Google Maps räumt auf: Neue Einstellungen bringen Ordnung ins Chaos
10.01.2026 - 22:33:12Google Maps startet eine Offensive gegen eines der größten Ärgernisse seiner Nutzer. Ab dieser Woche rollt eine komplett überarbeitete, kategorisierte Einstellungsseite für Android aus – und beendet damit die Ära des unübersichtlichen „Ablageplatzes“.
Die Navigations-App ersetzt ihren berüchtigt langen und unstrukturierten Liste von Schaltern durch ein gestrafftes, thematisch geordnetes Menü. Diese Anpassung an moderne Design-Standards soll Millionen Nutzern die Suche nach spezifischen Voreinstellungen für Navigation, Privatsphäre und Darstellung deutlich beschleunigen. Erste Nutzer mit Pixel- und Galaxy-Geräten berichten bereits von der Neuerung.
Schluss mit dem „Ablageplatz“: Sieben Kategorien bringen Klarheit
Jahrelang glich die Einstellungsseite von Google Maps auf Android einem endlosen Vertikal-Scroll. Neue Funktionen wurden einfach unten angehängt oder wahllos eingestreut. Die Suche nach einem bestimmten Schalter wie „Dunkler Modus“ war oft mühsam.
Das neue Update schafft diese Struktur komplett ab. Statt einer einzigen Liste begrüßt nun eine übersichtliche Startseite mit sieben klar definierten Hauptkategorien:
Passend zum Thema Datenschutz auf Android – viele Nutzer übersehen einfache Sicherheitseinstellungen, die Datendiebe ausnutzen. Ein kostenloser Ratgeber erklärt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android-Smartphone und liefert klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen für WhatsApp, Online-Banking und App-Berechtigungen. So sichern Sie Standortdaten, automatische Updates und kritische Berechtigungen ohne teure Zusatz-Apps. Gratis-Sicherheitspaket für Android herunterladen
- App &
AnzeigeEnthält Einstellungen zu Designs, Kartensteuerung und Barrierefreiheit.
- Navigation: Bündelt Voreinstellungen für Fahr-, Fußgänger- und ÖPNV-Navigation.
- Deine Fahrzeuge: Dediziert für Motortyp-Einstellungen (Elektro, Benzin, Hybrid) und Optionen für vernetzte Fahrzeuge.
- Standort & Datenschutz: Fasst den Zugriff auf den Zeitstrahl, den Maps-Verlauf und die Profilsichtbarkeit zusammen.
- Offline-Karten: Verwaltet heruntergeladene Gebiete und Update-Einstellungen.
- Benachrichtigungen: Steuert Warnungen für Erinnerungen, Empfehlungen und Verkehr.
- Info & Nutzungsbedingungen: Die üblichen rechtlichen Informationen und Versionsdetails.
Durch die Gruppierung verwandter Optionen reduziert Google die kognitive Last für die Nutzer. Wer etwa seine Navigationsstimme ändern möchte, tippt jetzt instinktiv auf „Navigation“ – statt durch unzusammenhängende Datenschutz- oder Anzeigeeinstellungen zu scrollen.
Visuelle Anpassungen und einheitlicheres Google-Design
Neben der organisatorischen Neuordnung bringt das Redesign mehrere visuelle Änderungen, die Maps stärker an andere Google Workspace- und Utility-Apps angleichen. Der Seitentitel „Einstellungen“ ist nun linksbündig statt zentriert.
Auffällig ist auch eine geänderte Navigation im Menü: Der traditionelle Zurück-Pfeil links oben wurde durch einen Schließen-Button („X“) rechts oben ersetzt. Diese kleine Interaktionsänderung imitiert den „Sheet“-Stil der Haupt-Google-Such-App und stärkt so das Gefühl der Konsistenz im mobilen Google-Ökosystem.
Design-Analysten stellen jedoch fest, dass das Redesign die neueste „Material 3 Expressive“-Designsprache von Google noch nicht vollständig übernommen hat. Während andere Teile der Maps-Oberfläche diese moderneren, runderen Elemente bereits nutzen, wirkt die neue Einstellungsseite weiterhin eher nüchtern. Experten vermuten eine bewusste Entscheidung: In einem so dichten Menü könnte Klarheit über visuelle Spielereien gestellt worden sein.
