Heilpraktiker-Studie belegt systemrelevante Rolle
19.01.2026 - 13:30:12Eine neue Branchenanalyse bestätigt die systemische Bedeutung der Heilpraktiker in Deutschland. Die Auswertung des Bundesgutachtens widerlegt Forderungen nach Abschaffung der Berufsgruppe und zeigt ihren stabilisierenden Effekt für die ambulante Versorgung.
Die am Montag veröffentlichte Analyse professioneller Verbände wertet erstmals umfassend das im Dezember 2025 veröffentlichte Empirische Gutachten zum Heilpraktikerwesen aus. Die Ergebnisse sind eindeutig: Mit über 47.000 bundesweit registrierten Praxen schließen Heilpraktiker kritische Lücken in der Patientenversorgung.
96 Prozent der Praktizierenden arbeiten eigenständig und entlasten damit das oft überlastete kassenärztliche System. „Die Daten widerlegen alle pauschalen Vorwürfe zur Patientensicherheit“, betont der Verband Klassischer Homöopathen (VKHD). Tatsächlich verweisen Heilpraktiker Patienten regelmäßig an Ärzte, sobald Symptome ihre Kompetenzen übersteigen.
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Qualifikation und Sicherheit im Fokus
Das vom Forschungsinstitut in vivo GmbH erstellte Bundesgutachten liefert erstmals belastbare Zahlen zur Qualifikation. Demnach bilden sich Heilpraktiker durchschnittlich in mehr als fünf zertifizierten Fortbildungen pro Jahr weiter – zusätzlich zu 15 bis 26 Stunden monatlichem Selbststudium.
87 Prozent der Berufsangehörigen sind in Fachverbänden organisiert, die strenge Ethikrichtlinien und Fortbildungspflichten durchsetzen. Diese Zahlen entkräften Forderungen nach schärferer Regulierung. Die Daten zeigen vielmehr eine Berufsgruppe, die Qualitätsmanagement und Patientensicherheit aktiv betreibt.
Politische Wende unter Gesundheitsministerin Warken
Die Analyse trifft auf veränderte politische Rahmenbedingungen. Seit der Ernennung von Nina Warken (CDU) zur Bundesgesundheitsministerin im Juni 2025 setzt das Ministerium auf datenbasierte Politik statt pauschaler Skepsis.
Das BMG-Gutachten ist bewusst deskriptiv gehalten – es leitet keinen akuten Reformbedarf und erst recht keine Abschaffungsempfehlung ab. Experten werten dies als wichtigen Erfolg für die Heilpraktiker. Eine grundlegende Überarbeitung des Heilpraktikergesetzes erscheint damit kurzfristig unwahrscheinlich.
Stattdessen rückt die bessere Einbindung in das Konzept der Integrativen Medizin in den Fokus. Teile der Ampelkoalition unterstützen diesen Ansatz bereits.
Wirtschaftliche Bedeutung und Zukunftsperspektiven
Neben medizinischen Aspekten gewinnt die ökonomische Dimension an Gewicht. Die Branche verzeichnet stetiges Wachstum – nach einem pandemiebedingten Einbruch 2020 steigen die Praxenzahlen wieder kontinuierlich.
Für 2026 planen Verbände, mit der nun bestätigten Versorgungsrelevanz für mehr Rechtssicherheit zu werben. Die Gesamtkonferenz Deutscher Heilpraktikerverbände will sich für den Erhalt des eigenständigen Berufsstatus einsetzen.
Die Debatte verlagert sich damit von Grundsatzfragen hin zu konstruktiven Diskussionen über die optimale Zusammenarbeit mit Schulmedizinern. Mit statistisch belegter „Versorgungsrelevanz“ scheint der Heilpraktiker-Beruf seinen Platz im deutschen Gesundheitssystem dauerhaft gesichert zu haben.
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