GPU-Benchmarks, Toms

GPU-Benchmarks 2026: Tom's Hardware setzt auf reine Grafikpower

25.02.2026 - 05:31:37 | boerse-global.de

Führende Hardware-Publikation stellt Testverfahren um und fokussiert sich künftig auf die native Leistung von Grafikkarten, um einen direkteren Hardware-Vergleich zu ermöglichen.

Führende Hardware-Publikationen stellen ihre Testmethoden auf den Kopf. Tom's Hardware kündigt an, KI-gestütztes Upscaling und Frame-Generation künftig aus den Haupt-Ranglisten zu verbannen. Der Fokus liegt wieder auf der nativen Leistung der Grafikchips – ein klarer Kurswechsel in einem komplexen Markt.

Die Ankündigung dieser Woche markiert einen Wendepunkt für die Bewertung von Grafikkarten. Während Technologien wie NVIDIAs DLSS, AMDs FSR und Intels XeSS immer ausgefeilter werden, sollen sie aus den Kern-Benchmarks herausgenommen werden. Ziel ist ein direkterer Vergleich der reinen Hardware-Fähigkeiten. Dieser „Back-to-Basics“-Ansatz will neu definieren, was Performance-Führerschaft 2026 wirklich bedeutet.

Warum die Rückkehr zum Ursprung?

Hinter der neuen Test-Philosophie steckt die zunehmende Komplexität KI-gestützter Rendering-Techniken. Upscaling und Frame-Generation können zwar die Bildraten dramatisch steigern, sie variieren aber stark in Bildqualität, Kompatibilität und Implementierung. Während DLSS 4.5 fast native Qualität erreicht, zeigen andere Lösungen größere Schwankungen.

Frame-Generation kann zudem die Eingabelatenz erhöhen – ein kritischer Faktor für das tatsächliche Spielgefühl. Die Einbeziehung dieser Features in eine einzige Rangliste würde den Vergleich unübersichtlich machen. Durch das reine Benchmarking der nativen Auflösung soll eine klare, unverfälschte Basis geschaffen werden. Was kann eine Grafikkarte wirklich, ohne technische Krücken?

Das neue Protokoll: Fokus auf echtes Spielgefühl

Die aktualisierte Methodik für 2026 betont das echte Spielerlebnis gegenüber synthetischen Benchmarks. Getestet wird mit individuellen, 60-sekündigen Spielsequenzen aus modernen, grafisch anspruchsvollen Titeln. Diese Szenarien sollen fordernde und typische Gameplay-Situationen abbilden.

Die Leistungsdaten werden mit Tools wie NVIDIAs FrameView erfasst, die Bewertung geht aber über reine Zahlen hinaus. Tester fließen manuelle Analysen zu Aspekten wie Flüssigkeit und Reaktionsfähigkeit ein. So sollen die Ranglisten das tatsächliche Spielerlebnis widerspiegeln. Dieser menschenzentrierte Ansatz will die Lücke zwischen quantitativen Daten und qualitativem Gefühl schließen. Als Testsystem bleibt die Plattform mit AMD Ryzen 7 9800X3D erste Wahl, um CPU-Engpässe zu minimieren.

Marktkontext: Stillstand bei neuen Modellen

Der Strategiewechsel kommt in einer besonderen Marktphase. Das erste Halbjahr 2026 verlief auffallend ruhig an der Front neuer Consumer-GPUs. Große Player wie Nvidia, AMD und Intel stellten auf der CES 2026 keine neuen diskreten Gaming-Karten vor. Branchenanalysen deuten auf eine strategische Fokussierung auf den hochprofitablen Markt für KI-Beschleuniger in Rechenzentren hin.

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Für Gamer bedeutet das: Das Hardware-Angebot ähnelt weitgehend dem von 2025, oft zu höheren Preisen. Gerade dieser Mangel an neuen Modellen macht eine umfassende Neubewertung bestehender Karten unter einer strengeren Methodik so relevant. Die Entscheidung, Upscaling aus den Headline-Zahlen zu nehmen, wertet die Technik nicht ab. Sie wird vielmehr als separates Feature betrachtet, nicht als Kernbestandteil der Grundleistung.

Ausblick: Eine neue Basis für Kaufentscheidungen

Die Rückbesinnung auf die Rohleistung soll Verbrauchern eine stabilere Grundlage für Kaufentscheidungen bieten. Indem die Performance des Siliziums von den darauf aufsetzenden KI-Features getrennt wird, treten die fundamentalen Ingenieursleistungen jeder Grafikkarte deutlicher hervor.

Die neue Methodik anerkennt die komplexe Rolle der KI im modernen Gaming, beharrt aber auf der grundlegenden Bedeutung nativer Render-Power. Für Gamer und PC-Builder im aktuellen Markt wird dieser erneute Fokus auf die Kernleistung zu einem essenziellen Leitfaden. Die Ergebnisse werden im Laufe des Jahres nach und nach in Benchmark-Datenbanken einfließen und eine ständig aktualisierte Ressource für die Hardware-Community bieten.

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