Genossenschaftsbanken trotzen der Flaute mit Rekordgewinn
11.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.deDie deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken haben 2025 trotz wirtschaftlicher Stagnation einen Gewinnsprung hingelegt. Das zeigt die Widerstandsfähigkeit des genossenschaftlichen Modells in unsicheren Zeiten.
Solides Wachstum im Kerngeschäft
Die 646 Institute des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) steigerten ihren Vorsteuergewinn um 10,1 Prozent auf rund 9,5 Milliarden Euro. Nach Steuern verblieb ein Überschuss von etwa 2,3 Milliarden Euro – ein Plus von mehr als 25 Prozent gegenüber 2024.
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Getragen wurde dieses Ergebnis vom klassischen Bankgeschäft. Das Nettozinsergebnis kletterte um 5,1 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro, den höchsten Stand seit fünf Jahren. Grund war vor allem gesunkener Zinsaufwand. Auch das Kommissionsgeschäft legte um zwei Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zu. Die Effizienz der Institute verbesserte sich: Die Kosten-Ertrags-Relation sank von 63 auf 62,1 Prozent.
Stabilität als Antwort auf globale Krisen
„Die Banken haben ihre Kunden, darunter viele Mittelständler, gut durch die anspruchsvolle Phase begleitet“, betonte BVR-Präsidentin Marija Kolak am Dienstag bei der Vorstellung der Zahlen. Die Gewinne fielen im sechsten Jahr in Folge wirtschaftlicher Stagnation in Deutschland.
Die Institute hielten die Risikovorsorge mit etwa 2,2 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital des Sektors wuchs um 3,7 Prozent auf 69 Milliarden Euro – ein wichtiger Puffer. Angesichts der geopolitischen Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg oder die Spannungen im Nahen Osten fordert der Verband eine „systematische Erneuerung“ der deutschen Wirtschaftskraft. Eurobonds und dauerhaft höhere Schulden lehnt der BVR entschieden ab.
Personalaufbau trotz steigender Kosten
Die Betriebskosten stiegen 2025 um 2,9 Prozent. Haupttreiber waren die Personalkosten, die um 4,6 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro kletterten – eine Folge neuer Tarifabschlüsse.
Dennoch bauten die Genossenschaftsbanken ihre Belegschaft weiter aus. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,9 Prozent auf 139.500. Die Ausbildungsquote von acht Prozent ist ein Spitzenwert in der Finanzbranche. Die Institute betreuen über 30 Millionen Kunden, davon 17,5 Millionen Mitglieder.
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Digitale Zukunft und regulatorische Gestaltung
Die Zukunft liegt in der Digitalisierung. Über 90 Prozent der jungen Kunden nutzen bereits digitale Kanäle. Bis 2030 soll etwa die Hälfte aller Kundenkontakte rein digital ablaufen. Die Genossenschaftsfinanzgruppe setzt dabei zunehmend auf Künstliche Intelligenz und hat ein eigenes Kompetenzzentrum eingerichtet.
Für das laufende Jahr sieht der BVR weitere Chancen, etwa in der Wohnungsbaufinanzierung und der Unternehmenskreditvergabe. Zudem übernimmt der Verband 2026 den Vorsitz der Deutschen Kreditwirtschaft. Damit will er sich für einen Regulierungsrahmen einsetzen, der Risiken adressiert, ohne durch Überkomplexität unnötig Kapital zu binden.
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