Gordons, Gin

Gordon's Gin im Test: Warum genau dieser Klassiker deinen Abend vom 08 / 15-Drink zum Erlebnis macht

09.01.2026 - 21:22:17

Du kennst das: teurer Gin, schickes Label – aber im Glas passiert… nichts. Kein Aroma, keine Story, kein Wow. Gordon's Gin ist der unscheinbare Klassiker, der plötzlich wieder überall auftaucht – von TikTok-Rezepten bis Hotelbars. Zu Recht? Wir haben tief recherchiert.

Gordon's Gin: Wenn aus einem einfachen Gin Tonic plötzlich ein Moment wird

Stell dir vor: Freitagabend, du hast Freunde eingeladen, die Playlist steht, das Eis klirrt im Glas – und dann kippst du irgendeinen zufällig gekauften Gin dazu. Der Drink schmeckt okay, aber eben auch: austauschbar. Kein Charakter, kein Gesprächsstoff, eher flüssige Hintergrundmusik.

Genau hier setzt Gordon's Gin an – der Gin, den viele aus der Bar kennen, aber unterschätzen, weil er kein überinszeniertes Craft-Label mit Holzdeckel und Story vom einsamen Destillateur auf dem Berg ist. Und doch ist er genau der Gin, der gerade ein stilles Revival erlebt: in Bars, auf Reddit, in TikTok-Cocktailvideos – und bei allen, die gemerkt haben, dass sie verlässliche Qualität im Glas wichtiger finden als Marketing-Gimmicks.

Die Lösung im Glas: Was Gordon's Gin anders macht

Gordon's ist kein hipper Newcomer, sondern ein London Dry Gin mit über 250 Jahren Geschichte. Entwickelt 1769 von Alexander Gordon in London, gehört er heute zum Portfolio von Diageo PLC (ISIN: GB0002374006), einem der größten Spirituosenhäuser der Welt. Das Spannende: Trotz dieser Größe bleibt das Rezept bewusst reduziert – und genau das spürst du im Glas.

Statt verrückter Zutatenlisten setzt Gordon's auf einen klaren, klassischen Stil: ausgeprägte Wacholdernote, frische Zitrusakzente und ein trockener, sauberer Abgang. Kein Zucker, keine künstlichen Aromen – als London Dry ist er gesetzlich an eine sehr strenge Herstellungsweise gebunden. Das Ergebnis: ein Gin, der als Basis für fast jeden Drink funktioniert – vom schnellen Gin Tonic bis zum ernstzunehmenden Martini.

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Wenn du dich durch Rezensionen, Reddit-Threads und YouTube-Reviews zu Gordon's Gin klickst, tauchen immer wieder dieselben Punkte auf – positiv wie kritisch. Lass uns das auf den Alltag runterbrechen:

  • Klarer, juniper-lastiger Geschmack: Viele Nutzer feiern, dass Gordon's "richtig nach Gin" schmeckt – also deutlich nach Wacholder, nicht wie ein Parfum-Experiment. Für dich bedeutet das: Du bekommst einen ehrlichen, traditionellen Gin, der im Gin Tonic nicht untergeht.
  • Hohe Mixability: In Foren und Bar-Communities taucht Gordon's immer wieder als Workhorse-Gin auf. Er ist ideal, wenn du Drinks für mehrere Leute machst, weil er konstant und verlässlich ist – egal ob mit klassischem Indian Tonic, mediterranen Varianten oder im Negroni.
  • Preis-Leistungs-Sieger im Alltag: Im Vergleich zu vielen Boutique-Gins ist Gordon's deutlich günstiger, wird aber von vielen Nutzern als "besser als sein Ruf" beschrieben. Du zahlst nicht für die Flascheninszenierung, sondern für ein solides Produkt, das du ohne Bauchschmerzen auch großflächig auf einer Party ausschenken kannst.
  • Konstanz durch Industrieniveau: Diageo produziert in großen Volumina – für dich heißt das: Du bekommst jede Flasche praktisch gleich. Wenn du einmal deinen Lieblingsmix gefunden hast, kannst du ihn jederzeit reproduzieren.
  • Alkoholstärke, die im Drink trägt: Die Standardvariante kommt – je nach Markt – meist mit rund 37,5–40 % vol. Damit hat Gordon's genug Punch, um sich im Cocktail zu behaupten, ohne scharf oder spritig zu wirken, wenn du ihn mit ausreichend Eis und Tonic kombinierst.
  • Varianten für Experimente: Neben dem klassischen Gordon's Dry findest du – je nach Land – auch Flavoured-Varianten wie Pink Gin oder Mediterranean Orange. Perfekt, wenn du Gäste hast, die es fruchtiger und weniger wacholderbetont mögen, aber nicht gleich zu süßen Limonaden-Drinks wechseln wollen.

Natürlich gibt es Kritik: Pur getrunken wirkt Gordon's auf einige Gin-Nerds etwas eindimensional, im direkten Vergleich mit extrem aromatischen Premium-Gins fehlt manchen die Komplexität. Aber genau das ist sein Punkt: Gordon's will kein Sammlerstück sein – sondern der verlässliche Alltags-Gin, mit dem deine Drinks einfach funktionieren.

