Google-Chef: Künstliche Super-Intelligenz in fünf Jahren möglich
21.02.2026 - 06:31:12 | boerse-global.deDie Entwicklung einer menschenähnlichen Künstlichen Intelligenz (KI) könnte deutlich schneller erfolgen als bisher angenommen. Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind, prognostiziert auf einem Gipfel in Neu-Delhi die Entstehung einer Artificial General Intelligence (AGI) innerhalb der nächsten fünf Jahre. Seine Vorhersage untermauerte er mit der Vorstellung von Gemini 3.1 Pro, einem neuen KI-Modell mit mehr als doppelt so hoher Denkleistung wie sein Vorgänger.
Gemini 3.1 Pro: Quantensprung im logischen Denken
Die Ankündigung des neuen Modells am Donnerstag markiert einen strategischen Schritt. Gemini 3.1 Pro soll nicht nur Texte generieren, sondern komplexe, mehrstufige Probleme eigenständig lösen – etwa in der Softwareentwicklung oder Finanzanalyse. Diese Fähigkeit zu „agentischen“ Arbeitsabläufen gilt als Schlüsselmerkmal auf dem Weg zur AGI.
Die gesteigerte Leistung ist messbar: Im anspruchsvollen ARC-AGI-2-Test, der das Lösen unbekannter Logikmuster prüft, erreichte das neue Modell 77,1 Prozent. Das ist mehr als das Doppelte des Vorgängers. Praktisch bedeutet das: Die KI kann nun etwa direkt aus Textbefehlen animierte Webgrafiken erstellen oder disparate Datenquellen intelligent zusammenführen.
„Schwellenmoment“ für die Menschheit
Hassabis verglich die bevorstehende AGI-Entwicklung mit fundamentalen Errungenschaften wie der Nutzung des Feuers. Ihr Einfluss könnte den der Industriellen Revolution um das Zehnfache übertreffen – allerdings in einem stark komprimierten Zeitraum. Diese beschleunigte Entwicklung sei auf Durchbrüche bei autonomen Systemen zurückzuführen.
Doch der Google-Chef warnte auch. Angesichts der Risiken durch Missbrauch oder zu große Autonomie der Systeme forderte er eine globale Zusammenarbeit bei Sicherheitsstandards. Besonders in den Bereichen Biosecurity und Cybersecurity müssten vorbeugend Regeln geschaffen werden, bevor eine leistungsstarke, allgemeine KI weite Verbreitung finde.
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Experten streiten über das Tempo
Die verkürzte Zeitschiene ist in der Fachwelt umstritten. Während Hassabis von fünf Jahren spricht, mahnt Yann LeCun, KI-Pionier bei Meta, zur Vorsicht vor „überzogenen Erwartungen“. Seiner Ansicht nach liege die AGI noch in weiter Ferne. Das primäre Ziel müsse sein, KI als Werkzeug zur Erweiterung menschlicher Intelligenz zu entwickeln, nicht als Ersatz.
Diese Kontroverse spiegelt den Grundkonflikt des Feldes wider: den Spagat zwischen rasantem Fortschritt und notwendiger Sicherheit. Andere Größen wie Sam Altman von OpenAI sehen ebenfalls frühe Formen einer Superintelligenz in den komm Jahren. Der Gipfel in Indien, der erste dieser Art im Globalen Süden, betonte sowohl die enormen wirtschaftlichen Chancen als auch die tiefgreifenden Risiken, die es zu managen gilt.
Wettlauf der Tech-Giganten beschleunigt Entwicklung
Hinter den ambitionierten Zeitplänen steht ein erbarmungsloser Innovationszyklus. Die Veröffentlichung von Gemini 3.1 Pro ist keine Einzelaktion, sondern Teil des Wettrennens zwischen Google, OpenAI, Anthropic und anderen Laboren. Jedes Modell, das in Logik oder Planung überzeugt, wird als weitere Stufe auf der Leiter zur AGI gewertet.
Die Namensgebung „3.1“ signalisiert zudem eine neue, schnellere Entwicklungsstrategie. Statt auf große Versionssprünge zu warten, veröffentlichen die Konzerne nun fokussierte Upgrades der Kernintelligenz. Dieser agile Ansatz dürfte das Tempo weiter erhöhen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die fortgeschrittenen Denkfähigkeiten auch zu bahnbrechenden Entdeckungen in Wissenschaft und Medizin führen. Der Wettlauf zur AGI ist keine theoretische Übung mehr – er ist zur technologischen und geopolitischen Realität geworden.
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