Hensoldt Aktie: CEO bleibt bis 2031
25.02.2026 - 16:08:05 | boerse-global.deDer Aufsichtsrat des Rüstungskonzerns hat den Vertrag von CEO Thomas Dörre vorzeitig um mehrere Jahre verlängert. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Bundeswehr massive Investitionen in neue Waffensysteme plant – und dabei verstärkt auf deutsche Hersteller setzt.
Dörre führt das im MDAX und TecDAX notierte Unternehmen erst seit 2024. Nun soll er bis Ende 2031 an der Spitze bleiben. Aufsichtsratschef Reiner Winkler begründet die Verlängerung mit der erfolgreichen strategischen Neuausrichtung: Unter Dörres Führung habe sich Hensoldt als verlässlicher Partner der Bundeswehr und internationaler Kunden positioniert. Gleichzeitig treibe der Manager die Transformation zu einem skalierbaren, software-getriebenen Verteidigungstechnologieanbieter konsequent voran.
Milliarden für deutsche Drohnenhersteller
Die Kontinuität an der Unternehmensspitze kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll diese Woche grünes Licht für ein massives Beschaffungsprogramm geben: Kamikazedrohnen im Gesamtvolumen von bis zu 4,4 Milliarden Euro. In der ersten Tranche sind rund 540 Millionen Euro vorgesehen.
Das Verteidigungsministerium will die unbemannten Flugsysteme mit Gefechtsköpfen – fachlich als "Loitering Munition" bezeichnet – bei den deutschen Herstellern Helsing und Stark Defence bestellen. Jeweils mehrere Tausend Stück sollen zunächst geordert werden. Die Bundeswehr hat diese Waffensysteme bereits getestet und eigene Vorgaben gemacht, sodass die deutschen Versionen andere Spezifikationen erhalten als jene für die ukrainischen Streitkräfte.
Heeresinspekteur Christian Freuding plant bis 2027 die erste Batterie mittlerer Reichweite einsatzbereit zu machen, bis 2029 sollen fünf weitere folgen. Die "Brigade Litauen" an der Ostflanke des Bündnisses soll die neuen Waffensysteme als erste erhalten.
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Strategische Beteiligung als Vorbild
Interessant für Hensoldt-Aktionäre: Die Grünen bringen im Rahmen der Drohnen-Beschaffung eine strategische Bundesbeteiligung ins Spiel – explizit mit Verweis auf das Hensoldt-Modell. Der Grünen-Verteidigungshaushälter Sebastian Schäfer plädiert für eine ähnliche Konstruktion bei anderen strategischen Rüstungsherstellern, um europäische Unabhängigkeit zu sichern.
Hintergrund sind Bedenken gegen den US-Investor Peter Thiel, der an Stark Defence beteiligt ist. Verteidigungsminister Boris Pistorius bestätigte "ausdrücklich" Vorbehalte gegen die Person, betonte aber, entscheidend sei der operative Einfluss. Stark Defence weist darauf hin, dass Thiel keinerlei Einfluss auf das operative Geschäft habe und keine Sperrminorität besitze.
Die Hensoldt-Aktie reagierte im XETRA-Handel moderat und notierte zeitweise bei 80,15 Euro.
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