dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 25.02.2026 - 17.00 Uhr
25.02.2026 - 17:05:05 | dpa.deGESAMT-ROUNDUP 2: Tauwetter, aber kein deutsch-chinesischer Frühling
PEKING - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Besuch in China "marktverzerrende Subventionen", mangelnde Marktöffnung und den chinesischen Handelsüberschuss angeprangert. Gleichzeitig warb er aber für mehr chinesische Investitionen in Deutschland zur Schaffung von Arbeitsplätzen und plädierte für die Stärkung einer "umfassenden strategischen Partnerschaft" mit China. Am Rande des Besuchs wurde der Verkauf von 120 Airbus-Flugzeugen nach China vereinbart.
EU: USA signalisieren Einhaltung von Zolldeal
BRÜSSEL - Die EU hat nach eigenen Angaben keine Anzeichen dafür, dass US-Präsident Donald Trump das im vergangenen Sommer geschlossene Zollabkommen mit seinen jüngsten Ankündigungen und Entscheidungen sprengen will. "Die USA haben signalisiert, dass sie die aktuellen Vereinbarungen einhalten werden", sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel. Man warte allerdings noch darauf, dass klar erläutert werde, wie dies umgesetzt werden solle. Es brauche Verlässlichkeit und Vorhersehbarkeit.
USA und Ukraine bereiten neue Gesprächsrunde mit Russland vor
KIEW - Im Rahmen der von den USA vermittelten ukrainisch-russischen Friedensgespräche ist am Donnerstag in der Schweiz ein neues Treffen zwischen Vertretern der Ukraine und der USA geplant. "Ich habe gerade mit (dem Chefunterhändler) Rustem Umjerow gesprochen. Er wird morgen ein Treffen mit den US-amerikanischen Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner haben", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten. An dem Treffen werde auch der ukrainische Wirtschaftsminister Olexij Sobolew teilnehmen. Umjerows Pressesprecherin bestätigte den Termin und nannte Genf als Gesprächsort. Zuvor hatte Witkoff bereits die Reise nach Genf am Donnerstag angekündigt.
Verivox: Biogas aktuell 25 Prozent teurer als herkömmliches
BERLIN - Das von der schwarz-roten Koalition fürs Heizen ins Spiel gebrachte Biogas ist für Verbraucher aktuell deutlich teurer als herkömmliches Erdgas. Laut Vergleichsportal Verivox liegt der Durchschnittspreis dieser Gastarife derzeit rund 25 Prozent über denen von Gas ohne Bioanteil. Auf die Bewohner eines Einfamilienhauses mit Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden könnten damit nach Verivox-Rechnung Mehrkosten von rund 492 Euro zukommen.
Eurozone: Inflationsrate fällt wie erwartet auf 1,7 Prozent
LUXEMBURG - In der Eurozone ist die Inflationsrate wie erwartet weiter zurückgegangen. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten im Schnitt erwartet bestätigt. Es ist die niedrigste Rate seit September 2024. Die Europäischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig 2 Prozent an. Die EZB hatte zuletzt die Leitzinsen nicht angetastet.
ROUNDUP: Mehr Aufträge für Bauwirtschaft
WIESBADEN - Nach jahrelanger Flaute laufen die Geschäfte am Bau wieder besser. Öffentliche Großaufträge in der Infrastruktur und ein allmählich anziehender Wohnungsbau haben den preisbereinigten Wert der Auftragseingänge im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent steigen lassen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Einschließlich der Preiserhöhungen erhöhten sich die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10,1 Prozent.
ROUNDUP 2: Deutsche Wirtschaft wächst - aber größere Haushaltslöcher
WIESBADEN - Dank des besten Quartals seit drei Jahren geht die deutsche Wirtschaft mit Rückenwind ins Jahr 2026. Im vierten Quartal 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Allerdings waren die Löcher im Staatshaushalt im vergangenen Jahr deutlich größer als zunächst angenommen.
Mehr Aufträge für Bauwirtschaft
WIESBADEN - Nach jahrelanger Flaute laufen die Geschäfte am Bau wieder besser. Öffentliche Großaufträge in der Infrastruktur und ein allmählich anziehender Wohnungsbau haben den preisbereinigten Wert der Auftragseingänge im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent steigen lassen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Einschließlich der Preiserhöhungen erhöhten sich die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10,1 Prozent.
Verbraucherstimmung in Deutschland hellt sich nicht auf
NÜRNBERG - Die Verbraucherstimmung in Deutschland orientiert sich am trüben Winterwetter: Eine Aufhellung ist derzeit nach der am Mittwoch vorgelegten, jüngsten Studie der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM nicht in Sicht. Die Einkommenserwartungen seien im Februar zwar leicht höher ausgefallen als im Vormonat. Dafür habe sich die Anschaffungsneigung weiter eingetrübt. Auch die derzeit ohnehin hohe Sparneigung habe noch einmal zugenommen - und erreicht derzeit den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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