Gmail-Filter-Chaos: Spam-Flut überrollte Millionen Postfächer
01.02.2026 - 07:25:11Ein globaler Fehler in Gmail ließ am Wochenende Werbemails in Hauptposteingänge strömen und vertrauenswürdige Nachrichten als Spam markieren. Google bestätigte die Störung, die fast fünf Stunden dauerte und weltweit Nutzer traf.
Das Problem begann in den frühen Morgenstunden des 24. Januar 2026 und betraf sowohl private Konten als auch Geschäftskunden von Google Workspace. Das automatische Filtersystem, das normalerweise E-Mails in Kategorien wie „Primär“, „Promotionen“ und „Soziales“ sortiert, brach zusammen. Die Folge: Marketing-Nachrichten und Newsletter überschwemmten die Hauptpostfächer, während legitime Mails fälschlich im Spam-Ordner landeten.
Verwirrung und Sicherheitsbedenken
Ab etwa 14:00 Uhr MEZ meldeten Nutzer zwei Hauptprobleme. Erstens erschienen Werbe-E-Mails massenhaft im Primär-Posteingang. Zweitens zeigte Gmail bei Nachrichten von bekannten Absendern plötzlich Warnhinweise an: „Seien Sie bei dieser Nachricht vorsichtig. Gmail hat sie nicht auf Spam oder Schadsoftware überprüft.“
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Diese unerwarteten Warnungen lösten bei vielen Nutzern Sicherheitsbedenken aus. Zusätzlich kam es zu Verzögerungen beim E-Mail-Empfang. Das beeinträchtigte in einigen Fällen sogar Dienste, die auf Zwei-Faktor-Authentifizierung per E-Mail angewiesen sind. Auf Plattformen wie DownDetector schnellten die Nutzerbeschwerden in die Höhe.
Googles Reaktion und die Fehleranalyse
Google bestätigte die Störung auf seinem Workspace-Status-Dashboard mehrere Stunden nach den ersten Meldungen. Die Ingenieurteams arbeiteten an einer Lösung. Gegen 18:55 Uhr MEZ, knapp fünf Stunden nach Beginn, gab das Unternehmen Entwarnung: Das Problem sei für alle Nutzer behoben.
In einer vorläufigen Stellungnahme führte Google den Ausfall auf eine Überlastung der Spam-Prüfsysteme zurück. Ein temporärer Fehler in einem Backend-Dienst habe eine Kettenreaktion ausgelöst. Die falschen Spam-Warnungen könnten bei E-Mails, die vor der Fehlerbehebung eingingen, jedoch weiterhin sichtbar bleiben, so das Unternehmen.
Eine Lehre in digitaler Abhängigkeit
Der Vorfall unterstreicht, wie stark sich weltweit 1,8 Milliarden Nutzer auf die komplexen automatischen Systeme von Gmail verlassen. Der Filter, der seit über einem Jahrzehnt milliardenfach unerwünschte Nachrichten abfängt, gilt normalerweise als äußerst zuverlässig. Sein kurzzeitiges Versagen zeigt die Verwundbarkeit einer solchen kritischen Internet-Infrastruktur.
Die Störung eines so allgegenwärtigen Dienstes wirft Fragen zur Transparenz großer Tech-Konzerne bei Ausfällen auf. Obwohl die Panne vergleichsweise schnell behoben wurde, verursachte sie bei einem Großteil der Nutzer erhebliche Unannehmlichkeiten und Verwirrung.
Was Nutzer jetzt tun können
Google kündigte an, einen detaillierten Analysebericht zu veröffentlichen, sobald die interne Untersuchung abgeschlossen ist. Dieser soll die genaue Ursache des Backend-Fehlers und geplante Präventionsmaßnahmen erläutern.
Für Nutzer funktioniert der E-Mail-Dienst zwar wieder normal. Experten raten jedoch, auch außerhalb solcher Vorfälle regelmäßig den Spam-Ordner zu überprüfen. Wichtige Nachrichten können auch im regulären Betrieb falsch einsortiert werden. Der globale Filter-Flop dürfte die Strategien für die Widerstandsfähigkeit weltweiter E-Mail-Infrastrukturen nachhaltig beeinflussen.
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