Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko noch nach 20 Jahren

16.02.2026 - 02:41:11 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie zeigt, dass ein gezieltes Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko über 20 Jahre hinweg um 25 Prozent reduzieren kann.

Ein spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko noch zwei Jahrzehnte später um ein Viertel senken. Das zeigen neue Langzeitergebnisse der bahnbrechenden ACTIVE-Studie, die kürzlich veröffentlicht wurden. Diese Erkenntnisse könnten die Prävention von Demenzerkrankungen grundlegend verändern.

Nur wenige Wochen Training für langfristigen Schutz

Die Studie mit dem Namen „Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly“ (ACTIVE) ist die erste ihrer Art, die einen so langen Zusammenhang zwischen kognitivem Training und Demenz untersucht. Die Analyse ergab: Ältere Erwachsene, die an einem „Speed of Processing“-Training teilnahmen, hatten ein um 25 Prozent geringeres Risiko, in den folgenden 20 Jahren an Demenz zu erkranken.

Das initiale Training umfasste nur zehn Sitzungen über fünf bis sechs Wochen. Entscheidend für den Langzeiteffekt waren zusätzliche Auffrischungssitzungen nach einem und drei Jahren. Frühere Daten nach zehn Jahren deuteten bereits auf eine 29-prozentige Risikoreduktion hin – die neuen Ergebnisse bestätigen die nachhaltige Wirkung.

Was macht dieses Training so besonders?

In der Studie wurden drei Trainingsarten verglichen:
* Gedächtnistraining
* Training des logischen Denkens
* „Speed of Processing“-Training (Verarbeitungsgeschwindigkeit)

Nur das letzte zeigte einen signifikanten Langzeitschutz vor Demenz. Der Unterschied? Während die anderen Methoden konkrete Strategien lehrten, setzt das Geschwindigkeitstraining auf implizites Lernen – ähnlich dem Aufbau einer neuen Fähigkeit.

Die Nutzer müssen visuelle Informationen auf einem Bildschirm unter Zeitdruck erkennen. Das Programm passt die Schwierigkeit automatisch an: Wer gut ist, bekommt härtere Aufgaben, bei Schwierigkeiten wird das Tempo gedrosselt. Diese stetige Herausforderung an der Leistungsgrenze unterscheidet es fundamental von Routine-Rätseln wie Sudoku.

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Warum schützt es das Gehirn?

Der Erfolg liegt in der Förderung der neuronalen Plastizität. Das Gehirn wird gezwungen, effizienter zu arbeiten und kognitive Reserven aufzubauen. Diese gestärkten Netzwerke scheinen widerstandsfähiger gegen die altersbedingten Veränderungen zu sein, die zu Demenz führen.

Die Übungen simulieren oft komplexe Alltagssituationen, wie das schnelle Erfassen einer Verkehrsszene. So trainieren sie eine grundlegende Fähigkeit für die Selbstständigkeit im Alter. Die notwendigen „Booster“-Sitzungen zeigen: Kognitive Fitness braucht – ähnlich wie körperliche – regelmäßige Impulse.

Ein Wendepunkt für die Demenz-Prävention?

Die Ergebnisse kommen zu einer kritischen Zeit. Angesichts einer alternden Gesellschaft suchen Initiativen wie die Nationale Demenzstrategie nach wirksamen Präventionswegen. Die ACTIVE-Studie liefert nun einen evidenzbasierten Ansatz, der über allgemeine Ratschläge hinausgeht.

Sie verschiebt den Fokus von unspezifischen „Gehirnjogging“-Apps hin zu klinisch validierten Programmen. Während Faktoren wie Bewegung und Ernährung wichtig bleiben, etabliert sich gezieltes mentales Training als eigenständige Säule der Vorsorge.

Für Verbraucher bedeutet das mehr Orientierung auf einem unübersichtlichen Markt. Für die Forschung ist es der Startschuss, die neuronalen Mechanismen weiter zu entschlüsseln und personalisierte Trainingspläne zu entwickeln. Die Botschaft ist klar: Eine relativ kurze, gezielte Intervention kann einen jahrzehntelangen Schutz entfalten.

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