden Margen in seiner wichtigsten Sparte und zieht die mittelfristigen Konzernziele komplett zurück.

Die Hikma Pharmaceuticals Aktie ist am Donnerstag um über 17 Prozent eingebrochen – trotz Jahreszahlen im Rahmen der Erwartungen. Der Grund: Das Unternehmen warnt vor drastisch schrumpfenden Margen im wichtigsten Geschäftsbereich und kassiert seine mittelfristigen Ziele komplett.

Der Londoner Generikahersteller legte für 2025 einen Umsatz von 3,35 Milliarden Dollar vor, ein Plus von 6 Prozent. Der operative Kerngewinn stieg auf 741 Millionen Dollar bei einer Marge von 22,1 Prozent – innerhalb der bereits im November 2025 gesenkten Prognose von 730 bis 770 Millionen Dollar. Soweit die Pflichtübung.

Injectables-Sparte bricht ein

Der Schock sitzt im Detail: Die Injektionsmittel-Sparte, traditionell die Cashcow des Konzerns, sackte bei der operativen Marge von 35,3 Prozent auf nur noch 31 Prozent ab. Damit verfehlte Hikma nicht nur die eigene Prognose von 32 bis 33 Prozent, sondern auch die Analystenerwartung von 32,8 Prozent. Und es kommt härter: Für 2026 stellt das Management eine weitere Verschlechterung auf 27 bis 28 Prozent in Aussicht.

Das sind rund 400 Basispunkte weniger als die 31,7 Prozent, die Jefferies prognostiziert hatte. Noch brisanter: Im November 2025 hatte die Führungsetage Analysten gegenüber eine Untergrenze von etwa 30 Prozent kommuniziert – diese Marke ist nun Geschichte. Als Gründe nennt Hikma eine Verlagerung der Auftragsfertigung von Europa in die USA, sinkende Erlöse bei margenstärkeren Produkten wie Testosteron und Calcitonin sowie einen höheren Anteil niedriger margierterer Fremdprodukte. Zusätzlich will der Konzern mehr in Forschung und Vertrieb investieren.

Der Umsatz der Sparte kletterte zwar um 7 Prozent auf 1,42 Milliarden Dollar, getrieben durch 23 Prozent Wachstum in Europa und 9 Prozent im Nahen Osten und Nordafrika. Doch in Nordamerika legte das Geschäft nur um magere 5 Prozent zu, belastet durch verstärkten Wettbewerb im Basisportfolio. Unterm Strich sank der operative Kerngewinn der Sparte um 6 Prozent auf 441 Millionen Dollar.

Prognosen enttäuschen auf ganzer Linie

Hikma zog die mittelfristigen Konzernziele komplett zurück – offiziell wegen der am Donnerstag verkündeten Führungsumstrukturierung. Dabei hatte das Unternehmen diese Ziele erst im November 2025 nach unten korrigiert. Für 2026 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzplus von lediglich 2 bis 4 Prozent, während Jefferies 6,3 Prozent und der Analystenkonsens 5,5 Prozent erwartet hatten.

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Beim operativen Kerngewinn peilt Hikma 720 bis 770 Millionen Dollar an – unter dem Konsens von 778 Millionen Dollar und deutlich unter Jefferies' Schätzung von 801 Millionen Dollar. Auch die Finanzierungskosten fallen höher aus: 99 bis 103 Millionen Dollar statt der erwarteten 83 Millionen Dollar.

Immerhin gibt es ein Bonbon für Aktionäre: Ein Rückkaufprogramm über bis zu 250 Millionen Dollar soll 2026 laufen. Die Dividende steigt um 5 Prozent auf 84 US-Cent je Anteilschein. Der operative Cashflow sank 2025 auf 436 Millionen Dollar nach 564 Millionen Dollar im Vorjahr – allerdings belasteten einmalige Rechtsvergleiche in Höhe von 186 Millionen Dollar. Bereinigt wuchs der Mittelzufluss um 10 Prozent.

Zeitgleich krempelt Hikma die Führungsriege um. CEO Said Darwazah, der im Dezember 2025 vom Executive Chairman in die operative Verantwortung zurückgekehrt war, gibt seinen Boardsitz auf und fokussiert sich nur noch auf die Geschäftsführung. Victoria Hull übernimmt als Chair den Aufsichtsratsvorsitz. Mazen Darwazah wird stellvertretender CEO für den Nahen Osten und Nordafrika, während Ex-CFO Khalid Nabilsi als Deputy CEO Nordamerika und Europa verantwortet. Die Suche nach einem neuen Finanzchef läuft – bis dahin übernimmt Areb Kurdi kommissarisch.

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