Hensoldt Aktie: Jefferies dreht
10.03.2026 - 03:20:33 | boerse-global.deDer Rüstungselektronikkonzern klettert am Montag deutlich nach oben. Auslöser ist ein Analysten-Upgrade von Jefferies – und das kommt nicht zufällig. Die vorangegangene Kursschwäche öffnet nun Raum für eine Neubewertung, während das Unternehmen gleichzeitig seine Produktionskapazitäten massiv ausbaut.
Von Halten auf Kaufen
Jefferies hebt das Rating für Hensoldt von „Halten" auf „Kaufen" an. Das Kursziel bleibt bei 90 Euro – ein Aufwärtspotenzial von gut 15 Prozent zum aktuellen Niveau. Die Begründung: Die Aktie hatte in den vergangenen sechs Monaten zeitweise über 18 Prozent verloren. Diese Korrektur bewerten die Analysten als übertrieben.
Hinzu kommt ihre Einschätzung, dass die Cashflow-Prognose des Managements zu konservativ ausfällt. Für 2026 peilt Hensoldt einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro an, bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent. Der freie Cashflow soll 40 Prozent des operativen Ergebnisses erreichen. Jefferies sieht hier Luft nach oben – gestützt durch erwartete Rüstungsaufträge aus Deutschland.
Die Reaktion des Marktes ließ nicht lange auf sich warten. Im Xetra-Handel legten die Papiere am Montag knapp fünf Prozent zu und notierten zwischenzeitlich bei 77,60 Euro.
Nedinsco-Übernahme soll Engpässe lösen
Das Analysten-Urteil trifft auf eine Phase strategischer Weichenstellungen. Erst am 5. März unterzeichnete Hensoldt die Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco. Das 1921 gegründete Unternehmen mit Standorten in Venlo und Eindhoven beschäftigt rund 140 Mitarbeiter und verfügt über Expertise in elektrooptischen Sensorsystemen sowie industrieller Bildverarbeitung.
Die Transaktion wird vollständig aus Eigenmitteln finanziert und soll Mitte 2026 abgeschlossen sein. Hintergrund ist der hohe Auftragsbestand im Bereich Fahrer-Sichtsysteme und Situationserkennung. Mit Nedinsco will Hensoldt die Produktionskapazitäten skalieren – und Lieferengpässe vermeiden.
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Mehrere hundert neue Jobs in Aalen
Parallel dazu konkretisieren sich die Pläne für den Standortausbau im Inland. Auf dem ehemaligen Triumph-Gelände in Aalen sollen Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung gebündelt werden. Mehrere hundert Arbeitsplätze sind geplant.
Der Auslöser: Kürzlich flossen Aufträge über 400 Millionen Euro für die digitale Optronik der Plattformen Schakal und Leopard 2 A8 herein. Die Erweiterung in Aalen – rund zehn Kilometer vom bestehenden Standort Oberkochen entfernt – soll die langfristige Lieferfähigkeit sichern. Zugleich profitiert Hensoldt von der regionalen Forschungsinfrastruktur im sogenannten Photonic-Valley.
Mit dem Rating-Upgrade, der Nedinsco-Übernahme und dem Kapazitätsausbau setzt der Konzern ein klares Signal: Die hohe Auftragslage soll nun in entsprechende Umsätze übersetzt werden. Das Kursziel von 90 Euro rückt damit wieder in greifbare Nähe.
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