Hietzing: Luxus-Immobilien trotzen 2026 der Marktflaute
05.01.2026 - 22:15:12Der Wiener Nobelbezirk Hietzing startet mit Rekordpreisen ins neue Jahr. Während der allgemeine Immobilienmarkt schwächelt, zeigen exklusive Grundstücke und Eigentumswohnungen im 13. Bezirk erstaunliche Resilienz. Neue Daten belegen: Die Schallmauer von 10.000 Euro pro Quadratmeter für Eigentum ist gefallen.
Grundstückspreise schießen in die Höhe
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Auf führenden Immobilienplattformen wie immopreise.at fordern Verkäufer für villengeeignete Filetgrundstücke in Top-Lagen wie Althietzing oder am Roten Berg mittlerweile über 3.000 Euro pro Quadratmeter. In der Spitze sind es sogar mehr als 5.000 Euro.
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- Ein aktuelles Angebot in Althietzing liegt bei knapp 5.200 Euro pro Quadratmeter – inklusive Baugenehmigung.
- Zum Vergleich: Der statistische Durchschnittspreis für Bauland im Bezirk bewegt sich nur zwischen 1.100 und 1.700 Euro.
Diese extreme Diskrepanz unterstreicht die Entkopplung des Luxussegments vom Rest des Marktes. Hier gelten eigene Gesetze.
Eigentumswohnungen brechen alle Rekorde
Parallel zu den Grundstücken festigen sich auch die Preise für Wohneigentum auf einem neuen Rekordniveau. Die aktuellen Richtwerte zum Jahresauftakt 2026 zeigen: Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für gehobene Eigentumswohnungen und Stadtvillen in Hietzing hat die 10.000-Euro-Marke durchbrochen und liegt jetzt bei über 10.130 Euro.
Spektakuläre Einzelverkäufe aus dem Vorjahr liefern die Referenz. So wechselte eine Stadtvilla in der Wattmanngasse Ende 2025 für umgerechnet sage und schreibe 14.500 Euro pro Quadratmeter den Besitzer. Solche Transaktionen heizen die Erwartungen der Verkäufer weiter an.
Warum bleibt der Luxusmarkt so stabil?
Experten führen die ungebrochene Preisstabilität auf einen einfachen Faktor zurück: extreme Knappheit. Das Angebot an bebaubaren Flächen in den begehrtesten Lagen Hietzings ist praktisch erschöpft. Wer hier bauen will, muss auf rare Parzellierungen oder den Kauf von Bestandsimmobilien setzen.
Hinzu kommt die spezielle Käuferschicht. Im Ultra-Prime-Segment finanzieren Interessenten oft mit hohem Eigenkapital. Sie reagieren daher weniger empfindlich auf gestiegene Zinsen, die den breiten Markt belasten. Die „grüne Ruhelage“ Hietzings wirkt als sicherer Hafen für Vermögen – und behauptet sich im direkten Vergleich mit dem 19. Bezirk Döbling.
Was bedeutet das für Kaufinteressenten? Die Botschaft der neuen Daten ist eindeutig: Auf Schnäppchen in den Top-Lagen Hietzings kann man 2026 nicht hoffen. Die wenigen Premium-Grundstücke, die auf den Markt kommen, werden voraussichtlich schnell verkauft sein. Exklusivität hat in Wien ihren Preis – und in Hietzing ist dieser so fest wie nie.


