Frosch-Stretch: So löst du steife Hüften
18.01.2026 - 20:42:12Der “Frosch-Stretch” aus dem Yoga löst verklebte Faszien und mobilisiert steife Hüften. Die intensive Dehnübung bekämpft die Folgen von stundenlangem Sitzen und kann Rückenbeschwerden lindern.
Die Übung zielt gezielt auf die oft vernachlässigte Muskulatur der Oberschenkelinnenseiten und der Leiste ab. Langes Sitzen verkürzt die Hüftbeuger und schwächt die Gesäßmuskeln – ein Ungleichgewicht, das zu Schmerzen und schlechter Haltung führt. Der Frosch-Stretch fördert Bewegungen, die im Alltag kaum vorkommen: eine tiefe Rotation und Öffnung der Hüftgelenke.
Die Hüfte ist ein vielseitiges Kugelgelenk. Doch Bewegungsmangel und einseitige Belastungen lassen das umliegende Fasziengewebe verkleben. Die Muskeln verkürzen sich, das Gelenk wird unbeweglich. Die Folgen sind oft nicht auf die Hüfte beschränkt. Der Körper kompensiert die Starre, was zu Knieschmerzen oder chronischen Problemen im unteren Rücken führen kann.
Der Frosch-Stretch setzt genau hier an. Er dehnt intensiv die Adduktoren und die Leistenmuskulatur, macht das Gewebe geschmeidig und mobilisiert die Gelenkkapsel. Viele spüren nach der Übung nicht nur körperliche, sondern auch mentale Entspannung.
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So führst du den Frosch-Stretch richtig aus
Eine präzise Ausführung ist entscheidend für den Nutzen und um Verletzungen zu vermeiden.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Starte im Vierfüßlerstand. Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften.
- Öffne die Knie langsam so weit wie möglich nach außen. Unterschenkel und Füße bleiben in einer Linie mit den Knien.
- Richte die Füße aus, sodass die Innenseiten flach aufliegen. Ziel ist ein 90-Grad-Winkel in Knien und Knöcheln.
- Senke den Oberkörper auf die Unterarme ab.
- Schiebe die Hüften behutsam nach hinten, bis du eine deutliche Dehnung in der Leiste spürst. Vermeide ein Hohlkreuz.
- Halte die Position für 30 Sekunden bis mehrere Minuten. Atme tief in den Bauch, um die Dehnung zu vertiefen.
Komme langsam heraus, indem du das Gewicht auf die Hände verlagerst und die Knie vorsichtig zusammenführst.
Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene
Passe die Intensität an dein eigenes Level an. Gehe niemals über einen stechenden Schmerz hinaus – ein Dehnungsgefühl ist das Ziel.
- Für Einsteiger: Ein Kissen unter Bauch oder Brust stützt den Oberkörper und mildert die Dehnung. Polster unter den Knien entlasten die Gelenke. Probiere zunächst den “Halben Frosch” mit nur einem geöffneten Bein.
- Für Geübte: Intensiviere die Dehnung, indem du das Becken weiter nach hinten oder Richtung Boden absenkst. Eine maximale Variante: Lege den Oberkörper komplett ab und strecke die Arme nach vorne aus.
Achtung: Bei bestehenden Knie- oder Hüftverletzungen solltest du vorher mit einem Arzt oder Physiotherapeuten sprechen.
Der Weg zu beweglicheren Hüften
Für nachhaltige Effekte praktiziere den Frosch-Stretch regelmäßig, am besten mehrmals pro Woche. Er eignet sich perfekt:
- Als Cool-Down nach dem Laufen oder Beintraining.
- Als Kernübung in einer Mobilitäts- oder Yin-Yoga-Routine.
Die langfristigen Vorteile sind überzeugend: eine spürbar verbesserte Hüftflexibilität, eine aufrechtere Haltung und weniger Rückenschmerzen. Sportler profitieren von effizienteren Bewegungen, und das Verletzungsrisiko im Alltag sinkt. Eine mobile Hüfte steigert einfach die Lebensqualität.


