Gürtelrose-Impfung, Demenzrisiko

Gürtelrose-Impfung könnte Demenzrisiko senken

22.02.2026 - 21:00:11 | boerse-global.de

Eine neue Studie zeigt, dass die Herpes-Zoster-Impfung das Demenzrisiko verringern kann. Geistige Aktivität senkt das Alzheimer-Risiko um 38 Prozent.

Eine Impfung gegen Gürtelrose könnte das Risiko für Demenz deutlich verringern. Das legt eine neue Studie im Fachmagazin „The Lancet Neurology“ nahe. Die Ergebnisse bestätigen frühere Beobachtungen und eröffnen neue Perspektiven im Kampf gegen Alzheimer. In Deutschland sind derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen von Demenz betroffen.

Viren als heimliche Auslöser?

Die Studie stützt eine lange diskutierte Hypothese: Bestimmte Viren könnten bei der Entstehung von Demenz eine Rolle spielen. Ein US-amerikanisch-kanadisches Forschungsteam analysierte Daten aus Kanada. Ihr Ergebnis: Die Herpes-Zoster-Impfung senkt nicht nur das Demenzrisiko, sie könnte auch den Verlauf einer bestehenden Erkrankung verlangsamen.

Dieses Forschungsfeld gewinnt an Fahrt. Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) fördert aktuell mehrere Projekte, die den Einfluss von Viren wie Herpes-simplex untersuchen. Könnten präventive Impfungen latente Infektionen kontrollieren und so das Gehirn schützen?

Lebenslanges Lernen als wirksamer Schutz

Neben viralen Faktoren bleibt geistige Aktivität ein entscheidender Schutzfaktor. Eine aktuelle Langzeitstudie aus Chicago zeigt: Menschen, die ihr Leben lang mental aktiv bleiben, senken ihr Alzheimer-Risiko um 38 Prozent.

Die Studie begleitete fast 2000 Personen über acht Jahre. Lesen, Schreiben, Museumsbesuche oder das Erlernen neuer Fähigkeiten konnten den Ausbruch der Krankheit im Schnitt um fünf Jahre verzögern. Dieser Effekt trat sogar ein, wenn sich bereits typische Alzheimer-Veränderungen im Gehirn nachweisen ließen.

Bewährte Strategien behalten ihre Gültigkeit

Während neue Ansätze hinzukommen, bleiben klassische Präventionsempfehlungen wichtig. Die Formel „Was gut für das Herz ist, ist auch gut für das Hirn“ gilt weiterhin. Dazu zählen regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Rauchverzicht und maßvoller Alkoholkonsum.

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Die Kontrolle von Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes im mittleren Alter gilt als entscheidend. Diese Maßnahmen verbessern die Durchblutung des Gehirns und können entzündliche Prozesse bremsen.

Bluttests revolutionieren die Früherkennung

Die Zukunft der Prävention liegt in der Kombination verschiedener Ansätze und einer immer präziseren Früherkennung. Ein vielversprechender Fortschritt sind Bluttests. Eine Studie in „Nature Medicine“ zeigt, dass bestimmte Blutmarker den groben Zeitpunkt eines Alzheimer-Ausbruchs vorhersagen können.

Solche Tests sind zwar noch nicht alltagstauglich, könnten aber die Forschung revolutionieren. Sie helfen dabei, ideale Studienteilnehmer für präventive Medikamentenstudien zu finden. Parallel erforschen Wissenschaftler neue Ansätze – von der Rolle des Immunsystems bis hin zu Gentherapien.

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