Rollout-Status: Server-Update trifft auf spezifische App-Versionen
Bei dem Redesign handelt es sich um ein Server-seitiges Update. Google aktiviert das neue Layout also aus der Ferne, sodass nicht sofort ein manuelles App-Update für jeden nötig ist. Die Änderungen sind jedoch an spezifische App-Versionen geknüpft.
Berichten zufolge ist das neue Menü in Version 25.49 des Stable-Kanals und Version 26.02 des Beta-Kanals sichtbar. Nutzer können ihre Version prüfen, indem sie lange auf das Maps-Symbol tippen, „App-Info“ wählen und zum unteren Bildschirmrand schauen. Der Rollout hat begonnen, könnte aber Tage oder Wochen dauern, bis er alle Android-Geräte weltweit erreicht. Auch iOS-Nutzer erhalten ein ähnliches Update, allerdings war die iPhone-Version von Maps historisch betrachtet bereits etwas übersichtlicher strukturiert als ihr Android-Pendant.
Hintergrund: Ein notwendiger Schritt gegen den „Feature-Creep“
Dieses Update stellt für Google eine notwendige Begleichung von „technischer Schuld“ dar. Aus einem einfachen Wegfindungs-Tool ist ein „Super-App“ für Entdeckungen, Geschäftsnachrichten und die Verwaltung von E-Auto-Ladungen geworden. Das Einstellungsmenü trug die Hauptlast dieser unkontrollierten Funktionserweiterung.
Die Reorganisation ist entscheidend für die Akzeptanz neuerer Features. Sind Einstellungen in einer chaotischen Liste vergraben, entdecken Nutzer erweiterte Funktionen wie „umweltfreundliche Routen“ seltener. Indem Google diesen Features klare Heimat unter Überschriften wie „Navigation“ gibt, erhöht es die Auffindbarkeit seiner jüngsten Investitionen.
Der Schritt spiegelt zudem einen breiteren Trend in Googles Mobilstrategie wider, Designmuster zu vereinheitlichen. Die kategorisierte Liste erinnert an die früheren Überarbeitungen der Einstellungen in den Google Home- und Google Assistant-Apps – ein Hinweis auf eine unternehmensweite Richtlinie zur Standardisierung von Konfigurationsmenüs.
Ausblick: „Deine Fahrzeuge“ als wachsender Bereich
Nachdem das Redesign nun die Stable-Kanale erreicht, wird mit einer flächendeckenden Verfügbarkeit bis Ende Januar 2026 gerechnet. Nutzer, die die Änderung noch nicht sehen, sollten sicherstellen, dass ihre App mindestens auf Version 25.49 aktualisiert ist.
Analysten erwarten, dass Google diese Kategorien weiter verfeinern wird. Der Bereich „Deine Fahrzeuge“ wird voraussichtlich wachsen, wenn das Unternehmen seine Integration mit Android Automotive vertieft und Features für E-Auto-Besitzer ausbaut. Zudem erscheint die spätere Übernahme von „Material 3 Expressive“-Elementen in diesem Menü unvermeidlich, während Google die visuelle Konsistenz seiner Flaggschiff-Navigationsplattform weiter poliert.
Für Android-Nutzer steht vorerst eines fest: Das Navigationserlebnis ist endlich so einfach einzurichten, wie es zu bedienen ist.
Übrigens: Sie möchten Maps, Einstellungen und Ihr Smartphone sicher und stressfrei nutzen? Der kostenlose Einsteiger-Guide „Android Smartphone – Ihr Schritt-für-Schritt-Training“ liefert ein gratis PDF plus einen 5-teiligen E-Mailkurs – ideal für Einsteiger und Senioren. In klar verständlichem Deutsch zeigt er, wie Sie Ihr Gerät einrichten, Standortdienste und App-Berechtigungen verwalten und alltägliche Funktionen wie WhatsApp und Fotos sicher nutzen. Jetzt gratis Einsteigerkurs für Android anfordern


