Google Gemini: KI erzeugt jetzt Musik mit Lyria 3
20.02.2026 - 21:00:12 | boerse-global.deGoogle integriert sein leistungsstärkstes Musik-KI-Modell direkt in die Gemini-App und macht so professionelle Klangwelten für Millionen zugänglich. Der Schritt versetzt den Konzern an die Spitze des kreativen KI-Markts und stellt Plattformen wie Suno oder Udio vor neue Herausforderungen. Für Nutzer bedeutet es: Aus Text oder Bildern entstehen in Sekunden komplett produzierte Songs mit Gesang.
Seit dieser Woche können Nutzer ab 18 Jahren in der Gemini-App 30-sekündige Musiktracks inklusive Lyrics und Gesang generieren. Die Funktion startet in mehreren Sprachen, darunter Deutsch, und nutzt das neue Modell Lyria 3 von Googles KI-Schmiede DeepMind. Bislang war diese Technologie nur ausgewählten Musikern vorbehalten. „Das ist ein Quantensprung für die digitale Kreativität“, kommentiert ein Branchenbeobachter. „Jeder kann jetzt zum Komponisten werden.“
Vom Text zum Hit: So funktioniert Lyria 3
Das Herzstück ist Lyria 3. Das Modell erzeugt nicht nur Instrumentals, sondern auch passende Songtexte und Stimmen – eine Hürde weniger für kreative Laien. Die Steuerung ist vielfältig: Nutzer beschreiben Genre, Stimmung oder sogar eine persönliche Erinnerung. Auch spezifische Elemente wie Tempo oder Stimmcharakter sind justierbar. Jeder Track wird zudem mit einem KI-generierten Cover-Artwork geliefert – ein fertiges Paket zum Teilen.
Die wahre Stärke liegt im multimodalen Ansatz. Neben Textprompts akzeptiert Gemini auch Fotos oder Videos. Die KI komponiert dann einen Soundtrack, der zur Stimmung des Bildes passt. Ein Foto des eigenen Haustiers wird zur Ballade aus dessen Perspektive, ein Geburtstagsvideo erhält eine passende Happy-Tune. Für die meisten Nutzer gilt zunächst ein Limit von 30 Sekunden. Abonnenten der Premium-Pläne (Plus, Pro, Ultra) erhalten höhere Limits, Details sind aber noch unter Verschluss.
Verantwortung und Transparenz: Der SynthID-Wasserzeichen-Ansatz
In der hitzigen Debatte um KI, Urheberrecht und künstlerische Originalität setzt Google auf klare Regeln. Lyria 3 ist laut Google für eigenen Ausdruck gedacht, nicht zur Nachahmung. Wird ein konkreter Künstlername im Prompt genannt, dient dieser nur als stilistische Inspiration – nicht zur Imitation.
Jeder Audio-Track erhält zudem eine unsichtbare, aber nachweisbare Signatur: das SynthID-Wasserzeichen. Diese Technologie kennzeichnet jede Datei eindeutig als KI-generiert. Nutzer können auch fremde Audio-Dateien in Gemini hochladen, um den SynthID-Marker prüfen zu lassen. „Das ist ein entscheidender Schritt, um das Vertrauen von Kreativen und Rechteinhabern zu gewinnen“, so eine Analystin. Könnte dieser Ansatz zum Industriestandard werden?
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Marktumwälzung: Gemini wird zur kreativen Drehscheibe
Die Integration katapultiert Google in den Wettbewerb mit spezialisierten KI-Musikdiensten. Der große Vorteil: Die Reichweite. Gemini ist bereits auf Millionen Smartphones installiert. Damit bringt Google die Musik-KI zu einem Massenpublikum, das nie eine Plattform wie Suno besucht hätte.
Die Auswirkungen auf Social Media und Content Creation sind enorm. Royalty-freie, individuelle Soundtracks für Videos, Stories oder Posts werden zum Kinderspiel. Experten prophezeien einen Kreativitätsschub, besonders bei Kurzvideos, wo einzigartiger Sound entscheidend für die Reichweite ist. Lyria 3 treibt bereits ein weiteres Tool an: „Dream Track“ für YouTube Creator, mit dem sie Soundtracks für ihre Shorts produzieren können. Die Roll-out in weiteren Ländern steht bevor.
Was kommt als Nächstes? Die Zukunft klingt interaktiv
Die aktuellen 30 Sekunden sind wohl erst der Anfang. Mit der Weiterentwicklung der Technologie und der Abo-Modelle dürften die Limits steigen. Ein Blick in die Labore von DeepMind verrät die Richtung: Das Schwestermodell Lyria RealTime ist für interaktive, durchgehende Musikerzeugung konzipiert. Die Vision: Nutzer „jammen“ in Echtzeit mit der KI und formen die Musik im Fluss.
Google will das Modell stetig verbessern, weitere Sprachen hinzufügen und die Integration in die eigene Produktpalette vertiefen. Die Welt hat ein neues, mächtiges Instrument erhalten. Die Symphonie der KI-gestützten Kreativität hat gerade erst die ersten Takte gespielt.
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