Fujitsu, Plattform

Fujitsu startet Plattform für autonome Unternehmens-KI

26.01.2026 - 07:17:12

Fujitsu lanciert eine abgeschlossene Enterprise-KI-Plattform mit On-Premise-Option, die maximale Datensouveränität und autonome Steuerung des gesamten KI-Lebenszyklus verspricht.

Fujitsu lanciert eine geschlossene KI-Plattform für Unternehmen, die volle Datenkontrolle verspricht. Der japanische Technologiekonzern reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach sicheren, hauseigenen KI-Lösungen.

Die neue Plattform soll Firmen ermöglichen, den gesamten Lebenszyklus generativer KI – von der Entwicklung über den Betrieb bis zur kontinuierlichen Verbesserung – autonom zu steuern. Die Einführung startet gestaffelt in Japan und Europa. Erste Testregistrierungen sind für Februar 2026 geplant.

Geschlossenes System für maximale Datensouveränität

Im Zentrum steht die Adressierung von Sicherheitsbedenken. Die Plattform bietet eine dedizierte, abgeschlossene Umgebung für KI-Operationen. Sie verhindert die externe Weitergabe sensibler Unternehmensdaten – eine Kernanforderung für Branchen wie Finanzen, Gesundheitswesen und den öffentlichen Sektor.

Die Lösung kann On-Premise implementiert werden. Das gibt Kunden die vollständige physische und digitale Kontrolle über ihre KI-Infrastruktur. Fujitsu baut dabei auf etablierte Produkte wie die Private AI Platform auf PRIMERGY.

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All-in-One-Design für schnellere Einführung

Ein Schlüsselmerkmal ist das integrierte Design. Fortschrittliche KI-Technologien des Konzerns sind in einem einzigen Paket gebündelt. Dies soll die Hürden für den Erstaufbau senken und eine rasche Adoption auch ohne tiefes KI-Fachwissen ermöglichen.

Die Plattform integriert die bestehende Fujitsu Kozuchi-Lösung. Deren Fokus lag bereits auf benutzerfreundlicher Anpassung, etwa durch AutoML für automatisierte Modellgenerierung. Die Philosophie: Den gesamten Prozess vom Setup bis zum Management vereinfachen.

Leistungsstarke Technik für präzisere Ergebnisse

Im Kern arbeitet ein neu entwickeltes generatives KI-Framework. Es nutzt ausgefeilte Wissensgraphen und eine erweiterte RAG-Technologie (Retrieval-Augmented Generation). Das System verknüpft intelligente Beziehungen innerhalb komplexer Unternehmensdaten – von internen Vorschriften bis zu Verfahrensvideos.

Die erweiterte RAG-Technologie kann auf über zehn Millionen Tokens referenzieren, ein deutlicher Sprung gegenüber früheren Grenzen. Die KI kann so logische Schlüsse ziehen und evidenzbasierte Erklärungen liefern. Zudem wählt die Plattform automatisch die besten spezialisierten KI-Modelle für eine Aufgabe aus – innerhalb von Stunden oder Tagen.

Strategische Positionierung im Wettbewerb

Der Launch bringt Fujitsu in direkten Wettbewerb mit anderen Tech-Giganten im Enterprise-KI-Markt. Der Fokus auf Datenhoheit und autonome Kontrolle ist jedoch ein deutliches Unterscheidungsmerkmal. Während viele Wettbewerber primär Cloud-Dienste anbieten, adressiert Fujitsu mit der On-Premise-Option ein spezifisches, hochwertiges Marktsegment.

Die Strategie passt zum übergeordneten Geschäftsmodell Fujitsu Uvance, das gesellschaftliche Herausforderungen durch digitale Innovation lösen will. Die Betonung sicherer KI als Transformationsmotor für Unternehmen unterstreicht diese langfristige Vision.

Die anstehenden Tests in Japan und Europa dienen der Kundengewinnung und dem Proof of Concept. Fujitsu plant, die Plattform für ein breites Anwendungsspektrum einzusetzen – von der groß angelegten Unternehmens-KI bis hin zu Edge- und physischen KI-Implementierungen.

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