Google, Photos

Google Photos bringt KI-Videozauber für jedermann

30.01.2026 - 22:22:11

Google integriert das leistungsstarke KI-Videomodell Veo in seine Fotos-App. Nutzer können Standbilder per Textbefehl in kurze, vertonte Videosequenzen verwandeln.

Google stattet seine Fotos-App mit einer revolutionären KI auf Basis des DeepMind-Modells Veo aus. Nutzer können nun Standbilder mit Textbefehlen in personalisierte, sechssekündige Videoclips mit Ton verwandeln. Der Update, der diese Woche startete, macht hochkomplexe Generative KI für Millionen alltagstauglich.

KI-Kreativität für die eigene Fotobibliothek

Die neue Funktion im Tab „Erstellen“ markiert einen Quantensprung. Statt vorgefertigter Animationen wie „Leichte Bewegung“ steuern Nutzer per Texteingabe, was passieren soll. Ein Prompt wie „Wind weht durch die Bäume“ oder „Person lächelt subtil“ genügt. Die KI generiert daraus eine dynamische Szene – inklusive automatisch erzeugter Audiospur. So werden private Fotosammlungen zur kreativen Spielwiese.

Die Kontrolle ist granular: Auch nach der Generierung lassen sich Prompts noch anpassen. Allerdings ist die Textprompt-Funktion auf Nutzer ab 18 Jahren beschränkt. Jeder hat ein tägliches Kontingent; Abonnenten der Google AI Pro und AI Ultra-Pläne erhalten höhere Limits. Google integriert so fortschrittliche KI nahtlos in seine beliebtesten Produkte.

Anzeige

Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI-Anwendungen – viele Entwickler und Anbieter riskieren Bußgelder, weil Kennzeichnungspflichten und Dokumentationsanforderungen oft unterschätzt werden. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt praxisnah, welche Pflichten für Anbieter von generativen Systemen (z. B. Bild‑ und Video‑Generatoren) gelten, wie Sie Risikoklassen bestimmen und welche Nachweispflichten Sie erfüllen müssen. Inklusive Checklisten und konkreten Umsetzungsschritten für Entwickler und Compliance‑Teams. Kostenlosen Leitfaden zur KI-Verordnung herunterladen

DeepMinds Veo: Die Kraft hinter der Magie

Die Magie kommt von Google DeepMinds leistungsstarkem Videomodell Veo. Seit seinem Debüt im Mai 2024 hat es sich rasant weiterentwickelt. Aktuelle Versionen wie Veo 2 und 3.1 erzeugen bereits 4K-Videos, generieren Ton und simulieren realistische Physik. In Google Photos interpretiert die KI die Befehle, um Bewegungen natürlich und bildkonform aussehen zu lassen.

Diese Integration ist Teil einer größeren Strategie. Das gleiche Veo-Modell treibt auch Tools in YouTube Shorts an und ist Herzstück von Google Vids – einer KI-Video-App für professionelle Anwender im Workspace-Umfeld. Von der Gemini-App bis zur Developer-Plattform Vertex AI will Google generative Videotechnologie allgegenwärtig machen.

Strategisches Manöver im KI-Wettlauf

Die direkte Einbettung in Google Photos ist ein strategischer Schachzug. Mit über zwei Milliarden aktiven Nutzern senkt Google die Einstiegshürde für generative KI massiv. Millionen können so spielerisch mit der Technologie experimentieren – und das mit ihren persönlichsten Inhalten. Das könnte die breite Akzeptanz und das Verständnis für KI-generierte Medien beschleunigen.

Parallel betont Google verantwortungsvolle Entwicklung. Als Schlüsseltechnologie gegen Missbrauch und Desinformation dient SynthID. Dieses Tool von DeepMind fügt KI-generierten Bildern und Videos eine unsichtbare, permanente digitale Wasserzeichen ein. So soll die Herkunft von Inhalten nachverfolgbar bleiben.

Vom Clip zur interaktiven Welt

Die Entwicklung zeigt, wohin die Reise geht: Von kurzen Clips hin zu längeren, komplexen Video-Narrativen, gesteuert durch einfache Textbefehle. Zukünftige Updates dürften höhere Auflösungen, ausgefeiltere Editierfunktionen und tiefere Personalisierung bringen.

Forschung wie Project Genie weist noch weiter voraus. Dieser Prototyp kann aus einem einzigen Bild interaktive, begehbare Welten generieren. Die Vision: Jedes Bild oder jede Idee könnte sich in eine immersive, erforschbare Umgebung verwandeln. Die neuen Tools in Google Photos sind ein erster, konkreter Schritt dieser Zukunft – direkt vom Forschungslabor in die Handynutzer.

PS: Übrigens: Wenn Sie KI-Systeme entwickeln oder in Produkten einsetzen, sollten Sie die Übergangsfristen und Dokumentationspflichten der EU‑KI‑Verordnung kennen, bevor es teuer wird. Dieses kompakte E‑Book liefert einen klaren Umsetzungsfahrplan, Beispiele zur Risikoklassifizierung und praktische To‑dos für Entwickler sowie Compliance‑Verantwortliche. Sofortiger Download als PDF. Jetzt KI-Umsetzungsleitfaden sichern

@ boerse-global.de