Grafikkarten-Preise explodieren: Bis zu 32 Prozent teurer in drei Monaten
18.02.2026 - 07:40:12 | boerse-global.deDie Hoffnungen von PC-Spielern auf bezahlbare Grafik-Updates schwinden. Neue Marktdaten zeigen massive Preissprünge für Grafikkarten im ersten Quartal 2026. Besonders Nvidias GeForce RTX-50-Serie verteuerte sich um bis zu ein Drittel – eine dramatische Trendwende nach den Rabatten Ende 2025.
Verantwortlich sind Komponentenknappheit und eine strategische Neuausrichtung der Hersteller. Sie fokussieren sich zunehmend auf den lukrativen KI-Sektor, was das Angebot für Gamer verknappt und die Preise in die Höhe treibt. Aktuelle Analysen bestätigen einen durchschnittlichen Preisanstieg von 15 Prozent zwischen November 2025 und Februar 2026.
Nvidias Top-Modelle mit extremen Aufschlägen
Die Preisspirale dreht sich am stärksten bei Nvidia. Das Flaggschiff GeForce RTX 5090 kostet heute im Schnitt 32 Prozent mehr als vor drei Monaten – ein Aufschlag von rund 800 Euro. Auch in der Mittelklasse wird es teuer: Die beliebte RTX 5070 Ti legte um 25 Prozent zu, was etwa 190 Euro ausmacht.
Selbst Einsteigermodelle bleiben nicht verschont. Die GeForce RTX 5050 verteuerte sich global um neun Prozent, in einigen Märkten sogar um bis zu 21 Prozent. Die Folge: Budgets reichen plötzlich nicht mehr. Was Ende 2025 für eine RTX 5080 langte, deckt heute nur noch die Kosten einer RTX 5070 Ti.
Hintergrund sind nicht nur gestiegene Produktionskosten. Bei der RTX 5070 Ti deutet viel auf eine gedrosselte Produktion hin. Die schwindenden Lagerbestände treiben die Preise für verbliebene Ware in die Höhe.
AMD und Intel: Die günstigeren Alternativen?
Während der gesamte Markt betroffen ist, zeigen Nvidias Konkurrenten mehr Zurückhaltung. AMDs Radeon RX-9000-Serie verzeichnete einen moderateren Anstieg von rund zehn Prozent. Modelle wie die RX 9070 oder 9070 XT wurden nur etwa sieben Prozent teurer.
Die geringsten Preissprünge verzeichnet derzeit Intel. Dessen Arc-B-Serie „Battlemage“ blieb von der Volatilität weitgehend verschont. Die Arc B580 wurde im Schnitt um elf Prozent teurer – immer noch unter dem Marktdurchschnitt für Mittelklasse-Karten. Eine positive Nachricht für Sparfüchse: Die Intel Arc B570 wurde in mehreren Regionen sogar günstiger.
Intel verbesserte zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis durch ein neues Treiber-Update. Die leistungsstarke XeSS-3-Multi-Frame-Generation (MFG) steht nun für alle Arc-Grafikprozessoren zur Verfügung, nicht nur für die neuesten Chips.
Der KI-Boom lässt Gamer zahlen
Der Haupttreiber der Preisexplosion ist die unersättliche Nachfrage der Künstlichen Intelligenz. Der massive Ausbau von KI-Rechenzentren schafft eine beispiellose Nachfrage nach Hochleistungs-Speichern (VRAM) und den dazugehörigen Prozessoren.
Hersteller priorisieren daher den hochprofitablen KI-Markt – auf Kosten der Gaming-Sparte. Eine Analyse von Mitte Februar legt nahe, dass Roadmaps für Consumer-GPUs zurückgestellt werden. Erwartete Modelle wie Nvidias RTX-50-SUPER-Serie sollen sich verzögern.
Da für 2026 keine größeren Neuheiten für Gamer geplant sind, wird das Angebot knapp. Produktionskapazitäten werden für KI-Beschleuniger umgewidmet. Das Ergebnis: Weniger Grafikkarten für den Gaming-Markt bei hoher Nachfrage – die perfekte Grundlage für steigende Preise.
Dauerhafter Preisschock statt kurzer Ausreißer
Die aktuelle Entwicklung markiert eine Zeitenwende. Nach einer Phase der Stabilität und Rabatte Ende 2025 schwingt das Pendel nun dramatisch in die andere Richtung. Die Preiserhöhungen sind kein vorübergehendes Phänomen, sondern scheinen der neue Normalzustand zu sein.
Die grundlegende Ökonomie der Halbleiterindustrie hat sich verschoben. Consumer-Grafikkarten konkurrieren direkt mit dem lukrativen KI-Goldrausch um begrenzte Produktionsressourcen. Für Verbraucher bedeutet das eine ernüchternde Aussicht.
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Der Traum, eine Next-Gen-Grafikkarte zum UVP zu ergattern, ist vorerst ausgeträumt. Berichte deuten darauf hin, dass kommende Gaming-GPU-Generationen großer Hersteller weiter nach hinten verschoben werden. Spieler und PC-Bauer müssen ihre Erwartungen und Budgets anpassen. Die Ära des Wartens auf den großen Preissturz könnte vorbei sein.
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