GAPS-Diät, Heilt

GAPS-Diät: Heilt der Darm wirklich die Psyche?

10.02.2026 - 03:25:11

Die umstrittene GAPS-Diät verspricht Linderung psychischer Leiden, doch Experten warnen vor Risiken und fehlenden wissenschaftlichen Belegen für ihre Wirksamkeit.

Die umstrittene GAPS-Diät verspricht, psychische Leiden durch eine strenge Darmsanierung zu lindern. Doch Experten warnen vor Risiken und fehlenden Belegen.

Was steckt hinter dem GAPS-Ansatz?

Die Abkürzung GAPS steht für „Gut and Psychology Syndrome“. Entwickelt hat das Konzept die Neurologin Dr. Natasha Campbell-McBride. Ihr zentraler Gedanke: Viele neurologische und psychische Beschwerden wie Depressionen oder ADHS haben ihre Ursache im Darm.

Das Protokoll setzt auf eine mehrstufige, extrem restriktive Ernährung:
* Strikte Vermeidung von Getreide, raffiniertem Zucker und stärkehaltigem Gemüse.
* Fokus auf Knochenbrühe, gekochtem Fleisch, Fisch, Eiern und fermentierten Lebensmitteln.
* Ziel ist die Heilung der Darmschleimhaut und die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora.

Die vollständige Diät kann bis zu zwei Jahre dauern und erfordert viel Disziplin.

Die Darm-Hirn-Achse: Fakt oder Fiktion?

Die wissenschaftliche Grundidee ist nicht von der Hand zu weisen. Die Forschung zur Darm-Hirn-Achse hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Fest steht: Darm und Gehirne kommunizieren intensiv über Nervenbahnen und Botenstoffe. Das Mikrobiom im Darm beeinflusst tatsächlich unsere Stimmung.

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Doch genau hier beginnt die Kontroverse. Kritiker bemängeln, dass das für GAPS zentrale Konzept des „Leaky Gut“ (durchlässiger Darm) in der evidenzbasierten Medizin nicht als eigenständige Krankheit anerkannt ist. Vor allem aber fehlen bislang große, aussagekräftige Studien, die die Wirksamkeit der spezifischen GAPS-Diät bei psychischen Erkrankungen belegen.

Warum Ernährungswissenschaftler warnen

Die radikalen Einschränkungen der Diät bereiten Experten große Sorgen.

  • Ballaststoff-Defizit: Der Mangel an Getreide und stärkehaltigem Gemüse kann paradoxerweise die Verdauung stören und Verstopfung verursachen.
  • Einseitige Ernährung: Die hohe Betonung tierischer Fette wird kritisch gesehen, da sie potenziell das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnte.
  • Praktische Hürden: Die Diät ist zeit- und kostenintensiv. Die vielzitierten Erfolge basieren bislang vor allem auf Einzelberichten, nicht auf wissenschaftlichen Belegen.

Trend Darmgesundheit: Suche nach ganzheitlichen Lösungen

Trotz der Kritik passt der GAPS-Ansatz perfekt in den aktuellen Gesundheitstrend. Immer mehr Menschen sehen in der Darmgesundheit den Schlüssel zum allgemeinen Wohlbefinden. Das Forschungsfeld „Nutritional Psychiatry“ untersucht gezielt den Einfluss der Ernährung auf die Psyche.

Die allgemeine Empfehlung von Experten lautet hier meist weniger radikal: Eine vielfältige, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und fermentierten Lebensmitteln fördert ein gesundes Mikrobiom – und damit potenziell auch die psychische Gesundheit.

Wohin geht die Reise? Personalisierung statt strenger Regeln

Die Zukunft der Darmgesundheitsforschung wird sich voraussichtlich von pauschalen Diäten wegbewegen. Stattdessen rücken personalisierte Ansätze in den Fokus. Die Forschung konzentriert sich zunehmend auf die gezielte Förderung nützlicher Bakterien durch Prä- und Probiotika.

Kongresse wie der für April 2026 in Wien geplante Kongress für Integrative Medizin zeigen die hohe Relevanz des Themas. Die GAPS-Diät bleibt ein polarisierendes Beispiel – treibt aber die essentielle Diskussion über den Zusammenhang von Darm, Ernährung und Psyche weiter voran.

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