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Google Meet: Neuer „Ruhezustand-Reboot“ beendet Konferenz-Störungen

22.01.2026 - 13:31:12

Google führt eine Wartungsfunktion ein, die Konferenzsysteme erst nach Ende einer Besprechung neu startet. Dies löst ein zentrales Problem für IT-Teams in hybriden Arbeitsumgebungen.

Google revolutioniert die Wartung von Meeting-Hardware mit einer intelligenten Neustart-Funktion. Das neue Feature „Reboot when idle“ beendet ungewollte Unterbrechungen durch IT-Updates in besetzten Räumen.

Intelligente Wartung für hybride Arbeitswelten

Die Neuerung, die am Dienstag dieser Woche eingeführt wurde, löst ein Dauerthema für IT-Administratoren. Bisher mussten sie bei Wartungsarbeiten an Google Meet Hardware wie Konferenzsystemen einen sofortigen Neustart erzwingen – mit dem Risiko, laufende Besprechungen abrupt zu beenden. Das zwang Teams zu nächtlichen Wartungsfenstern oder aufwändigen manuellen Statusprüfungen, besonders in global agierenden Unternehmen.

Jetzt bietet die Google Admin Konsole eine schlauere Alternative. Administratoren können zwischen einem sofortigen Neustart und der neuen Option „Reboot when idle“ wählen. Wird Letzteres gewählt, wartet das System, bis der Raum tatsächlich leer ist, bevor es den Befehl ausführt.

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Was zählt als „besetzt“?

Die Präzision der Funktion liegt in der Definition von Aktivität. Das System prüft mehrere Kriterien, bevor es einen Raum als „leer“ einstuft und den Neustart durchführt. Als aktiv gilt ein Gerät, wenn:

  • Eine Google Meet-, Zoom- oder Webex-Konferenz (via Interop) läuft.
  • Lokaler Content über HDMI geteilt wird.
  • Eine Whiteboard-Session aktiv ist.

Diese detaillierte Erfassung soll verhindern, dass ein Reboot in kurzen Pausen zwischen Tagesordnungspunkten oder während der Vorbereitung einer Präsentation startet. Für IT-Abteilungen bedeutet dies mehr Vertrauen in automatisierte Prozesse.

Verfügbarkeit und stille Verbesserung

Das Update rollt seit dem 20. Januar 2026 für alle Google Workspace-Kunden mit Meet-Hardware aus. Die vollständige Verteilung könnte bis zu 15 Tage dauern. Endnutzer in Konferenzräumen bemerken die Neuerung kaum – sie erleben einfach weniger Störungen. Die Einstellungen sind rein administrativ.

Lösung für das „Zombie-Meeting“-Problem

Das Feature adressiert direkt das Phänomen der „Zombie-Meetings“. In stark frequentierten Räumen laufen Geräte oft wochenlang durch, was Performance-Einbußen durch Speicherlecks begünstigt. Ein regelmäßiger Reboot ist daher essenziell.

Früher musste ein Admin in Frankfurt abwägen, ob er ein Gerät in Singapur während der eigenen Arbeitszeit neustartet – und riskierte, eine späte Abendsitzung zu stören. Die neue Warteschlangen-Funktion eliminiert diese zeitliche Hürde. Wartungsbefehle können jederzeit gegeben werden und werden erst ausgeführt, wenn es sicher ist.

Kontext: Der Wettlauf um den perfekten Meeting-Raum

Dieses Update ist Teil einer größeren Investitionswelle in das Google Workspace-Ökosystem für hybride Arbeit. Erst einen Tag zuvor erweiterte Google seine KI-Funktionen „Ask Gemini in Meet“. Analysten sehen darin ein klares Signal: In einer Ära des hybriden Arbeitens ist die Zuverlässigkeit von Konferenzraum-Hardware genauso kritisch wie die von Laptops.

Ausfälle können Entscheidungsprozesse der Geschäftsführung verzögern oder Kundentermine ruinieren. Durch die Automatisierung der „Sicherheitsprüfung“ vor einem Reboot senkt Google den Betriebsaufwand für IT-Abteilungen und maximiert die Verfügbarkeit für Nutzer.

Blick in die Zukunft: Selbstheilende Infrastruktur

„Reboot when idle“ ist ein Schritt hin zu einer autonomen Geräteverwaltung. Die Branche erwartet, dass die Nachfrage nach solcher „selbstheilenden“ Infrastruktur wächst. Zukünftige Entwicklungen könnten Kalenderdaten einbeziehen, um optimale Wartungsfenster vorherzusagen oder Geräte gezielt für wichtige Meetings hochzufahren.

Bis dahin können Admins die Einstellung im Gerätebereich der Admin-Konsole vornehmen. Unternehmen wird empfohlen, ihre Wartungsprozesse zu überprüfen und den neuen, unterbrechungsarmen Workflow zu integrieren.

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