Google, Millionen

Google blockierte 2025 1,75 Millionen schädliche Android-Apps

26.02.2026 - 05:48:37 | boerse-global.de

Googles Sicherheitsbericht zeigt die Blockade von Millionen problematischer Apps, während eine geplante Identitätsprüfung für Entwickler auf massive Kritik stößt.

Google verhinderte im vergangenen Jahr die Veröffentlichung von über 1,75 Millionen problematischer Apps im Play Store. Das geht aus dem aktuellen Sicherheitsbericht des Konzerns hervor. Gleichzeitig stößt eine für 2026 geplante, strenge Verifizierungspflicht für alle Entwickler auf massiven Widerstand. Sie könnte das offene Android-Ökosystem grundlegend verändern.

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KI als Waffe im Kampf gegen Schadsoftware

Im Hintergrund arbeitet eine mächtige, KI-gestützte Abwehr. Diese Systeme blockierten 2025 nicht nur Millionen Apps, sondern sperrten auch über 80.000 verdächtige Entwicklerkonten. Die KI sucht nach Malware, aber auch nach Apps, die unrechtmäßig an Nutzerdaten wollen. Rund 255.000 Anwendungen scheiterten an zu umfangreichen Berechtigungsanfragen.

Die Schutzsoftware Google Play Protect spielt eine zentrale Rolle. Sie scannt Apps – sowohl im Play Store als auch auf den Geräten selbst – und hat bereits Millionen bösartiger Anwendungen aus anderen Quellen entdeckt.

Der große Frühjahrsputz: Qualität vor Quantität

Googles Offensive ist Teil einer langfristigen Qualitätsstrategie. Die Zahl der verfügbaren Apps im Store schrumpft seit Jahren. Lag der Höchststand 2017 noch bei 3,6 Millionen, waren es Anfang 2025 nur noch etwa 2,06 Millionen. Insgesamt entfernte Google über 2,6 Millionen Anwendungen.

Betroffen sind vor allem veraltete „Abandonware“, Spam-Apps und irreführende Kopien. Das Ziel: Ein übersichtlicherer Marktplatz mit höherer Qualität und mehr Sichtbarkeit für seriöse Entwickler.

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Neue Verifizierungspflicht entfacht Sturm der Kritik

Die wirklich kontroverse Neuerung steht aber erst bevor. Ab Herbst 2026 will Google von allen Entwicklern eine Identitätsprüfung verlangen. Die Pflicht gilt nicht nur für den Play Store, sondern auch für alternative Stores und das manuelle Installieren von Apps („Sideloading“).

Diese Ankündigung sorgt für Empörung. In einem offenen Brief kritisieren der Chaos Computer Club und die Free Software Foundation Google scharf. Der Konzern mache sich zum alleinigen „Torwächter“ für Android. Kritiker warnen vor Barrieren für kleine Entwickler und Datenschutzrisiken durch eine zentrale Entwickler-Datenbank.

Android im Spagat: Mehr Sicherheit, weniger Freiheit?

Google begründet den Schritt mit der wachsenden Bedrohung durch Finanzbetrug und komplexe Malware. Die Verifizierung soll es Betrügern erschweren, nach einer Sperrung einfach unter neuem Namen weiterzumachen.

Doch der Preis könnte hoch sein: Android entfernt sich von seinem offenen Ursprung und nähert sich einem stärker kontrollierten Modell wie bei Apple an. Unter Druck steht Google auch von der EU-Kommission, die die Play-Store-Praktiken im Rahmen des Digital Markets Act prüft.

Für Nutzer dürfte das Ökosystem sicherer, aber auch kontrollierter werden. Entwickler weltweit müssen sich auf neue Hürden einstellen. Die globale Einführung der Verifizierung startet 2027, nach ersten Tests in Ländern wie Brasilien und Indonesien. Die Debatte über das richtige Maß an Kontrolle ist eröffnet.

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