GTD: 20 Jahre alte Produktivitätsmethode feiert Comeback
21.01.2026 - 20:55:12Die “Getting Things Done”-Methode erlebt in der digitalen Arbeitswelt eine Renaissance. Das über 20 Jahre alte System von David Allen hilft Wissensarbeitern, den Überblick in der Informationsflut zu behalten.
Warum ein altes System plötzlich boomt
Die Antwort liegt in den heutigen Herausforderungen: ständige Erreichbarkeit, hybride Teams und überquellende digitale Postfächer. GTD bietet einen stabilen Anker. Sein Grundprinzip ist simpel: Das Gehirn ist zum Denken da, nicht zum Erinnern. Alle Aufgaben und Ideen wandern in ein externes, vertrauenswürdiges System. Das schafft mentalen Freiraum für konzentriertes Arbeiten.
Die Methode reduziert das Gefühl der Überforderung und hilft, Multitasking zu vermeiden. Stattdessen fördert sie den “Flow”. Ihr großer Vorteil: Sie ist werkzeugunabhängig. Man kann sie mit einem Notizbuch oder mit Apps wie Todoist oder Notion umsetzen.
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Die fünf Schritte im digitalen Gewand
Die Kernstruktur von GTD bleibt, moderne Tools geben ihr neuen Schub.
- Sammeln: Physische Eingangskörbe sind out. Heute übernehmen Apps wie Evernote oder Microsoft To Do diese Rolle. Die Kunst ist, nicht zu viele verschiedene Sammelstellen zu haben.
- Verarbeiten & Organisieren: Jeder gesammelte Punkt wird geprüft. Dauert die Erledigung weniger als zwei Minuten, wird sie sofort gemacht. Komplexere Aufgaben zerlegt man in konkrete “nächste Schritte” und sortiert sie in Listen – etwa “Anrufe” oder “Fürs Büro”.
- Durchsehen & Erledigen: Das Herzstück ist die wöchentliche Durchsicht aller Listen. Diese “Weekly Review” hält das System verlässlich. Die eigentliche Arbeit erfolgt dann nach Kontext, Zeit und Energie.
Perfekt für Remote-Work und hybride Teams
Homeoffice und verteilte Teams erhöhen den Druck zur Selbstorganisation. GTD liefert den nötigen Rahmen. Die Methode hilft, klare Grenzen zwischen Job und Privatleben zu ziehen – auch wenn der Arbeitsplatz das Wohnzimmer ist.
Digitale GTD-Systeme, die über alle Geräte synchronisieren, sind dabei der Schlüssel. Sie stellen sicher, dass alle Informationen immer und überall verfügbar sind. So kann man am Ende des Tages alle offenen Punkte erfassen und den Kopf tatsächlich frei bekommen.
Die nächste Stufe: Künstliche Intelligenz
Die Zukunft von GTD ist smart. Künstliche Intelligenz wird das System weiter automatisieren. Tools könnten bald E-Mails und Chat-Nachrichten analysieren und automatisch Aufgaben vorschlagen. Das würde den manuellen Erfassungsaufwand massiv reduzieren.
Die Grundprinzipien – das Zerlegen von Projekten und das Treffen von Entscheidungen – bleiben menschlich. Doch KI kann die Effizienz steigern und GTD nahtlos in den digitalen Alltag integrieren. In einer Welt des ständigen Wandels bietet die alte Methode damit eine zeitlose Struktur für stressfreie Produktivität.


