Goldman, Sachs

Goldman Sachs Aktie: Comeback nach Trump-Schock?

13.10.2025 - 21:01:24

Goldman Sachs zeigt robuste operative Stärke mit Gewinn von 45,34 USD je Aktie und 82,8% Bruttomarge. Die Bank profitiert von aktiverem Investmentbanking und belohnt Aktionäre mit umfangreichen Rückkäufen.

Die Wall Street zeigt sich zu Wochenbeginn erleichtert. Nach dem heftigen Ausverkauf am Freitag, als Trumps Zolldrohungen von 100 Prozent auf chinesische Importe die Märkte erschütterten, deuten die Futures auf eine Erholung hin. Besonders Goldman Sachs könnte von der sich entspannenden Lage profitieren – doch wie nachhaltig ist die Beruhigung?

Der Investmentriese hatte zuletzt mit beeindruckenden Zahlen aufgewartet: Ein Gewinn je Aktie von 45,34 Dollar und eine Bruttomarge von stolzen 82,8 Prozent unterstreichen die operative Stärke. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 244 Milliarden Dollar bleibt die Bank ein Schwergewicht im Finanzsektor.

Trading-Sparte glänzt weiter

Während andere Bereiche schwächeln, erweist sich das Handelsgeschäft als verlässlicher Gewinnbringer. Besonders der Aktienhandel läuft rund – ein wichtiger Baustein in volatilen Marktphasen wie diesen. Das FICC-Geschäft (Anleihen, Währungen, Rohstoffe) kämpft dagegen mit schwierigen Vergleichszahlen aus dem Vorjahr.

Die Analystenhäuser bleiben dennoch optimistisch: Barclays sieht die Aktie bei 720 Dollar, während BMO Capital Markets ein Kursziel von 350 Dollar ausruft. Grund für die Zuversicht sind vor allem die wieder anziehenden Aktivitäten im Investmentbanking.

M&A-Geschäft vor Aufschwung?

Tatsächlich mehren sich die Zeichen für eine Belebung bei Fusionen und Übernahmen. Der Auftragsbestand im Investmentbanking wächst, getrieben hauptsächlich durch Beratungsmandate. Das könnte sich bereits in den kommenden Quartalen in den Gebühreneinnahmen niederschlagen.

Doch die regulatorischen Hürden werden höher: Die Eigenkapitalanforderungen für systemrelevante Banken könnten 2026 um weitere 50 Basispunkte steigen – und 2028 nochmals um denselben Betrag. Das würde die Kapitalkosten in die Höhe treiben und die Renditen belasten.

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Aktionäre werden belohnt

Trotz der Unwägbarkeiten zeigt sich Goldman Sachs großzügig gegenüber den Aktionären. Das 40-Milliarden-Dollar-Rückkaufprogramm entspricht etwa 26 Prozent der Marktkapitalisierung – ein deutliches Signal des Managements. Zudem wurde die Quartalsdividende im dritten Quartal um satte 33 Prozent erhöht.

Die Kostendisziplin stimmt ebenfalls: Die Vergütungsquote sank im ersten Halbjahr um 50 Basispunkte. Allerdings fallen im zweiten Quartal Abfindungskosten von 150 Millionen Dollar an – das entspricht 0,39 Dollar je Aktie.

Bleibt die Frage: Können die strukturellen Stärken die zyklischen Risiken überwinden? Der Goldpreis-Boom, den Goldman Sachs für 2026 auf 4.900 Dollar prognostiziert, könnte jedenfalls dem Rohstoffhandel zusätzlichen Schwung verleihen.

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