Google, Android-Sicherheit

Google rüstet Android-Sicherheit massiv auf

19.02.2026 - 22:29:38 | boerse-global.de

Google verstkt den Kampf gegen Cyberkriminelle mit KI und neuen Schutzschilden. Die heute vorgestellte Offensive umfasst den Play Store, Geräte selbst und zielt auf die größten Schwachstellen ab.

Im Zentrum steht Google Play Protect, der integrierte Malware-Scanner. Im vergangenen Jahr verhinderte Google die Veröffentlichung von über 1,75 Millionen schädlicher Apps und sperrte 80.000 Entwicklerkonten. Neue KI-Modelle helfen dabei, Bedrohungsmuster schneller zu erkennen. Der Scanner prüft täglich sogar 350 Milliarden Apps auf Geräten weltweit ? auch solche, die von außerhalb des offiziellen Stores geladen wurden.

Gegen moderne Angriffsmethoden führt Google konkrete neue Funktionen ein. Der verbesserte Betrugsschutz ist jetzt auf 2,8 Milliarden Geräten in 185 Märkten aktiv. Er blockiert automatisch riskante App-Installationen aus Browsern oder Messengern, wenn diese verdächtige Berechtigungen fordern. 2025 stoppte er so 266 Millionen Installationsversuche.

Eine clevere Neuerung heißt "In-Call Scam Protection". Sie verhindert, dass Nutzer während eines Telefonats dazu gebracht werden können, Play Protect auszuschalten ? eine beliebte Masche von Betrügern. Zusätzlich erweitert Google den Diebstahlschutz: Nach mehreren fehlgeschlagenen Entsperrversuchen sperrt sich das Gerät automatisch.

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Das Problem der veralteten Geräte

Google setzt seine monatlichen Sicherheitsupdates fort. Das aktuelle Bulletin schließt eine kritische Lücke im VPU-Treiber. Doch die größte Herausforderung bleibt die Fragmentierung.

Aktuelle Berichte zeigen ein alarmierendes Bild: Über eine Milliarde Android-Geräte, die 2021 oder früher erschienen, erhalten keine regelmäßigen Updates mehr. Das betrifft etwa 40 Prozent aller aktiven Geräte. Sie laufen mit veralteten Versionen wie Android 12 oder älter und sind anfällig für bekannte Angriffe. Play Protect läuft zwar auch auf diesen Systemen, doch Experten warnen: Es ist kein vollwertiger Ersatz für fehlende System-Updates.

Was kommt mit Android 17?

Die nächsten Schritte sind bereits geplant. Mit Android 17 wird die Sicherheit standardmäßig weiter verschärft. Apps für die neue Version können unverschlüsselten Netzwerkverkehr nicht mehr standardmäßig nutzen. Zudem führt Google eine modernere Hybrid-Kryptografie ein.

Eine weitere bedeutende Ankündigung: Eine verpflichtende Entwickler-Verifizierung soll für alle Android-Apps kommen ? auch für solche außerhalb des Play Stores. Sie soll Kriminellen das anonyme Verbreiten von Schadsoftware erschweren. Der Rollout startet im September in ersten Ländern. Google zeigt damit, dass es den Kampf gegen Malware als nie endenden Prozess begreift.

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