Auf einen Blick: Die Fakten

Merkmal Dein Nutzen
Gin-Typ: London Dry Gin Du bekommst einen klassischen, trockenen Gin ohne zugesetzten Zucker – ideal für ehrliche, nicht zu süße Drinks.
Alkoholgehalt: ca. 37,5–40 % vol (je nach Markt) Genug Intensität, damit dein Gin Tonic nicht wässrig wirkt, aber angenehm weich bleibt, wenn du viel Eis nutzt.
Geschmacksprofil: Wacholder, Zitrus, leicht würzig Du erkennst sofort, dass es Gin ist: klar, frisch, unkompliziert – perfekt für Gäste mit unterschiedlichen Vorlieben.
Hersteller: Diageo PLC Ein globaler Player mit strengen Qualitätsstandards – du profitierst von gleichbleibender Qualität bei jeder Flasche.
Positionierung: Einstieg bis Mittelklasse Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: ideal, wenn du gute Drinks willst, ohne Premium-Preis zahlen zu müssen.
Verfügbarkeit: Supermärkte, Online, Bars Du musst nicht lange suchen – leicht zu bekommen, auch spontan vor der Party.
Varianten (je nach Markt): z.B. Pink Gin, Mediterranean Orange Du kannst mit fruchtigen Interpretationen spielen, ohne komplett den Charakter von Gin zu verlieren.

Das sagen Nutzer und Experten

Schaut man in aktuelle Reddit-Threads und YouTube-Reviews zu Gordon's Gin, ergibt sich ein klares Bild:

  • Bars sehen ihn als Arbeitstier: Viele Bartender erwähnen Gordon's als Klassiker für House Gins – also den Standard-Gin, der im Gin Tonic, Tom Collins oder Martini eingesetzt wird, wenn kein Premium-Upgrade gewünscht ist.
  • Reddit feiert das Preis-Leistungs-Verhältnis: In englischsprachigen Gin-Subreddits schreiben Nutzer, dass Gordon's "nicht der aufregendste, aber der verlässlichste Freund im Regal" ist. Für dich heißt das: Du machst mit ihm schwer etwas falsch.
  • Einsteigerfreundlich: Viele User, die gerade erst beginnen, Gin zu entdecken, berichten, dass Gordon's ihr "Einstiegs-Gin" war – unkompliziert, überall verfügbar und gut mixbar.
  • Kritikpunkt Purgenuss: Einige Gin-Fans empfinden ihn pur im Tasting-Glas als eher simpel und leicht scharf im Vergleich zu teureren Small-Batch-Gins. Wenn du aber hauptsächlich Gin Tonic, Longdrinks oder Cocktails trinkst, fällt dieser Punkt kaum ins Gewicht.

Auch Fachportale und Spirituosen-Blogs ordnen Gordon's meist als sauberen, klassischen Standard ein: keine wilde Aromenshow, aber eine solide Basis, die gerade in Kombination mit guten Tonics überzeugt.

Alternativen vs. Gordon's Gin

Im Gin-Regal wetteifern heute Dutzende Marken um deine Aufmerksamkeit – mit auffälligen Flaschen, exotischen Botanicals und Storytelling. Wie schlägt sich Gordon's dagegen?

  • Gegenüber Premium-Gins (z.B. Monkey 47, The Botanist): Diese bieten oft mehr Tiefe und Komplexität im puren Genuss, sind aber deutlich teurer. Wenn du hauptsächlich Mixdrinks für mehrere Personen machst, zahlst du bei Premium-Gins viel Geld für Nuancen, die im Tonic untergehen.
  • Gegenüber anderen Massenmarkt-Gins: Marken wie Bombay Sapphire oder Tanqueray positionieren sich häufig eine Stufe höher im Preis und spielen teilweise mit etwas komplexeren Botanicals. Gordon's punktet hier mit einem besonders attraktiven Preis und einem sehr klaren, direkten Geschmacksprofil.
  • Gegen Flavoured Gins und Gin-Liköre: Viele süße Pink-Gins und aromatisierte Spirituosen verstecken den Alkohol und schmecken eher wie Limonade. Gordon's – auch in seinen Flavoured-Varianten – bleibt näher am Gin-Gedanken und ist daher die bessere Wahl, wenn du es nicht zu süß magst.

Unterm Strich ist Gordon's der Gin, der den Sweet Spot aus Preis, Verfügbarkeit und Qualität trifft. Wenn du einen Signature-Gin für deine Hausbar suchst, der verlässlich performt, ohne dein Budget zu sprengen, landet er sehr schnell auf der Shortlist.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Gordon's Gin ist keiner dieser lauten, posenden Gins, die nur für Instagram-Regale gemacht sind. Er ist eher der leise Star im Hintergrund, der dafür sorgt, dass dein Gin Tonic am Ende genau so schmeckt, wie du es dir vorgestellt hast: klar, erfrischend, wacholderbetont und angenehm trocken.

Er löst ein alltägliches Problem, über das kaum jemand spricht: Du willst gute Drinks mixen, ohne dich stundenlang durch Tasting-Notes zu lesen oder Unsummen für Premium-Special-Editions auszugeben. Mit Gordon's bekommst du einen verlässlichen, klassischen London Dry Gin, der sowohl Einsteiger als auch erfahrene Gin-Trinker im Mix überzeugt.

Wenn du also das nächste Mal vor dem Gin-Regal stehst und dich fragst, welcher Gin deine nächste Party, deinen Feierabend oder dein Date retten soll: Warum nicht den nehmen, der seit über 250 Jahren genau das macht, wofür Gin ursprünglich gedacht war – Drinks, die einfach funktionieren und besser schmecken, als sie müssten?

Oder anders gefragt: Willst du wirklich beim wichtigsten Bestandteil deines Gin Tonics sparen – oder setzt du auf einen Klassiker, der seinen Ruf als Geheimwaffe im Alltag längst bewiesen hat?

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