Gefälschte, Smartphones

Gefälschte Smartphones: Neue Welle bedroht digitale Identitäten

26.02.2026 - 01:18:19 | boerse-global.de

Sicherheitsbehörden warnen vor täuschend echten Plagiaten, die ab Werk Schadsoftware enthalten und als Basis für KI-gestützte Identitätsdiebstähle dienen.

Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen Welle gefälschter Smartphones. Die täuschend echten Geräte enthalten ab Werk Spionagesoftware und dienen als Einfallstor für KI-gestützten Betrug. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft die Gefahr als neue Eskalationsstufe der Cyberkriminalität ein.

Täuschend echt, brandgefährlich

Die aktuelle Generation der Plagiate ist kaum noch von den Originalen zu unterscheiden. Fälscher kopieren Design, Gewicht, Verpackung und sogar Seriennummern. Oft liegen professionell gefälschte Kaufbelege bei.

Der Betrug zeigt sich erst nach dem Kauf: Minderwertige Komponenten sorgen für schlechte Leistung. Die größte Gefahr sind jedoch nicht zertifizierte Akkus, die überhitzen und Brände verursachen können.

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Die unsichtbare Gefahr: Spionage ab Werk

Die eigentliche Bedrohung ist unsichtbar. Viele Fälschungen werden mit vorinstallierter Schadsoftware ausgeliefert. Diese Spyware fischt sofort nach Passwörtern, Bankdaten und privaten Fotos.

Ein fatales Problem: Die gefälschten Systeme erhalten keine Sicherheitsupdates. Entdeckte Lücken bleiben für immer offen. Diese Woche entdeckten Experten den Trojaner "Massiv", der sich als Streaming-App tarnt. Er ermöglicht Angreifern die komplette Fernsteuerung des Smartphones – inklusive Live-Bildschirmübertragung.

KI als Brandbeschleuniger für Betrug

Die gefälschte Hardware dient Kriminellen als perfekte Basis für KI-gestützte Angriffe. Das BSI warnt vor einer Zunahme solcher Methoden. Generative KI erstellt täuschend echte, personalisierte Phishing-Nachrichten ohne Grammatikfehler.

Besonders alarmierend ist der Einsatz von Deepfake-Stimmen. Mit kurzen Audio-Schnipseln aus sozialen Medien klonen Betrüger die Stimmen von Vertrauenspersonen. Kombiniert mit dem Zugriff auf die Kontaktliste des gefälschten Handys wissen sie genau, wen sie anrufen müssen. Dieser "Vishing"-Betrug umgeht sogar die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Vom Produktschaden zum Identitätsdiebstahl

Die Entwicklung verschiebt das Risiko: Es geht nicht mehr nur um den finanziellen Verlust für ein minderwertiges Produkt. Im Fokus steht jetzt der komplette Diebstahl der digitalen Identität. Opfer riskieren ihre Ersparnisse und den Missbrauch ihrer Persönlichkeit für Kreditbetrug.

Experten sehen einen Wendepunkt. Die Angriffe werden persönlicher und für Laien kaum noch zu erkennen. Der weltweite Schaden beläuft sich auf Milliardensummen.

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Das Wettrüsten läuft

Die Smartphone-Industrie arbeitet an KI-basierten Abwehrmechanismen. Künftige Geräte könnten Telefonate in Echtzeit analysieren und bei verdächtigen Mustern warnen.

Bis diese Technologien marktreif sind, bleibt Aufklärung der wichtigste Schutz. Experten raten: Kaufen Sie teure Elektronik nur bei zertifizierten Händlern. Angebote, die "zu gut sind, um wahr zu sein", sind es meist auch. Prüfen Sie vor dem Kauf die IMEI-Nummer des Geräts und seine Grundfunktionen. In diesem Kampf ist Vorsicht der effektivste Schutz.

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