Fraunhofer-Studie: Doppelstrategie für Digitalisierung und Nachhaltigkeit
25.02.2026 - 03:48:58 | boerse-global.deDeutschlands Industrie kann durch die Verknüpfung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit strategische Mehrwerte schaffen. Das zeigt eine neue Studie des Fraunhofer FIT und von EY Consulting, die am 24. Februar veröffentlicht wurde. Die Erkenntnisse kommen zur rechten Zeit, denn parallel konkretisiert die Bundesregierung den nationalen Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz (KI) – mit Folgen für Arbeitssicherheit und Compliance.
Twin Transformation schafft messbare Vorteile
Die Studie „Twin Transformation“ analysiert reale Projekte im produzierenden Gewerbe. Ihr zentrales Ergebnis: Unternehmen dürfen Digitalisierung und Nachhaltigkeit nicht länger als getrennte Aufgaben betrachten. Die intelligente Verknüpfung beider Bereiche schafft Synergien, die über reine Kosteneinsparungen hinausgehen.
Angesichts der neuen EU-KI-Verordnung stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Systeme rechtskonform zu gestalten und Bußgelder zu vermeiden. Dieser kompakte Leitfaden erklärt verständlich die Anforderungen, Risikoklassen und notwendigen Dokumentationen für die Praxis. EU-KI-Verordnung kompakt: Umsetzungsleitfaden kostenlos sichern
Ein Schlüssel ist die datengestützte Prozessoptimierung. Sie senkt nicht nur Energie- und Ressourcenverbrauch, sondern kann auch die Sicherheit am Arbeitsplatz verbessern. KI-gestützte, prädiktive Analysen etwa sagen Wartungsbedarfe an Maschinen voraus – bevor es zu gefährlichen Ausfällen kommt.
Ein weiterer Vorteil ist mehr organisationale Resilienz. Digitale Technologien ermöglichen eine transparente Überwachung von Lieferketten und Produktion. Das hilft nicht nur bei der Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards (ESG-Compliance), sondern stärkt auch die Fähigkeit, auf Störungen schnell und sicher zu reagieren.
Deutschland setzt EU-KI-Verordnung in nationales Recht um
Während Unternehmen ihre Strategie anpassen, schafft die Politik den regulatorischen Rahmen. Mit dem Entwurf für das KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetz (KI-MIG) vom 11. Februar wird die europäische KI-Verordnung in deutsches Recht überführt. Jüngste Analysen bestätigen: Damit werden die organisatorischen Voraussetzungen für die Überwachung des AI Acts in Deutschland geschaffen.
Ein Kernpunkt ist die klare Behördenarchitektur. Die Bundesnetzagentur wird als zentrale Koordinierungsstelle und KI-Kompetenzzentrum fungieren. Unternehmen behalten in vielen Bereichen ihre gewohnten Ansprechpartner bei den bestehenden Marktüberwachungsbehörden. Dieser Ansatz soll Bürokratie abbauen und für klare Verhältnisse sorgen. Der AI Act folgt einem risikobasierten Modell: Je höher das potenzielle Risiko eines KI-Systems, desto strenger sind die Anforderungen.
KI in der Praxis: Mehr Sicherheit, weniger Bürokratie
Die Potenziale sind bereits heute sichtbar. KI-Systeme machen Arbeitsumgebungen sicherer und automatisieren Compliance-Aufgaben. Prototypische Anwendungen nutzen Bilderkennung, um in Echtzeit Sicherheitsrisiken auf Baustellen zu identifizieren – etwa ob Schutzhelme getragen werden oder Gefahrenbereiche ungesichert sind.
Im Bereich Human Resources und Compliance kann KI ebenfalls unterstützen. KI-gestützte Systeme helfen bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, indem sie große Datenmengen analysieren und potenzielle Risiken identifizieren. Sie können auch die Einhaltung von Arbeitszeitvorschriften überwachen und die notwendige Dokumentation rechtssicher verwalten. Diese Werkzeuge dienen der Schaffung eines sicheren, rechtskonformen Arbeitsumfelds.
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Innovationsmotor: Reallabore für KI-Anwendungen
Die deutsche Umsetzungsstrategie hat auch einen innovationspolitischen Auftrag. Ein wesentlicher Bestandteil sind Reallabore. Diese rechtssicheren Testräume sollen es vor allem KMU und Start-ups ermöglichen, innovative KI-Anwendungen unter realen Bedingungen zu erproben – ohne sofort den vollen regulatorischen Druck fürchten zu müssen.
Hier könnten neue Technologien für Arbeitssicherheit und Compliance entstehen. Denkbar sind KI-gestützte Assistenzsysteme, die vor physischer Überlastung warnen, oder Smart Contracts zur automatisierten Überprüfung von Lieferketten-Compliance. Bis zum vollständigen Inkrafttreten der KI-Verordnung bietet sich Unternehmen die Chance, sich als vertrauenswürdige KI-Anwender zu positionieren und so einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
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