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Google Chrome: Dringendes Update schließt zehn kritische Lücken

09.03.2026 - 00:00:11 | boerse-global.de

Google veröffentlicht dringendes Update für Chrome, um drei hochkritische Schwachstellen zu patchen, die Fernzugriffe ermöglichen. Nutzer sollten sofort aktualisieren.

Google Chrome: Dringendes Update schließt zehn kritische Lücken - Foto: über boerse-global.de
Google Chrome: Dringendes Update schließt zehn kritische Lücken - Foto: über boerse-global.de

Google hat ein Notfall-Update für seinen Browser Chrome veröffentlicht. Es schließt zehn Sicherheitslücken, drei davon sind äußerst kritisch. Nutzer sollten sofort aktualisieren.

Die Schwachstellen könnten Angreifern erlauben, Schadcode aus der Ferne auszuführen – allein durch den Besuch einer präparierten Webseite. Betroffen sind die Desktop-Versionen für Windows, macOS, Linux und die mobilen Apps für Android und iOS. Die aktuelle Version 145.0.7632.159/160 steht bereit.

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Drei Lücken ermöglichen Fernzugriff

Im Fokus stehen drei als "kritisch" eingestufte Fehler. Sie stecken tief in der Browser-Architektur: Ein Integer-Overflow in der Grafikkomponente ANGLE (CVE-2026-3536), ein ähnliches Problem in der Skia-Grafik-Engine (CVE-2026-3538) und ein Fehler im Lebenszyklus von Objekten in der PowerVR-Komponente (CVE-2026-3537).

Diese Lücken könnten fatale Speicherfehler provozieren. Ein Angreifer müsste Nutzer nur auf eine manipulierte Seite locken, um die Kontrolle über das System zu erlangen. Für die Entdeckung der ANGLE-Lücke zahlte Google 33.000 US-Dollar Prämie. Sieben weitere, als "hoch" eingestufte Fehler in WebAudio, WebCodecs und der V8-JavaScript-Engine wurden ebenfalls geschlossen.

So installieren Sie das Update sofort

Experten raten dringend zum manuellen Update. Der automatische Rollout kann Tage dauern. Gehen Sie im Chrome-Menü (drei Punkte) auf "Hilfe" > "Über Google Chrome". Der Browser sucht dann nach der neuesten Version und startet den Download.

Wichtig: Erst nach einem Neustart des Browsers sind die Patches aktiv. Google hält technische Details der Lücken bewusst zurück, bis die meisten Nutzer aktualisiert haben. So sollen Kriminelle keine Zeit gewinnen, um Exploits zu entwickeln.

Ab Herbst: Neue Updates alle zwei Wochen

Google verschärft sein Update-Tempo. Ab September 2026, mit Version 153, erscheinen stabile Releases alle zwei Wochen – für Desktop und Mobile. Das Ziel: Sicherheitsupdates und Bugfixes sollen schneller bei den Nutzern landen.

Für Unternehmen bleibt der Extended-Stable-Kanal mit acht Wochen Rhythmus erhalten. Google empfiehlt Firmen aber dennoch den zweiwöchigen Zyklus. Der unmittelbare Schutz vor akuten Bedrohungen wiegt schwerer als der administrative Aufwand.

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Browser im Fadenkreuz der Angreifer

Das März-Update ist kein Einzelfall. Erst im Februar patchte Google eine Zero-Day-Lücke (CVE-2026-2441), die bereits aktiv ausgenutzt wurde. Browser sind aufgrund ihrer Verbreitung und Komplexität ein Hauptziel für Cyberkriminelle.

Google setzt daher auf automatisierte Tests. Viele der jetzt behobenen Fehler wurden durch Tools wie AddressSanitizer aufgespürt. Diese "Fuzzing"-Werkzeuge provozieren gezielt Abstürze, um Schwachstellen zu finden, bevor es Angreifer tun.

Die beschleunigten Update-Zyklen ab Herbst zeigen den Trend: Software-Pflege wird zum Dauerprozess. Für Nutzer bleibt die einfachste Regel die wichtigste: Automatische Updates niemals deaktivieren und den Browser regelmäßig neu starten.

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