Google Chat führt Nachrichten-Weiterleitung ein
20.01.2026 - 23:24:12Google schließt eine wichtige Funktionslücke in seinem Chat-Dienst und erleichtert so den Informationsaustausch für Millionen Nutzer. Die neue Weiterleitungsfunktion soll umständliche Workarounds beenden und die Produktivität in Teams steigern.
Ab sofort können Nutzer von Google Chat Nachrichten direkt an andere Konversationen weiterleiten. Das Feature startet heute seinen Rollout und wird bis Mitte Februar für alle verfügbar sein. Es richtet sich an alle Google Workspace-Kunden, Individual-Abonnenten und Privatnutzer. Ziel ist es, das lästige Kopieren und Einfügen von Text oder das Teilen von Screenshots überflüssig zu machen.
Kontext bleibt erhalten
Ein entscheidender Vorteil: Beim Weiterleiten bleibt der Kontext der Originalnachricht erhalten. Empfänger sehen den Namen des ursprünglichen Absenders, die Herkunftskonversation und alle Anhänge. Das soll Missverständnisse vermeiden, wenn Informationen zwischen Teams wandern.
Die Bedienung ist simpel. Nutzer wählen die Option „Nachricht weiterleiten“ im Aktionsmenü einer Nachricht und wählen dann das Ziel – eine Direktnachricht oder einen geteilten Space. Kritisches Kundenfeedback aus einer DM lässt sich so sofort im relevanten Projekt-Space teilen.
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Sicherheit hat Vorrang
Google hat klare Regeln für die Weiterleitung zwischen internen und externen Gesprächen festgelegt. Nachrichten aus Konversationen mit externen Teilnehmern können in rein interne Chats weitergeleitet werden. So lassen sich externe Kommunikationen einfach ins Team holen.
Der umgekehrte Weg ist blockiert: Rein interne Nachrichten dürfen nicht an Konversationen mit externen Nutzern gesendet werden. Das soll verhindern, dass versehentlich sensible Informationen nach außen gelangen. Ein zusätzlicher Schutz: Beim Weiterleiten aus DMs erscheint ein Hinweis, sensible Daten zu schützen. Administratoren können die Funktion nicht deaktivieren – sie ist für alle Endnutzer standardmäßig aktiviert.
Google holt im Wettbewerb auf
Mit der Nachrichten-Weiterleitung gleicht Google Chat einen deutlichen Rückstand zu Konkurrenten wie Slack und Microsoft Teams aus. Beide Plattformen bieten ähnliche Funktionen seit langem an. In der hart umkämpften Welt der Kollaborationstools ist solche Feature-Parität entscheidend für die Nutzerbindung.
Die Aktualisierung spiegelt einen größeren Trend wider: Die Entwicklung von Arbeitssoftware zielt immer stärker auf nahtlos vernetzte Ökosysteme ab. Das Beseitigen von Reibungspunkten – wie dem manuellen Übertragen von Informationen – gilt als Schlüssel für mehr Produktivität. Solche scheinbar kleinen Verbesserungen können die Effizienz von Teams spürbar steigern.
Der Weg zur vollintegrierten Workspace
Der Rollout der Weiterleitung ist ein weiterer Schritt in Googles Bestreben, Chat zu einem mächtigeren und intuitiveren Tool auszubauen. Die gestaffelte Einführung – beginnend mit Rapid-Release-Domänen – gibt Google Zeit, die Performance zu überwachen und Nutzerfeedback zu sammeln.
Die Zukunft von Google Workspace wird wahrscheinlich von noch tieferer Integration und KI-gestützter Assistenz geprägt sein. Die nahtlose Bewegung von Informationen nicht nur innerhalb von Chat, sondern auch zwischen Chat, Gmail und Google Drive steht im Zentrum von Googles Vision für die Arbeit der Zukunft. Nutzer können mit weiteren Verbesserungen rechnen, die Kommunikationssilos abbauen und collaborative Arbeit weniger fragmentiert gestalten.
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