Google, Gemini

Google Gemini: KI erschafft jetzt Musik und Videos für alle

23.02.2026 - 23:59:55 | boerse-global.de

Google integriert das Musikmodell Lyria 3 und Video-Vorlagen in Gemini, um die KI-gestützte Inhalteerstellung für eine breite Nutzerschaft zu vereinfachen.

Google drängt mit neuen Kreativ-Funktionen für seine KI-Plattform Gemini in den Massenmarkt. Innerhalb weniger Tage hat der Konzern ein leistungsstarkes Musikmodell integriert und intuitive Video-Vorlagen eingeführt. Das Ziel: Komplexe Inhalteerstellung für jedermann zugänglich zu machen.

Die Updates, die Nutzer seit vergangener Woche erhalten, ermöglichen es, mit einfachen Textbefehlen kurze Musiktitel und stylische Videos zu generieren. Damit positioniert sich Google im harten Wettbewerb der generativen KI als allumfassender Kreativpartner – und stellt sich gegen spezialisierte Anbieter wie Suno oder OpenAI.

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Lyria 3: Das KI-Studio für eigene Songs in der Tasche

Der größte Coup ist die Integration von Lyria 3, dem neuesten Musikmodell von Google DeepMind. Nutzer können nun in der Gemini-App 30-Sekunden-Tracks erstellen lassen. Die Eingabe kann ein Text-Prompt sein – etwa „ein komischer R&B-Song über eine Socke, die ihren Partner sucht“ – oder auch ein Foto, das als Stimmungsvorlage dient.

Das Modell generiert dabei nicht nur Instrumentals, sondern auch KI-generierte Lyrics. Zu jedem Track erstellt die Nano Banana Bild-KI passendes Cover-Artwork. Die Beta-Funktion rollt global für Nutzer ab 18 Jahren aus, auch auf Deutsch. Google setzt Nutzungslimits: Kostenlose Accounts dürfen 10 Tracks pro Tag erstellen, zahlende Kunden der AI Pro- und Ultra-Pläne bis zu 50 oder 100.

Video-Vorlagen: Der einfache Weg zum KI-Clip

Parallel startete der Rollout von Video-Generierungsvorlagen. Sie sollen die Hürde für ansprechende Videoinhalte senken. Statt komplexe Prompts zu formulieren, wählen Nutzer im „Create video“-Tool einfach einen vordefinierten Stil aus. Das Starter-Set umfasst Themen wie „Cyberpunk“, „Action Hero“ oder „Stardust“.

Die Vorlagen werden durch Googles Veo 3.1-Videomodell powered, das Clips im 9:16-Hochformat für Plattformen wie TikTok und YouTube Shorts erzeugt. Nutzer können eine Vorlage mit einem Foto oder einer Beschreibung weiter anpassen. Diese Funktion ist aktuell Abonnenten der Bezahlpläne vorbehalten. Die Vereinfachung des „Prompt Engineerings“ könnte die Akzeptanz von KI-Videos deutlich beschleunigen.

Verantwortungsrahmen: Wasserzeichen und Künstlerschutz

Hinter den neuen Tools stehen auch Aktualisierungen der Kernmodelle und Versprechen für verantwortungsvolle KI. Kürzlich stellte Google Gemini 3.1 Pro vor, ein leistungsfähigeres Modell für komplexe Aufgaben.

Um die Herkunft von KI-Inhalten kenntlich zu machen, versehent Google alle in Gemini erstellten Musikstücke mit SynthID. Dieses nicht wahrnehmbare Wasserzeichen kennzeichnet die Tracks als KI-generiert. Gegen Urheberrechtsverletzungen gibt es Schutzvorkehrungen: Wird ein Künstlername im Prompt genannt, dient dieser nur als Stil-Inspiration – eine direkte Imitation soll Lyria 3 unterbinden.

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Strategischer Schachzug im KI-Wettrennen

Die Erweiterungen sind ein klarer strategischer Move im KI-Wettrüsten. Indem Google die Tools direkt in die weit verbreitete Gemini-App integriert, zielt es auf eine breite Nutzerbasis ab – vom Social-Media-User bis zum Profi-Creator.

Die Musikfunktion, wenn auch auf kurze Clips beschränkt, bietet eine mächtige Quelle für lizenzfreie Soundtracks. Für die Creator-Economy ist das ein bedeutender Schritt. Branchenbeobachter sehen darin Teil einer größeren Strategie, um rentable Anwendungen für die milliardenschweren KI-Investitionen zu demonstrieren.

Die nächsten logischen Schritte? Längere Musik- und Videoformate sowie eine tiefere Integration mit anderen Google-Plattformen, vor allem YouTube. Die Ausweitung des YouTube-Tools „Dream Track“ auf ein globales Publikum könnte ein Vorbote dieser Synergien sein. Gemini festigt so seine Position: nicht mehr nur Chat-KI, sondern ein vielseitiges Kreativ-Suite.

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