Geldautomaten-Betrug, Tricks

Geldautomaten-Betrug: Neue Tricks treiben Polizei zur Warnung

15.02.2026 - 18:38:29

In Deutschland hfen sich wieder Betrugsfälle an Geldautomaten. Die Polizei in mehreren Bundesländern warnt eindringlich vor einer Zunahme perfider Trickdiebstähle. Besonders ältere Menschen geraten ins Visier überregional agierender Banden.

Die Täter arbeiten arbeitsteilig und setzen auf eine Mischung aus Ablenkung und technischer Manipulation. Eine verbreitete Masche ist der Kartentausch-Trick: Ein Komplize lenkt das Opfer ab, während ein anderer die PIN ausspäht und die echte Bankkarte gegen eine gestohlene austauscht. Der Diebstahl fällt oft erst auf, wenn hohe Summen vom Konto abgebucht sind. Allein im Kreis Groß-Gerau registrierte die Polizei zwischen Ende Januar und Anfang Februar sechs solcher Taten.

Neben dem direkten Diebstahl setzen Kriminelle weiter auf technische Sabotage am Automaten selbst. Eine gängige Praxis ist das "Cash-Trapping". Dabei kleben Täter eine unauffällige Blende über den Geldausgabeschacht. Das Geld wird abgefangen ? für den Kunden sieht es aus wie eine Störung. Nachdem dieser den Automaten verlassen hat, holen die Betrüger die Scheine ab.

Eine weitere Gefahr bleibt das "Skimming". Dabei installieren Täter Aufsätze am Kartenschlitz und winzige Kameras, um Magnetstreifendaten und PINs zu kopieren. Parallel perfektionieren sie das simple "Shoulder-Surfing", das Ausspähen der Geheimzahl über die Schulter. Aktuelle Fälle zeigen: Die Täter sprechen ihre Opfer gezielt an, um sie abzulenken und die PIN zu erspähen.

So schützen Sie sich vor den Betrugsmaschen

Die Polizei appelliert an die Wachsamkeit der Bürger. Der wichtigste Grundsatz: Lassen Sie sich am Geldautomaten niemals ablenken.

Vor dem Geldabheben:
* Standort wählen: Bevorzugen Sie gut beleuchtete Automaten in belebten Bankfilialen.
* Automaten prüfen: Rütteln Sie leicht an Kartenschlitz, Tastatur und Geldausgabeschacht. Lose Teile können auf Manipulationen hindeuten.
* Umfeld checken: Achten Sie auf verdächtige Personen in der Nähe.

Während der Transaktion:
* Abstand fordern: Bitten Sie zu nahe kommende Personen höflich, aber bestimmt um Distanz.
* PIN verdecken: Decken Sie das Tastenfeld bei der Eingabe immer mit der freien Hand ab ? das ist der effektivste Schutz.

Bei Störungen:
* Nicht weggehen: Verlassen Sie den Automaten nie, wenn die Karte eingezogen wird oder kein Geld kommt.
* Sofort sperren: Rufen Sie umgehend die 116 116 an, um Ihre Karte sperren zu lassen. Nehmen Sie keine Hilfe Fremder an.
* QR-Codes ignorieren: Scannen Sie keine unbekannten Codes am Automaten. Sie führen oft zu Phishing-Webseiten.

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Der Mensch bleibt die größte Schwachstelle

Sicherheitsexperten beobachten eine klare Tendenz: Während Banken ihre Automaten technisch härten, verlagern die Täter ihren Fokus. Sie zielen gezielt auf die menschliche Schwachstelle ? durch soziale Manipulation, Ablenkung und das Ausnutzen von Hilfsbereitschaft.

Die aktuellen Betrugsserien zeigen, wie wichtig Aufmerksamkeit ist. Die Polizei betont: Im Zweifel immer den Notruf wählen. Die Zusammenarbeit mit aufmerksamen Bürgern ist entscheidend, um den Tätern das Handwerk zu legen.

@ boerse-global.de

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