Haferbrei, Cholesterin

Haferbrei senkt Cholesterin in nur zwei Tagen

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Eine zweitägige Haferkur reduziert LDL-Cholesterin nachhaltig um zehn Prozent. Ein aktueller Test zeigt, dass einfache Haferflocken gesünder und günstiger sind als viele teure Instant-Produkte.

Haferbrei senkt Cholesterin in nur zwei Tagen - Foto: über boerse-global.de

Eine zweitägige Haferkur senkt den Cholesterinspiegel nachhaltig. Das belegt eine neue Studie der Universität Bonn. Gleichzeitig zeigt ein aktueller ÖKO-TEST: Der Griff zur simplen Haferflocke ist oft gesünder und günstiger als teure Fertigmischungen.

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Studie: Rasante Wirkung auf den Stoffwechsel

Forscher der Universität Bonn haben die cholesterinsenkende Kraft von Hafer präzise nachgewiesen. In einer Studie mit 68 Probanden, die am metabolischen Syndrom litten, aß eine Gruppe zwei Tage lang fast ausschließlich 300 Gramm Haferflocken.

Das Ergebnis war frappierend: Das schädliche LDL-Cholesterin sank um zehn Prozent, das Gesamtcholesterin um acht Prozent. Dieser Effekt hielt selbst sechs Wochen nach der Kur noch an. Die Wissenschaftler führen das auf eine rasche Veränderung der Darmflora zurück. Bestimmte Mikroorganismen produzieren durch den Hafer Stoffe, die tief in den Cholesterinstoffwechsel eingreifen.

ÖKO-TEST: Viele Fertigmischungen durchgefallen

Während die Grundzutat überzeugt, schneiden viele Fertigprodukte schlecht ab. Ein aktueller ÖKO-TEST-Bericht nahm 19 Instant-Porridge-Mischungen unter die Lupe. Günstige Bio-Produkte von Müller oder Alnatura erhielten die Bestnote.

Ein teures Markenprodukt fiel dagegen komplett durch: In einer Frucht-Mischung von Seitenbacher fanden die Prüfer einen Cocktail aus zehn Pestiziden. Die Note: „ungenügend“. Die Verbraucherschützer raten klar zu einfachen Haferflocken. Wer sie selbst mit Wasser aufkocht und mit Obst verfeinert, behält die Kontrolle über Zucker und Inhaltsstoffe.

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Heimisches Superfood schlägt Exoten

Porridge verdient den Superfood-Titel durch seine einzigartige Nährstoffdichte. Haferflocken enthalten rund zehn Prozent Ballaststoffe, vor allem das wertvolle Beta-Glucan. Dieser Ballaststoff bildet ein Gel, das die Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamt und so den Blutzuckerspiegel stabil hält.

Dazu liefert Hafer hochwertiges pflanzliches Protein, Magnesium, Eisen und B-Vitamine. Im Vergleich zu importierten Chia-Samen oder Quinoa punktet das heimische Getreide mit einer besseren Ökobilanz und einem unschlagbar günstigen Preis. Schon 60 bis 80 Gramm täglich reichen für den gesundheitlichen Effekt.

Comeback eines traditionellen Heilmittels

Die neuen Studien bestätigen altes Wissen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts behandelte der Diabetologe Carl von Noorden Patienten mit einer Haferkur. Mit dem Aufkommen moderner Medikamente geriet dieses Wissen in Vergessenheit.

Jetzt erlebt Porridge eine Renaissance – vom Krankenkost-Image zum Lifestyle-Frühstück in sozialen Medien. Zwei Faktoren treiben den Trend an: das wachsende Gesundheitsbewusstsein und die hohen Lebensmittelpreise. Hafer bietet die perfekte Schnittmenge aus günstigem Grundnahrungsmittel und nährstoffreichem Superfood.

Was die neuen Erkenntnisse bedeuten

Die Bonner Studie könnte die Ernährungsberatung verändern. Kurze Hafer-Intensivkuren könnten bald Standardempfehlung für Patienten mit beginnenden Stoffwechselproblemen werden. Ziel ist es, den Einsatz von Medikamenten hinauszuzögern.

Im Handel dürften die Marktanteile sich verschieben. Überteuerte Instant-Mischungen verlieren an Attraktivität, die Nachfrage nach reinen Bio-Haferflocken steigt. Porridge festigt so seine Position als preiswertes, wirksames und trendiges Grundnahrungsmittel.

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