Google, Gmail-Adresswechsel

Google erlaubt Gmail-Adresswechsel nach Nutzer-Druck

16.01.2026 - 23:03:12

Google erlaubt Nutzern erstmals, ihre primäre @gmail.com-Adresse zu ändern, ohne Konto oder Daten zu verlieren. Die alte Adresse wird zu einem Alias, während alle Dienste erhalten bleiben.

Google beendet eine 20-jährige Ära der Unveränderlichkeit: Nutzer können ihre primäre @gmail.com-Adresse jetzt ändern, ohne Konto oder Daten zu verlieren. Der lang ersehnte Schritt befreit Millionen von Anwendern von veralteten oder peinlichen Nutzernamen aus der Jugendzeit.

Die neue Funktion wird schrittweise für alle Nutzer eingeführt, wie aktualisierte Support-Dokumente und Technologie-Berichte diese Woche zeigen. Bisher war die einzige Alternative ein neues Konto und eine mühsame Datenmigration. Diese Änderung revolutioniert die digitale Identität bei Google.

So funktioniert der nahtlose Wechsel

Der Prozess ist nutzerfreundlich gestaltet. Wählt ein Nutzer eine neue @gmail.com-Adresse, wird die alte nicht gelöscht, sondern in einen Alias umgewandelt. E-Mails an die alte Adresse landen weiterhin im Posteingang. Verpasste Nachrichten gehören damit der Vergangenheit an.

Nutzer können aus beiden Adressen im selben Gmail-Interface senden und empfangen. Alle Daten – von Google Fotos über Drive-Dateien bis zu Play-Store-Käufen – bleiben vollständig erhalten. Die Änderung wird in den Google-Kontoeinstellungen unter „Persönliche Daten“ vorgenommen.

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Die Kernfunktionalität bleibt gewahrt: Die Anmeldung bei YouTube, Google Maps und allen anderen Diensten funktioniert weiterhin mit der neuen primären Adresse oder dem alten Alias.

Wichtige Einschränkungen und Fallstricke

Trotz der neuen Freiheit hat Google strikte Grenzen gesetzt. Ein Nutzer kann seine primäre Adresse nur einmal pro Jahr ändern. Insgesamt sind wohl nur drei Wechsel möglich – ein Konto könnte also maximal vier @gmail.com-Adressen im Laufe seines Bestehens haben.

Eine gewählte neue Primäradresse wird dauerhaft Teil des Kontos und kann nicht gelöscht werden. Ein Rückfall auf die vorherige Adresse ist möglich, die neu erstellte bleibt dann als Alternative erhalten.

Google warnt vor möglichen Störungen bei verbundenen Diensten. Nutzer von Chromebooks, „Mit Google anmelden“-Diensten Dritter oder Chrome Remote Desktop müssen diese nach dem Wechsel möglicherweise neu verknüpfen. Google rät zur Sicherung wichtiger Daten vor der Änderung.

Branchentrend zu mehr Nutzerkontrolle

Googles Entscheidung folgt einem Branchentrend hin zu mehr Flexibilität. Die Unveränderlichkeit einer Gmail-Adresse war lange ein Ausreißer im Vergleich zu anderen Diensten. Die Änderung ist eine direkte Antwort auf jahrelanges Nutzer-Feedback – besonders von frühen Gmail-Nutzern, die heute unter unprofessionellen Nutzernamen leiden.

Das Alias-System ist eine technisch elegante Lösung. Es ermöglicht ein digitales „Rebranding“, während die historische Integrität des Kontos gewahrt bleibt. Der Wechsel könnte auch Sicherheitsvorteile bringen: Nutzer können von alten, weithin bekannten Adressen wegwechseln, die oft Ziel von Spam oder Phishing sind.

Stufenweise Einführung weltweit

Die Funktion wird phasenweise eingeführt und ist noch nicht für alle Nutzer verfügbar. Erste Hinweise tauchten Ende 2025 auf der Google-Support-Seite auf Hindi auf. Die gestaffelte Einführung hat nun englischsprachige Seiten und eine breitere Nutzerbasis erreicht.

Interessierte sollten ihre Google-Kontoeinstellungen regelmäßig prüfen. Der Weg führt über den Bereich „Persönliche Daten“ auf dem Desktop oder einem Android-Gerät. In den kommenden Wochen und Monaten wird die Funktion zum Standard für alle Gmail-Nutzer – und bietet endlich die Möglichkeit, die digitale Identität der Zeit anzupassen.

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